Köln/Rhein (Nordrhein-Westfalen)

Bildergebnis für Köln karte postleitzahl  Köln ist mit derzeit mehr als einer Million Einwohner die bevölkerungsreichste Stadt von Nordrhein-Westfalen; sie ist damit nach Berlin, Hamburg und München die viertgrößte innerhalb der Bundesrepublik Deutschland (Karten aus: suche-postleitzahl.org und TUBS, 2010, aus: wikipedia.org, CC BY-SA 2.0).

Die jüdische Gemeinde von Köln war im Mittelalter die älteste und eine der bedeutendsten auf deutschem Boden. Zur Zeit der Weimarer Republik war die Jüdische Gemeinde Köln die fünftgrößte Deutschlands.

Ob es in der spätantiken Colonia Agrippinensis bereits eine jüdische Gemeinde gegeben hat, ist umstritten. Jüngste Grabungen im ehemaligen Kölner Judenviertel lassen nun die berechtigte Annahme zu, dass es in Köln in der römischen Zeit eine größere wohlhabende jüdische Gemeinde gegeben hat. Der erste schriftliche Nachweis für die Existenz einer jüdischen Bevölkerung ist eine Urkunde des Kaisers Konstantin aus dem Jahre 321; in diesem Dekret hieß es:

             

An den Rat der Stadt Köln. Allen Behörden gestatten wir durch allgemeines Gesetz, die Juden in den Stadtrat zu berufen. Damit ihnen aber eine gewisse Entschädigung für die frühere Regelung verbleibe, lassen Wir es zu, daß immer zwei oder drei das Vorrecht genießen sollen, durch keinerlei Berufung in Anspruch genommen zu werden.

Unbekannt ist, ob sich Juden in den folgenden Jahrhunderten in Köln ansiedelten durften. Erst als sich das Fränkische Reich nach Osten ausweitete, haben sich erneut jüdische Gemeinden am Rhein gebildet, so auch eine in Köln. Eine Lebensbeschreibung des Erzbischofs Anno („Vita Annonis Anno“) aus dem Jahre 1075 gibt wieder einen Hinweis auf eine jüdische Gemeinde in der Stadt; erstmals urkundlich erwähnt wurde das Judenviertel im Jahre 1091. Bei den Pogromen während des Ersten Kreuzzuges (1096-1099) wurde das Judenviertel und die um 1000 errichtete Synagoge zerstört; der Kölner Erzbischof hatte versucht, die Juden vor den marodierenden Horden in umliegenden Dörfern in Sicherheit zu bringen; doch die allermeisten wurden von Kreuzfahrern und von der Landbevölkerung umgebracht. Wenige Jahrzehnte später gab es in Köln erneut eine jüdische Gemeinde; ihre Angehörigen - Händler und Bankiers - besaßen im Wirtschaftsleben der Stadt und der Region eine wichtige Funktion. Ab Mitte des 13.Jahrhunderts ging das Judenregal für die Stadt auf den Kölner Erzbischof über: Er stellte Schutzbriefe aus und übte die höhere Gerichtsbarkeit aus. Im Jahre 1266 erteilte der Erzbischof Engelbert II. den Juden das Privileg zur ungehinderten Bestattung ihrer Toten vor der südlichen Stadtmauer.

Das in Stein gemeißelte Judenprivileg (Aufn. Willy Horsch, aus: wikipedia.org, CC BY 3.0)

Mikwe in Köln, erbaut um 1170 (Aufn. W. Horsch, 2004, aus: wikipedia.org, CC BY-SA 4.0)

Um 1240 wurde vermutlich in Köln der sog. "Amsterdamer Machsor" (auch "Großer Machsor") gefertigt; diese aufwändig gestaltete Handschrift gehört zu den ältesten ihres Genre im deutschsprachigen Raum. 2017 wurde der Machsor für vier Millionen Euro vom Landschaftsverband Rheinland und dem Jüdischen Museum Amsterdam erworben; künftig wird diese Rarität - abwechselnd in Köln und Amsterdam - der Öffentlichkeit gezeigt.

Abb. aus: wikipedia.org, CCO

Um 1340 erfuhr das mittelalterliche Judenviertel seine größte Ausdehnung; es umfasste ca. 70 Häuser; die vier Straßen, die ins jüdische Wohnviertel führten, wurden durch Pforten verschlossen. Bis zum Beginn des 14.Jahrhunderts erlebte die jüdische Gemeinde in Köln ihre Blütezeit; Ausdruck war ein Synagogen-Neubau, zu dem auch eine Mikwe, eine Talmudschule, ein Spital, eine Herberge u.a. gehörten. Die Leitung und Vertretung der Gemeinde lag in den Händen des Judenrates, an dessen Spitze der Judenbischof stand.

Während der Pestpogrome vom August 1349 (sog. „Kölner Bartholomäusnacht“) wurde die gesamte jüdische Gemeinde ausgelöscht: alle Bewohner des Kölner Judenviertels wurden vom Pöbel erschlagen, ihre Wohnungen geplündert und teilweise zerstört, die Synagoge dem Erdboden gleichgemacht. Der Pogrom soll mehrere Wochen angedauert haben. Dem Erzbischof fiel zumeist der verwaiste jüdische Besitz zu. Doch schon drei Jahrzehnte später zogen allmählich wieder Juden zu; offiziell wurde ihre Ansiedlung 1372 von der Stadt Köln zugelassen. In den folgenden Jahrzehnten entwickelte sich in Köln die bedeutendste Judengemeinde im Niederrhein-Gebiet.

Aus der Kölner „Judenordnung“ aus dem Jahre 1404:

„ ... Juden und Jüdinnen, jung und alt, die in Köln wohnen oder die fremd dahin kommen, sollen solche Kleidung tragen, daß man sie als Juden erkennen kann, und zwar in folgender Weise:

Ärmel sollen sie an ihren Überwürfen und Röcken tragen, nicht weiter als eine halbe Elle.  Die Kragen an Röcken und Kapuzen dürfen nicht breiter als einen Finger sein. An ihren Kleidern darf keine Pelzfütterung gesehen werden, ...  Sie dürfen keine geschnürten Kleider oben tragen mit Schnüren oder Riemen, es sei denn an den Armen oder vorne zu.  ... Sie dürfen keine Überhänge und Kapuzen tragen, die gänzlich geschlossen oder zu beiden Seiten offen sind; sie müssen lange Überhänge tragen, die zum mindesten eine Handbreit von der Erde ab gehen. ... Sie sollen keine grauen Schuhe tragen, weder innen noch außen grau.  Über dem Ohrläppchen dürfen sie sich nicht scheren lassen, es sei denn, daß einige sich das Haar ganz scheren lassen. ... Kein jüdisches Mädchen darf einen Kopfschmuck tragen, der mehr als sechs Gulden wert ist; ... Die jüdischen Frauen dürfen werktags keine Ringe tragen, deren Gewicht das von drei Goldgulden übersteigt; ...“

Zu Beginn des 15.Jahrhunderts wurden die Schutzbriefe der Juden Kölns nicht mehr verlängert; so mