Nürnberg (Mittelfranken/Bayern)


Gebiet der ehemaligen Reichsstadt Nürnberg (Karte Mikmaq, 2019, aus: wikipedia.org, CC BY-SA 3.0)

Mit derzeit mehr als 500.000 Einwohnern ist Nürnberg – nach der Landeshauptstadt München – die zweitgrößte Stadt im Freistaat Bayern. Zusammen mit den Nachbarstädten Fürth und Erlangen leben mehr als 1,3 Mill. Menschen im Großraum Nürnberg.

Im späten Mittelalter besaß Nürnberg eine der zahlenmäßig größten Judengemeinden Mitteleuropas. Um 1900 stellte Nürnberg die zweitgrößte jüdische Gemeinde in Bayern.

In der Urkunde Heinrichs V. von 1112 ist erstmals die Anwesenheit von Juden in der Stadt Nürnberg bezeugt; dabei handelte es sich vermutlich um Juden, die vor Pogromen marodierender Kreuzfahrer aus dem Rheinland geflohen waren. Die damalige jüdische Gemeinde war relativ wohlhabend; neben einer Mikwe wurde Ende des 13.Jahrhunderts eine neue Synagoge am östlichen Rand des Hauptmarktes errichtet; außerdem wurden mehrere Talmud-Schulen unterhalten.

Die sog. „Rindfleisch-Unruhen“ von 1298 trafen die aufblühende jüdische Gemeinde Nürnbergs besonders hart.

Anmerkung: Unter Führung des aus Röttingen stammenden Fleischermeisters Rindfleisch überrollte eine Verfolgungswelle etwa 150 jüdische Gemeinden Süddeutschlands; dem Morden schloss sich oft der jeweilige Stadtpöbel an. Mehrere zehntausend Juden sollen insgesamt diesem Pogrom zum Opfer gefallen sein. In Würzburg veranlasste der Rat der Stadt die Ermordung von etwa 800 Juden. In Nürnberg soll die Verfolgung angeblich mehr als 600 Opfer gefordert haben. Unter ihnen waren der Gelehrte Mordechaj ben Hillel Aschkenasi und seine Familie; Mordechaj war - nach seinem Lehrer Rabbi Meir aus Rothenburg - einer der bedeutendsten Talmudisten des Mittelalters.

Doch bereits um 1340 zählte die jüdische Gemeinde in Nürnberg wieder mehr als 1.000 Angehörige; sie waren aus ganz Franken, aber auch aus anderen süddeutschen Regionen zugezogen. Dabei unterstützte der König die Ansiedlung. 1313 übertrug Heinrich VII. den Judenschutz dem Rat der Stadt; damit gehörten die Nürnberger Juden der städtischen Schutzgemeinschaft an – ohne allerdings die Bürgerrechte zu besitzen. Ihre Wirtschaftstätigkeit beschränkte sich damals vor allem auf die Geld- und Pfandleihe; der Zugang zu den meisten Berufen war ihnen verwehrt („ ... daz kain Jude kainerlai kaufmannschaft sol hie nit treiben, denne flaisch unde pfert muegen sie wol kaufen und verkaufen.“).

Nachdem sich der Patrizier Ulrich Stromer im Auftrag der Stadt Nürnberg an Kaiser Karl IV. gewandt und sich von diesem praktisch die „Erlaubnis“ zum Pogrom gegen die hier ansässigen Juden eingeholt hatte (dies wurde seitens des Kaisers urkundlich bestätigt), kam es hier im Dezember 1349 erneut zu schwersten Pogromen, denen das Judenviertel und mehr als ein Drittel aller Nürnberger Juden zum Opfer fielen; mehr als 500 Juden wurden in nur zwei Tagen umgebracht bzw.  verbrannt, die Überlebenden vertrieben. Der Immobilienbesitz im Judenviertel ging an die Stadtbürger über. Synagoge und Friedhof wurden zerstört, Grabsteine wurden für neue Bauten in Nürnberg verwendet. Der erste jüdische Friedhof war vermutlich schon beim Pogrom von 1298 zerstört worden. In der ersten Hälfte des 14.Jahrhunderts befand sich das Begräbnisgelände im Bereich von der Vorderen Beckerschlagergasse/Münzgasse/Münzplatz. Auf den Grundmauern der zerstörten Synagoge wurde die Kirche "Unserer Lieben Frau" (Frauenkirche) erbaut. Auf Grund des Abrisses zahlreicher jüdischer Wohnhäuser entstanden Freiflächen – der Haupt- und der Obstmarkt.

Bereits wenige Jahre später (1352) sollen erneut Juden in Nürnberg aufgenommen worden sein; als Gegenleistung mussten sie der Streichung aller noch bestehenden Schulden zustimmen. Fortan hatten sie ihre Wohnsitze in einem Ghetto im Bereich der Juden-/Wunderburg-/Rotschmiedgasse zu nehmen; in der Wunderburggasse befand sich auch ihre Synagoge. Die Aufenthaltsdauer auswärtiger Juden war damals auf eine Woche beschränkt.

Nürnberg im Jahre 1493 in der „Schedel´schen Weltchronik“ (Abb. aus: wikipedia.org, gemeinfrei)

Nach ihrer endgültigen Vertreibung (1499) - eine Verfügung des Königs Maximilian (1486–1519) hatte die Handhabe dazu gegeben - dauerte es mehr als drei Jahrhunderte, bis sich abermals wieder eine jüdische Familie in Nürnberg niederließ. In den Jahrzehnten zuvor durften nur jüdische Kaufleute kurzzeitig in die Stadt zu kommen, um hier ihren Geschäften nachzugehen; nach dem Edikt von 1813 durften sich keine Juden in der Stadt Nürnberg dauerhaft niederlassen - zur Genugtuung der christlichen Kaufmannschaft. Der Hopfenhändler Joseph Kohn aus Markt Erlbach erhielt 1850 als erster Jude seit der Vertreibung seiner Glaubensgenossen im Jahr 1498/1499 das Nürnberger Bürgerrecht.

Mit der Aufhebung aller Ausnahmebestimmungen für Juden in Bayern begann der Zuzug von jüdischen Familien nach Nürnberg, größtenteils aus Dörfern und Kleinstädten des nordbayrischen Raumes; vor allem Juden aus Fürth drängten in das wirtschaftlich boomende Nürnberg. 1859 gründeten die Nürnberger Juden einen Religionsverein, drei Jahre später eine Kultusgemeinde; gleichzeitig richtete man eine Religionsschule ein. Gottesdienste wurden zunächst im Gasthaus „Zum weißen Lamm” abgehalten. Im März 1870 wurde der Grundstein für die neue Synagoge am Hans-Sachs-Platz am Pegnitz-Ufer gelegt. Der Bau war vom Stuttgarter Architekten Adolf Wolff im maurischen Stil konzipiert worden; vier Jahre später war der Bau vollendet.

http://www.alemannia-judaica.de/images/Images%2063/Nuernberg%20Synagoge%20123.jpg      

Alt-Nürnberg mit Blick auf Synagoge (hist. Postkarten, um 1920/1925)

 

Synagoge am Hans-Sachs-Platz (hist. Postkarte) und Synagogenmodell (Aufn. K., 2009, aus: wikipedia.org, CC BY-SA 3.0)

                  Über die Einweihung der Synagoge berichtete die „Allgemeine Zeitung des Judentums” vom 29.Sept. 1874 u.a. wie folgt:

... Seitdem ist die Zahl der Israeliten in Nürnberg auf etwa 2000 Seelen gestiegen. Es war daher sehr natürlich, daß sich das Bedürfniß eines eigenen Gotteshauses für diese zahlreiche Gemeinde bald geltend machte. So sahen wir also auch seit 1869 am Spitalplatz an der Stelle des ehemaligen sog. Harsdorf-Hofes, welchen die Gemeinde käuflich an sich brachte, ein prachtvolles Gebäude entstehen, das als eine Zierde der Stadt betrachtet werden kann: es ist die neue Synagoge von Herrn Baurath Wolff aus Stuttgart. Die Synagoge enthält 564 nummerirte Männersitze und 389 nummerirte Frauensitze. ... In der Mitte des in maurischem Stile ausgeführten Prachtbaues erhebt sich eine weithin sichtbare große Kuppel an der Vorderseite des Gebäudes von zwei kleineren Kuppeln flankirt. ... Beim Betreten des Innern ruht das Auge mit Bewunderung auf dem majestätischen, das Licht von oben einlassenden mittleren Kuppelbau. ... Oberhalb der heiligen Lade befindet sich eine Rosette, deren buntfarbige Gläser ein magisches Licht verbreiten. ... Es waren zur Theilnahme an der Einweihung viele Einladungen erlassen worden, und zahlreiche Deputationen der königlichen und städtischen Behörden ... wohnten dem feierlichen Acte bei. ... Nachdem ... die Nebenthüren geschlossen worden waren, erschallten bald darauf die Klänge eines religiösen Festmarsches, welcher den Abgang des Zuges aus dem bisherigen Betsaal verkündeten. Nachdem hierauf an der Freitreppe gegen Westen die Übergabe des Schlüssels durch Herrn Baurat Wolff an den Administrationsvorstand der Gemeinde und von diesem an den Herrn Bürgermeister Stromer stattgefunden hatte, bewegte sich der Zug ... durch die geöffnete Hauptthüre in das Gotteshaus, begrüßt von dem Psalm: ‘Gesegnet sei, der da kommt im Namen des Herrn’ etc. ...  Nachdem hierauf die Ceremonien des ‘Oeffnens der heil. Lade’ und des ‘Anzündens des beständigen Lichtes’ (Ner tamid) erfolgt waren, ging der Gesang des 84. Psalms ... , der Weihepredigt voraus, welche der Rabbiner der hiesigen Gemeinde, Herr Dr. Levin hielt. Das Hauptthema seiner Rede war der Satz: ‘Hat das Gotteshaus noch eine Berechtigung’, oder ‘Mit welchem Rechte baut ihr ein Gotteshaus?’ Er ventilirte diese Frage in wahrhaft begeisterter und poesievoller Weise, indem er das Wesen des Materialismus und Pessimismus charakterisirte, von welchen dieselbe gestellt werden möchte, die Lehre vom Dasein Gottes, der Ansicht, dass Alles aus dem Wirken und Schaffen der Natur hervorgehe und zu erklären sei, mit eben so viel philosophischer Stärke aus Glaubenswärme gegenüberstellte und die alles besiegende Macht der Gottesidee hervorhob. Nach der Rede folgte das Weihegebet, ... Der Gesang des 150. Psalms: ‘Halleluja! Lobet den Herrn in seinem Heiligtum etc." schloss die seltene gewiss in der Erinnerung Aller, die an ihr Theil nahmen, nicht erlöschende Feier.  Um 2 Uhr fand ein Festmahl statt. Der interessanteste Zug dieses Festmahls war wohl eine historische Anspielung des Herrn Bürgermeisters von Stromer, welcher seinen Toast auf den Rabbiner Dr. Levin und den Kultusvorstand Herrn Josephthal mit der Bemerkung einleitete: es habe ihn besonders gefreut bei der heutigen Einweihung der Synagoge die Pforten derselben zu öffnen, nachdem vor Jahrhunderten einer seiner Vorfahren (Ulrich Stromer) die Juden mit Feuer und Schwert aus Nürnberg vertrieben habe. Gegenüber der mittelalterlichen Anschauung sei man jetzt allgemein zu der Erkenntnis gekommen, daß die Lösung der sogenannten Judenfrage gleichen Schritt mit der Entwicklung und Vermehrung der Gesittung und Humanität bei Nationen und Einzelnen halte.

Rabbiner der Nürnberger liberalen Synagogengemeinde waren: Dr. Moritz Lewin (1874-1880), Dr. Pincus Bernhard Ziemlich (1881-1907), Dr. Max Freudenthal (1907-1934) und Dr. Isaak Ernst Heilbronn (1912-1939, zunächst als zweiter Rabbiner).

Langjähriger Rabbiner in Nürnberg (von 1907 bis 1934) war der in Neuhaus/Pegnitz geborene Max Freudenthal. Nach seiner Ausbildung am Jüdisch-Theologischen Seminar und an der Universität Breslau (Geschichts- u. Philosophiestudium) wurde er 1893 Rabbiner in Dessau und Landesrabbiner von Anhalt; sieben Jahre später amtierte er als Rabbiner in Danzig. Nach weiteren sieben Jahren übernahm er dann das Rabbinat in Nürnberg, das er als gemäßigter Reformer mehr als 25 Jahre inne hatte. Max Freudenthal starb 1937 in München.

Dessen Amtsnachfolger war der 1880 im hessischen Tann (Rhön) geborene Isaak Heilbronn, der nach dem Besuch des Göttinger Gymnasiums seine Ausbildung auf den Jüdischen Hochschulen in Berlin und Breslau absolvierte. Am Breslauer Seminar erhielt er die Approbation als Rabbiner und in Erlangen die Doktorwürde. Über eine vorübergehende Tätigkeit in Spandau kam er 1912 nach Nürnberg, wo er unter Dr. Max Freudenthal als „Rabbinatssubstitut“ eine Anstellung fand. Erst nach dem Rücktritt von Dr. Freudenthal konnte er als Prediger vermehrt öffentlich wirken. Sein besonderes Engagement galt neben der religiösen Erziehung der Jugend vor allem der Fürsorge für sozial-schwache Gemeindeangehörige. Im Jahre 1939 emigrierte Dr. Isaak Heilbronn mit seiner Familie in die USA; hier gründete er – gemeinsam mit dem ehem. Münchner Rabbiner Dr. Leo Baerwald – eine Gemeinde für jüdische Emigranten aus Deutschland - die „Congregation Beth Hillel“ in New York. 

                                            Stellenanzeige von 1875 

 

zwei Stellenangebote der israelitischen Kultusgemeinde Nürnberg aus dem Jahre 1924 (aus: „CV-Zeitung“)

Neben der zahlenmäßig größeren liberalen Gemeinde gab es seit 1875 eine kleinere religiös-orthodoxe „Adat Jisrael-Gemeinde”; die Mitglieder der „Gesetzestreuen“ waren mehrheitlich „Ostjuden“, die aus Galizien, Russland und der Ukraine stammten. Die Initiative zur Gründung dieses orthodoxen Vereins war im wesentlichen vom in Nürnberg ansässigen Lehrer Salomon Ansbacher ausgegangen. An rituellen Einrichtungen bestanden ein Betsaal (seit 1902 eine Synagoge in der Essenweinstraße), eine Schule (zunächst Religionsschule, nach 1920 Israelitische Volksschule) und ein rituelles Bad. Ein separater orthodoxer Friedhof wurde aber nicht eingerichtet.

  Orthodoxe Synagoge, Essensweinstraße (Stadtarchiv)

Über die Einweihung der Synagoge in der Essenweinstraße berichtete die Zeitschrift "Der Israelit" in ihrer Ausgabe am 9. September 1902: 

"Nürnberg, 5. Sept. Heute Abend, um 5 1/2 Uhr, fand die feierliche Synagogen-Einweihung des Vereins 'Adaß Jißroel – Isr. Religionsgesellschaft - (a.V.) hierselbst statt. In der Vorhalle des prachtvollen Baues versammelten sich die Mitglieder der Vorstandschaft und des Bau-Ausschusses, sowie die Ehrengäste. Herr Architekt Ochsenmayer überreichte mit einer Ansprache den Schlüssel dem ersten Vorsitzenden, Herrn Don Sichel, welcher in wohlgeformter, sehr beifällig aufgenommener Rede erwiederte. Hieran reihten sich die Reden der Herren Vorstandsmitglieder Grünbaum und Meyer, die ebenfalls von Begeisterung getragen waren. In tiefgefühlten Worten pries Herr Grünbaum des Allgütigen Fügung, während Herr Meyer dem Bau-Ausschuss namens des Vereins dankte und hervorhob, daß die 'Bauarbeit' mit dem heutigen Tage keine abgeschlossene sein dürfe, sondern daß wir weiter sorgen müssen, den Glanz der herrlichen Heimstätte, zur Ehre des Ewigen errichtet, durch die Förderung der Thora zu erhalten. Nun begann der Festakt in der Synagoge, Um 8 Uhr Abends war die erhebende Feier beendet, die für alle Beteiligten unvergeßlich bleiben wird."     

  Stellenangebote der orthodoxen Gemeinde von 1919 und 1924

Seit den 1870er Jahren war eine nennenswerte Anzahl jüdischer Flüchtlinge aus Osteuropa (Galizien) nach Nürnberg gelangt; da diese wegen ihrer andersgearteten Gottesdienstpraxis auch vom orthodoxen Verein „Adat Jisrael“ nicht integriert wurde, versammelten sie sich in separaten Betstuben. In diesem Kontext wurden 1899 der Gebetsverein „Bene Emine“ und 1906 der Verein „Scheerit Israel“ ins Leben gerufen; daneben gab es noch den nur wenige Mitglieder zählenden Verein „Chevre Theffilo“. 1917 wurde ein weiterer ostjüdischer Verein, „Achi’eser“, gegründet. Eine eigene Begräbnisstätte stand der Nürnberger Gemeinde ab 1864 zur Verfügung. Nürnberger Juden wurden bis dato auf dem jüdischen Friedhof in Fürth beigesetzt. Auf dem Gelände an der Bärenschanzstraße fanden im Laufe der folgenden sechs Jahrzehnte mehr als 2.000 Verstorbene ihre letzte Ruhe.

  

Alter Friedhof und Mauerrelikt des Taharahauses (Aufn. J. E. Loebe, 2011, aus: wikipedia.org, CC BY 3.0)

Der Friedhof - inzwischen vollständig belegt - wurde 1922 geschlossen; eine zweite Beerdigungsstätte war bereits um 1910 an der Schnieglinger Straße - angrenzend an den kommunalen Westfriedhof - angelegt worden.

Trauerhalle - neuer Friedhof (Aufn. J. E. Loebe, 2011, aus: wikipedia.org, CC BY 3.0)

Juden in Nürnberg:

         --- um 1300 ...........................   knapp 1.000 Juden,

               --- um 1345 ...........................   knapp 1.500   “  ,

    --- 1499 ..............................   endgültige Vertreibung

    --- 1850 ..............................      ein Jude,

    --- 1852 ..............................      87 Juden,

    --- 1867 ..............................   1.254   “  ,

    --- 1871 ..............................   1.831   “  ,

    --- 1880 ..............................   3.032   “  ,

    --- 1890 ..............................   4.307   “  (ca. 3 % d. Bevölk.),

    --- 1900 ..............................   5.956   “  (2,2% d. Bevölk.),

    --- 1910 ..............................   7.815   “  ,

    --- 1922 ..............................   9.280   “  ,

    --- 1925 ..............................   8.603   “  (2,2% d. Bevölk.),

    --- 1930 ..............................  10.200   “  (2,4% d. Bevölk.),

    --- 1933 (Febr.) ......................   8.266   “  ,

             (Juni) .......................   7.502   “  ,

    --- 1937 .......................... ca.   3.800   “  ,

    --- 1939 ..............................   2.611   “  ,

    --- 1940 ..............................   2.628   “  ,

    --- 1941 (Okt.) .......................   1.835   “  ,

    --- 1942 (Mai) .................... ca.   1.100   “  ,

    --- 1945 (April) .................. ca.      40   "  ,

 

    --- 1954 .......................... ca.     200   “  ,

    --- 1966 ..............................     230   “  ,

    --- 1976 ..............................     312   “  ,

    --- 1990/91 ....................... ca.     700   “  ,

    --- 2005 .......................... ca.   1.400   "  .

Angaben aus: Arnd Müller, Geschichte der Juden in Nürnberg 1146 - 1945. Beiträge zur Geschichte u. Kultur .., S. 170

In der zweiten Hälfte des 19.Jahrhunderts wuchs die jüdische Gemeinde rasch an; um 1890/1900 war Nürnberg bereits die zweitgrößte jüdische Gemeinde Bayerns; fast ein Drittel der jüdischen Bevölkerung Nürnbergs wohnte um 1910 im Stadtteil Gostenhof. Anfang der 1920er Jahre zählte die israelitische Gemeinde mehr als 9.000 Mitglieder; der Anteil der Juden an der Bevölkerung betrug 1933 in Nürnberg rund 1,8%, in Fürth sogar 2,6%.

 Emblem des jüdischen Sportvereins in Nürnberg (1928)

Zahlreiche Nürnberger und Fürther Juden hatten vor der NS-Machtübernahme eine starke wirtschaftliche Stellung inne; so stellten sie einen hohen Anteil an den Unternehmern und Kaufleuten, Bankiers und Akademikern der Stadt. Der exportorientierte Hopfenhandel war in Nürnberg fast komplett in jüdischer Hand.

   

                                                  Anzeige der Gebrüder Bing (1891)                                                   Geschäftsanzeige von 1908

Anmerkungen: Die Firma „Gebrüder Bing“ wurde 1864 von Adolf Bing und seinem Bruder Ignaz (1840–1918) von deren Vater Salomon übernommen. Ab 1866 in Nürnberg ansässig entwickelte sich die Firma zum Großhandelsunternehmen für Haushaltswaren und Spielzeug. Mitte der 1880er Jahre beschäftigte der Betrieb bereits 500 Mitarbeiter. Gegen Ende des 19.Jahrhunderts in eine Aktiengesellschaft umgewandelt besaß das Unternehmen in Deutschland und im Ausland zahlreiche Niederlassungen. Vor dem Ersten Weltkrieg bezeichnete sich Bing als „größte Spielwarenfabrik der Welt“ mit einer Beschäftigtenzahl von mehr als 4.000 Menschen. In den 1920er Jahren kamen zur Bing-Werke AG noch neue Geschäftsbereiche hinzu (insgesamt zählte die Belegschaft damals ca. 18.000 Mitarbeiter). In Folge der Turbulenzen der Weltwirtschaftskrise wurde die "Bing Spielwaren GmbH Nürnberg" 1934 aufgelöst und liquidiert; bereits zwei Jahre zuvor hatte man die Spielzeugproduktion eingestellt. (vgl. dazu: spielzeugmuseum-freinheim.de)

Der Antisemitismus hatte in Nürnberg Tradition; bereits 1893 war in der Stadt der „Antisemitische Verein für Nürnberg und Umgebung” begründet worden. Allerdings wurde er von der Bevölkerung nur wenig beachtet, sodass sich dieser bereits 1901 wieder auflöste. Dass Julius Streichers Hetzschrift „Der Stürmer” in Nürnberg entstand, mag dafür sprechen, dass Ende der 1920er Jahre antijüdische Hetze in Nürnberg besonders großen Erfolg versprach: so kam es schon zu diesem Zeitpunkt zu öffentlichen Angriffen auf Nürnberger Juden, zu Friedhofsschändungen und zu Zerstörungen jüdischen Eigentums. Der „Verein zur Abwehr des Antisemitismus” versuchte durch Presseerklärungen diesen Auswüchsen entgegenzusteuern; so hieß es u.a. in einem Appell an die Nürnberger Bürger:

„ In den letzten Wochen sind gewissenlose Hetzer am Werk, um den konfessionellen Frieden in unserer Vaterstadt zu stören und zu untergraben. Bisher lebten sämtliche Konfessionen in Frieden und Eintracht miteinander und wirken zum Wohl des Ganzen. Jetzt werden Flugblätter, Zeitungsbeilagen niedrigsten Inhalts verbreitet. ... Die christlichen Mitglieder des Vereins, die demselben in großer Zahl angehören und aus den verschiedensten Berufskreisen sich zusammensetzen, erachten es als ihre vaterländische Pflicht, gegen die unerhörte Verunglimpfung ihrer jüdischen Mitbürger hier und anderwärts entschiedenste Verwahrung einzulegen. Unsere jüdischen Mitbürger haben an der Front und in der Heimat ihre vollste Pflicht und Schuldigkeit getan, ... Mitbürger, laßt Euch durch dieses jeden rechtlich denkenden Menschen beschämende Treiben nicht beeinflussen: wahrt Eure Menschenwürde ! Denkt an die hohe Kulturstufe, auf der bisher das deutsche Volk gestanden.”

Zu gewalttätigen Ausschreitungen gegen die hiesigen Juden kam es am 1.April 1933, dem zentralen Tag des Boykotts der jüdischen Geschäfte, durch die SA und den „Kampfbund des gewerblichen Mittelstandes”; zahlreiche Juden wurden dabei verletzt. Verbände der SA, der SS, des Stahlhelms und von NS-Jugendorganisationen zogen mit Plakaten wie „Zur Abwehr der jüdischen Greuel- und Boykotthetze, Die Juden sind unser Unglück,Boykottiert alle jüdischen Geschäfte” u.a. zum Hauptmarkt, um die Massen für den Boykott einzustimmen. Nachts markierten mehrere vielköpfige Klebekolonnen die jüdischen Geschäfte und Einrichtungen. Später wurden die jüdischen Kultusgemeinden in Nürnberg und Fürth aufgefordert, die Kosten für Verpflegung und sonstige Aufwendungen der SA-Posten zu bezahlen. Erneut zu Gewaltaktionen kam es im Sommer 1933, als SA-Angehörige in jüdische Häuser eindrangen und zahlreiche Personen verhafteten; davon betroffen waren etwa 300 Angehörige der Nürnberger jüdischen Logen, der „Maimonides-Loge“ und der „Jacob-Herz-Loge“. Nach ihrer Verhaftung wurden die Männer durch die Stadt geführt und zu einem Sportplatz gebracht, wo sie von SA-Leuten gedemütigt und geschlagen wurden; danach setzte man sie wieder auf freien Fuß.

Im April 1936 vermeldete ein Zeitungsartikel:

Juden polnischer Staatsangehörigkeit vor ihrer Deportation, Nürnberg Okt. 1938 (Aufn. Bundesarchiv: Bild 146-1982-174-27, aus: wikipedia.org, CC-BY-SA 3.0)

Noch vor der Pogromnacht im November 1938 wurde die Haupt-Synagoge am Hans-Sachs-Platz im Zuge „städtebaulicher Maßnahmen” abgerissen. Die gesetzliche Grundlage für dieses Vorgehen bildete die „Erste Anordnung über die Neugestaltung der Stadt der Reichsparteitage Nürnberg” von Ende Juli 1938. Sie gab dem Rat der Stadt Nürnberg auch die Handhabe, das Enteignungsverfahren gegen die Israelitische Kultusgemeinde einzuleiten.

Am 10. August 1938 versammelten sich mehrere tausend Nürnberger vor der Synagoge am Hans-Sachs-Platz. In der „deutschesten aller deutschen Städte“ sollte nie wieder ein Gotteshaus für Juden stehen, tönte damals Gauleiter Julius Streicher.

                   Aus einem Artikel der „Fränkischen Tageszeitung” vom 11. August 1938:

... In den gestrigen Vormittagsstunden wurde der Abbruch der Nürnberger Synagoge auf dem Hans-Sachs-Platz im Rahmen einer Kundgebung des nationalsozialistischen Nürnbergs begonnen. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand eine grundlegende und richtungsweisende Ansprache Julius Streichers. Die begonnenen Arbeiten werden bis zum Beginn des kommenden Reichsparteitages bereits vollendet sein. Das Recht zu dieser notwendigen Säuberung des ehrwürdigen Nürnberger Altstadtbildes gab das Gesetz, das Nürnberg in die Reihe der deutschen Städte einordnet, deren Ausbau und Wiederherstellung im Namen des Reiches geschieht. ...

Der Novemberpogrom von 1938 führte auch in Nürnberg zu massiven Gewalttaten.

Aus einem Augenzeugenbericht über den Ablauf des Novemberpogroms von 1938 in Nürnberg: „ ... Sämtliche SA-Männer waren am 9.November nachts 12 Uhr auf den Hauptmarkt in Nürnberg zu einem Appell befohlen. Es waren auch aus allen umliegenden Orten die SA dazu beordert. Dann erfolgte durch die Führer die Belehrung bis zur eindeutigen Mordanstiftung. Es ist bekannt, daß mancher ... sich seitwärts in die Büsche schlug, um hier nicht mitmachen zu müssen. Zuerst kamen die großen Ladengeschäfte dran; mit mitgebrachten Stangen wurden die Schaufenster eingeschlagen und der am Abend vorher schon verständigte Pöbel plünderte unter Anführung der SA die Läden aus. ... Dann ging es in die von Juden bewohnten Häuser. Schon vorher bestellte nichtjüdische Hausbewohner öffneten die Haustüren. Wurde auf das Läuten die Wohnungen nicht sofort geöffnet, wurde die Wohnungstüre eingeschlagen. Jeder Teilnehmer war mit Revolver und Dolch ausgestattet; auch hatte jede Gruppe die nötigen Einbrecherwerkzeuge, wie Äxte, große Hämmer und Brechstangen dabei. ...“ (aus: Arnd Müller, Geschichte der Juden in Nürnberg 1146 - 1945, S. 241 f.)

Bei den antijüdischen Ausschreitungen kamen neun Nürnberger Juden ums Leben; zehn Menschen nahmen sich am gleichen Tage das Leben.

Anm.: In einer Rede vor Ratsherren soll sich der spätere Oberbürgermeister Liebel damit gebrüstet haben, dass 26 Juden in der „Stadt der Reichsparteitage“ den Pogrom nicht überlebt hätten.

                   Im „Fränkischen Kurier” las man am 11.November 1938 die folgenden Zeilen:

... löste in Nürnberg und Fürth, wie im ganzen Reiche, die stärkste Erregung der gesamten Bevölkerung aus. Diese Empörung steigerte sich im Laufe des Abends und der Nacht zu Aktionen gegen die in Nürnberg und Fürth wohnenden Juden. Die Synagoge der Essenweinstraße in Nürnberg und die Synagoge in Fürth wurden in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag in Brand gesteckt. Die beiden Synagogen sind im Innern völlig ausgebrannt; die sofort herbeigeeilte Feuerwehr verhinderte jede Ausdehnung des Brandes. Die Judengeschäfte wurden demoliert, die Scheiben wurden eingeschlagen und der Inhalt der Läden wurde durcheinandergeworfen. Zu Plünderungen ist es nirgends gekommen. Noch jetzt liegen die Waren zerstreut in den jüdischen Geschäften ... Den ganzen Donnerstag über herrschte in der Innenstadt Nürnbergs und Fürths lebhafte Bewegung unter der Bevölkerung, die immer wieder ihrer Empörung über den jüdischen Meuchelmord lauten Ausdruck gab. ...

Auch die 1902 errichtete Synagoge der orthodoxen jüdischen Minderheit „Adat Jisrael” in der Essenweinstraße wurde in der „Reichskristallnacht“ zerstört. Der SA-Obergruppenführer Obernitz hatte seinen SA-Männern befohlen, die Inneneinrichtung zu zertrümmern und anschließend das Gebäude anzuzünden. Die Feuerwehr schützte nur die Nachbarhäuser. Bereits kurze Zeit später wurde das Gebäude auf Anordnung des Nürnberger Oberbürgermeisters endgültig abgerissen.

Ausgebrannte Synagoge in der Essensweinstr. (Aufn. Nov. 1938, Stadtarchiv)

Im Zusammenhang der Terrormaßnahmen des November 1938 wurden in Nürnberg und Fürth fast 200 männliche Juden verhaftet, ins Polizeigefängnis und einen Tag später ins KZ Dachau eingewiesen; Anfang Dezember 1938 kamen sie wieder frei. - In den folgenden Monaten setzten nun verstärkt „Arisierungen“ jüdischer Geschäfte und Unternehmen ein; Folge war eine starke Abwanderung der Juden ins Ausland; die meisten emigrierten in die USA, nach Großbritannien oder gingen nach Palästina. Eine der größten Profiteure dieser „Arisierungsmaßnahmen“ war Julius Streicher.

Um die Situation der noch in Nürnberg verbliebenen Juden einigermaßen erträglich zu gestalten, gab die Israelitische Kultusgemeinde Nürnberg im Herbst 1941 ein Blatt mit Verhaltensregeln für ihre Mitglieder heraus; darin hieß es u.a.:

-- Zeige Dich in der Öffentlichkeit so wenig wie möglich !

-- Suche Dein Ziel schnellstens auf dem kürzesten Wege zu erreichen unter möglichster Vermeidung der Hauptverkehrszeiten !

-- Gehe nach Möglichkeit nur allein, höchstens zu zweien, auf der Straße !

-- Bleibe nicht an Schaufenstern stehen ! Beschränke Deine Einkäufe auf die notwendigen Fälle !

-- Gehe in deinem eigensten Interesse so unauffällig wie nur möglich gekleidet !

Die Nürnberger Juden lebten vor ihrer Auswanderung bzw. Deportation vor allem im Stadtzentrum, in der Nordstadt, in der Südstadt um die Landgrabenstraße und in Gostenhof. Unmittelbar vor ihrer Deportation wurden die Nürnberger Juden zusammen mit den Juden aus dem gesamten fränkischen Raum in einem Durchgangslager im Stadtteil Langwasser zusammengetrieben.

Anm.: Dieses Lager war in den 1920er Jahren als Übergangsheim für obdachlose Familien errichtet worden; Mitte der 1930er Jahre diente es als Unterkunft für Teilnehmer der Reichsparteitage. Nach 1945 wurde es zunächst als US-Internierungslager für Deutsche, danach als Unterkunft für DPs und Flüchtlinge benutzt, ehe es im Jahre 1954 aufgelöst wurde.

Am 31.10.1941 erließ Himmler an die Staatspolizeistelle Nürnberg-Fürth den Befehl, 1.000 Juden aus dem fränkischen Raum „zwecks Aussiedlung zu erfassen und mittels Transportzuges auf Marsch zu setzen.” Die Gesamtleitung dieser ‚Aktion’ hatte der Nürnberger Polizeipräsident Dr. Benno Martin inne; mit der organisatorischen Durchführung wurden der dortige Judenreferent, Kriminalrat, Dr. Grafenberger, beauftragt. Über das Sammellager Nürnberg-Langwasser wurden die Betroffenen ins Ghetto Riga deportiert.

Deportationen Nürnberger Juden:

Transport       nach                betroffene Personen

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29.11.1941     Riga                       512 (17 Überlebende)

25.03.1942     Izbica (Kreis Lublin)      426

24.04.1942     Krasnicyn (Kreis Lublin)    23

10.09.1942     Theresienstadt             533

18.06.1943     Theresienstadt              14

18.06.1943     Auschwitz                   16

17.01.1944     Theresienstadt              10

Inhaftierte und in KZ Verschleppte         67

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                                        1.631

(aus: Hermann Froschauer/Renate Geyer, Quellen des Hasses - Aus dem Archiv des „Stürmer”. Eine Ausstellung des Stadtarchivs Nürnberg 1988/1989, S.78)

           Vor der Deportation (Aufn. 1942, aus: bildungswerk-ks.de/izbica)

Mehr als 1.600 jüdische Bürger Nürnbergs fielen dem Holocaust zum Opfer; nur ca. 40 konnten das Kriegsende in der Stadt erleben.

 

Sehr wenige der Überlebenden aus den Ghettos/Lagern kehrten nach 1945 nach Nürnberg zurück; diese gründeten eine neue Israelitische Kultusgemeinde; ihr vorläufiges Domizil hatte diese im ehemaligen Heim jüdischer Krankenschwestern in der Wielandstraße.

1954 gehörten der neuen Gemeinde knapp 200 Mitglieder an; 1970 war sie auf etwa 270, Anfang der 1990er Jahre auf mehr als 700 Personen angewachsen; 2005 umfasste die jüdische Gemeinde etwa 1.400 Angehörige.

1984 wurde das neue Gemeindezentrum in der Johann-Priem-Straße seiner Bestimmung übergeben. Es besteht aus einem Altenheim, einer Synagoge und Verwaltungsräumen.Im Innern ist eine Gedenktafel angebracht, die folgende Worte trägt:

Wir wollen immer in Verehrung und Trauerder 6 Millionen Opfer jüdischen Glaubens gedenken,

unter denen sich ca. 1700 Mitglieder der Nürnberger Gemeinde befinden,

die aus Rassenhaß von 1933 - 1945 ihr Leben lassen mußten.

Isr. Kultusgemeinde Nürnberg

Seit Ende der 1980er Jahre ist in der Synagoge der sog. „Judenstein“ zu sehen; es ist ein aus Sandstein gemeißelter Aufsatz des Thoraschreines, der aus spätmittelalterlicher Zeit stammt und über die Jahrhunderte hinweg gerettet wurde.

     Der „Judenstein“

An der Ostseite des Hans-Sachs-Platzes erinnert seit 1971 ein Mahnmal an die ehemalige Nürnberger Hauptsynagoge; die Inschrift lautet:

An dieser Stelle stand die im Jahre 1874 fertiggestellte und im maurischen Stil erbaute Nürnberger Hauptsynagoge.

Noch vor der Kristallnacht wurde sie am 10.8.1938 von den NS-Machthabern zerstört und abgetragen.

Nahe dem Synagogendenkmal wurde 2001 eine Gedenktafel angebracht, die an die Ermordung von Leo Katzenberger erinnert; der 1942 wegen Verstoßes gegen die „Volksschädlingsverordnung“ zum Tode Verurteilte war der letzte Vorsitzende der Israelitischen Kultusgemeinde Nürnbergs.

Gegenüber dem Standort der ehemaligen Synagoge der orthodoxen Minderheit in der Essenweinstraße steht ebenfalls ein Mahnmal.

              (Aufn. aus: bauzeugen.de/denkmaeler)

Unter einer Abbildung der Synagogenfront trägt der Gedenkstein die folgende Inschrift:

Gegenüber stand die 1903 gebaute Synagoge Adas Jisroel.

Die Synagoge wurde von den Nationalsozialisten in der Pogromnacht vom 9./10.November 1938 zerstört.

Im Ostchor der Nürnberger Frauenkirche ist ein bronzener Davidstern in den Boden eingelassen, der an den Pogrom des Jahres 1349 erinnert; damals wurde an dieser Stelle die hier befindliche Synagoge zerstört.

Zur Erinnerung an das jüdische Altersheim „Schwarz’sche Versorgungsanstalt“ wurde 2010 in der Johannisstraße 17 eine Gedenktafel enthüllt.

Die Zahl der in Nürnberg verlegten sog. "Stolpersteine" ist bislang - verglichen mit den meisten anderen Großstädten - noch relativ gering; verlegt wurden diese Steine - beginnend im Jahre 2004 - auf Grund privater Initiative. Insgesamt findet man im Stadtgebiet etwa 110 Gedenktäfelchen (Stand 2020), die die Erinnerung an ehemalige jüdische Bürger und andere Verfolgte des Nazi-Regimes wachhalten sollen.

              verlegt in der Merkelsgasse (Aufn. Freud, 2008, aus: wikipedia.org, CC BY-SA 3.0)


Abb. Gabriele Cervenka, aus: laberladen.com/tag/nuernberg/

Als Gegenmodell zu den in Nürnberg recht umstrittenen „Stolpersteinen“ entstehen derzeit (2019) im Stadtteil Gostenhof neue Ansätze einer Erinnerungskultur, die auf eine “Briefkastenaktion“ setzt: Man klebt ein Namensschild auf den Briefkasten, das mit dem Personendaten eines aus dem Stadtteil Gostenhof emigrierten oder deportierten jüdischen Bürgers beschriftet ist.

In Nürnberg bestehen weiterhin zwei jüdische Friedhöfe; der alte Friedhof in der Bärenschanzstraße wurde im Krieg stark beschädigt; auch der neue Friedhof an der Schnieglingerstraße mit seinen etwa 3.000 Gräbern wurde in Mitleidenschaft gezogen.

Bei Renovierungsarbeiten am Sebalder Pfarrhof (2019) wurde ein im Eingangsbereich verborgener jüdischer Grabstein aus dem Jahre 1334 freigelegt. Der einer Nürnberger Jüdin zugeschriebene Stein stammt vom zerstörten jüdischen Friedhof der Nürnberger Altstadt.

Im Frühjahr 2006 wurde in Nürnberg das Zentrum für jüdische Geschichte und Kultur eröffnet, das von dem „Forum für jüdische Geschichte und Kultur e.V.” getragen wird.

Die derzeit etwa 2.000 Personen zählende jüdische Gemeinde konnte 2016 den Neubau ihres Gemeindezentrums in der Johann-Priem-Straße einweihen.

                                            Bildergebnis für nürnberg jüdisches gemeindezentrum priem Straße 2016 Synagogenraum im Gemeindezentrum (Aufn. aus: ikg-nuernberg.de)

 

In der südlich von Nürnberg gelegenen Ortschaft Roth bestand bis Mitte der 1930er Jahre eine israelitische Gemeinde, deren Wurzeln vermutlich im ausgehenden 17.Jahrhundert liegen. Von dem 1737 erbauten Synagogengebäude sind noch einige Mauerreste erhalten geblieben. [vgl.  Roth (Bayern)]

 

In Rückersdorf - etwa fünf Kilometer östlich von Nürnberg gelegen – gab es vermutlich bis Anfang der 1930er Jahre eine kleine jüdische Gemeinde. Die wenigen verbliebenen jüdischen Bewohner schlossen sich danach der Nürnberger Kultusgemeinde an. Gesicherte Erkenntnisse über die Historie der kleinen israelitischen Gemeinde sind allerdings nicht vorhanden; doch steht zweifelsfrei fest, dass im Ort jüdische Familien gelebt haben.

 

Auch in Behringersdorf – ca. zwei Kilometer östlich von Nürnberg-Erlenstegen (heute zur Kommune Schwaig gehörig) – sind keine gesicherten Angaben zur dortigen jüdischen Gemeinschaft vorhanden. Möglicherweise handelte es sich hier auch nur um eine sehr begrenzte Zahl jüdischer Familien, die keinen Minjan stellen konnten. Die bekannteste jüdische Familie in Behringersdorf war die von Konsul Reitzenstein (auch: Reizenstein), die in der Laufer Straße wohnte. Auf Grund heftiger Anfeindungen durch die Nationalsozialisten emigrierte die Familie in die USA.

 

Weitere Informationen:

Früheste Beschreibungen der Geschichte der Juden in Nürnberg und Fürth sind den Büchern von Andreas Wülfel zu entnehmen, der im 18.Jahrhundert gelebt hat.

Hans C. B. Briegleb, Die Ausweisung der Juden von Nürnberg im Jahre 1499, Leipzig 1868

Hugo Barbeck, Geschichte der Juden in Nürnberg und Fürth. Auf Grund des vorhandenen gedruckten Materials, der in den königlichen Archiven zu Nürnberg und Bamberg befindlichen Akten und Urkunden, der Archivalien im Cultusgemeindebesitz ... und bis auf die Neuzeit ergänzt, Nürnberg 1878

Bernhard Ziemlich, Die Israelitische Kultusgemeinde Nürnberg von ihrem Entstehen bis zur Einweihung der Synagoge, Nürnberg 1900

Adolf Eckstein, Der Kampf der Juden um ihre Emanzipation in Bayern, Fürth 1905

Max Freudenthal, Die Israelitische Kultusgemeinde Nürnberg 1874 - 1924, Nürnberg 1925

Stefan Schwarz, Die Juden in Bayern im Wandel der Zeiten, Olzog-Verlag, München/Wien 1963 (Taschenbuchausgabe München 1980)

A. Müller/G. Hirschmann, Schicksal jüdischer Mitbürger in Nürnberg 1850 - 1945. Ausstellungskatalog mit Dokumentation, hrg. vom Stadtarchiv Nürnberg, Nürnberg 1965

Germania Judaica, Band II/2, Tübingen 1968, S. 598 – 613 und Band III/2, Tübingen 1995, S. 1001 - 1044

Arnd Müller, Geschichte der Juden in Nürnberg 1146 - 1945 - Beiträge zur Geschichte und Kultur der Stadt Nürnberg, Selbstverlag der Stadtbibliothek Nürnberg, Nürnberg 1968, S. 9 - 137

Utho Grieser, Himmlers Mann in Nürnberg: Der Fall Benno Martin, Nürnberg 1974

Rudolf Endres, Geschichte der jüdischen Gemeinde Nürnberg-Fürth im 19. und 20.Jahrhundert, in: "‘frankenland’ - Zeitschrift für Fränkische Landeskunde u. Kulturpflege (Sondernummer)", Würzburg 1978, S. 23 - 31

Baruch Z. Ophir/Falk Wiesemann, Die jüdischen Gemeinden in Bayern 1918 - 1945. Geschichte und Zerstörung, Oldenbourg-Verlag, München/Wien 1979, S. 203 - 217

Helmut Eschwege, Die Synagoge in der deutschen Geschichte - Eine Dokumentation, VEB Verlag der Kunst Dresden 1980, S. 126/127

Michael Toch, Die soziale und demographische Struktur der jüdischen Gemeinde Nürnbergs im Jahre 1489, in: J.Schneider (Hrg.), Wirtschaftskräfte und Wirtschaftswege. Festschrift für Hermann Kellenbenz, Stuttgart 1981, S. 79 - 91

Harold Hammer-Schenk, Synagogen in Deutschland. Geschichte einer Baugattung im 19. u. 20.Jahrhundert, Hans Christians Verlag, Hamburg 1981, Teil 1, S. 318 f. und Teil 2, Abb. 228 - 230

Karl Kohn, Die Lage des Nürnberger Judenfriedhofs im Mittelalter, in: "Mitteilungen des Vereins für Geschichte der Stadt Nürnberg", 70/1983, S. 13 - 27

Robert Fritsch, Nürnberg unterm Hakenkreuz im Dritten Reich 1933 - 1939, Droste-Verlag, Düsseldorf 1983

Stadtarchiv Nürnberg (Hrg.), Schicksal jüdischer Mitbürger in Nürnberg 1933 - 1945. Eine Dokumentation, Nürnberg 1985

Erich Kuby, Als Polen deutsch war 1939 - 1945, München 1986, S. 217 f.

Siegfried Zelnhefer, Blutiger Leidensweg, in: Friedrich Kraft (Hrg.), Kristallnacht in Bayern - Judenpogrom am 9.Nov.1938 - eine Dokumentation, Claudius-Verlag, Ingolstadt 1988, S. 46 f.

K. Ulshöfer, Zur Situation der Juden im mittelalterlichen Nürnberg, in: M.Treml/J.Kirmeier (Hrg.), Geschichte und Kultur der Juden in Bayern - Aufsätze, Haus der Bayrischen Geschichte, München 1988

Michael Eissenhauer, Die Nürnberger Synagoge von 1874. Zwischen Emanzipation und Assimilation, in: M.Treml/J.Kirmeier (Hrg.), Geschichte und Kultur der Juden in Bayern. Aufsätze, Haus der Bayrischen Geschichte, München 1988, S. 353 ff.

Christoph Daxelmüller, Jüdische Kultur in Franken, Echter Verlag, Würzburg, 1988

Alfred Eckert/Hermann Rusam, Geschichte der Juden in Nürnberg und Mittelfranken, Hrg. Pädagogisches Institut, Nürnberg 1988

Hans-Peter Schwarz (Hrg.), Die Architektur der Synagoge. Ausstellungskatalog Dt. Architekturmuseum Frankfurt/M., Frankfurt/M. 1988, S. 228 ff. und S. 336/337

Bernward Deneke (Hrg.), Siehe der Stein schreit aus der Mauer - Geschichte und Kultur der Juden in Bayern. Katalog zur Ausstellung 1988/89, Germanisches Nationalmuseum Nürnberg, 1988

Hermann Froschauer/Renate Geyer, Quellen des Hasses - Aus dem Archiv des “Stürmer”. Eine Ausstellung des Stadtarchivs Nürnberg 1988/1989

Ausstellung des Landeskirchlichen Archivs, ... wo ist dein Bruder Abel ? 50 Jahre Novemberpogrom. Christen und Juden in Bayern in unserem Jahrhundert, Selbstverlag Landeskirchliches Archiv, Nürnberg 1988

Israel Schwierz, Steinerne Zeugnisse jüdischen Lebens in Bayern - Eine Dokumentation, Hrg. Bayrische Landeszentrale für politische Bildungsarbeit, 2.Aufl., München 1992, S. 177 f.

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Gedenkstätten für die Opfer des Nationalsozialismus - Eine Dokumentation, Hrg. Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn 1995, S. 179 f.

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Gerhard Jochem/Ulrike Kettner, Gedenkbuch für die Nürnberger Opfer der Schoa, in: "Quellen zur Geschichte und Kultur der Stadt Nürnberg 29", Verlag Edelmann, Nürnberg 1998

Jim G. Tobias, Orte der Erinnerung und der Verfolgung. Ein Stadtführer, hrg. vom Bildungszentrum und Stadtarchiv der Stadt Nürnberg, 1998

Hermann Rusam, Die Geschichte der jüdischen Gemeinde Nürnbergs ab 1850, Nürnberg 1998

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Synagogen in Deutschland - Eine virtuelle Rekonstruktion. Ausstellung der TU Darmstadt, Fachgebiet CAD in der Architektur, Bonn Mai/Okt. 2000

Leibl Rosenberg, Spuren und Fragmente. Jüdische Bücher, jüdische Schicksale in Nürnberg. Gemeinsame Ausstellung der Israelitischen Kultusgemeinde Nürnberg und der Stadtbibliothek Nürnberg zum Stadtjubiläum 950 Jahre Nürnberg (April 2000 bis Juli 2000), Nürnberg 2000

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N.N. (Red.), Neues Gemeindezentrum eröffnet, in: „Jüdische Allgemeine“ vom 3.7.2016

Gabriele Cervenka (Bearb.), Stolpersteine in Nürnberg: Namen und Standorte und die Geschichten dahinter, online abrufbar unter: laberladen.com/tag/nuernberg/6  (Anm. detaillierte Darstellung: Personendaten, Verlegedatum + Abbildungen der einzelnen Stolpersteine)

Timo Lechner (Red.), 700 Jahre alter jüdischer Grabstein in Nürnberger Pfarrhof entdeckt, in: Sonntagsblatt 360° evangelisch“ vom 5.8.2019

Daniel Schneider (Red.), Spuren des Hasses statt prächtiger Schätze, in: „Sonntagsblatt 360° evangelisch“ vom 5.8.2019

Roland Rosenbauer (Red.), Nürnberger Projekt erinnert mit Briefkastenschildern an ehemalighe jüdische Hausbewohner, in: „Sonntagsblatt 360° evangelisch“ vom 12.8.2019

Ulrike Lefherz (Red.), Schachtel statt Stolpersteine in Gostenhof, in: Bayrischer Rundfunk vom 28.8.2019

N.N. (Red.), Neue Stolpersteine für Nazi-Opfer in Nürnberg, in: BR24 vom 16.7.2020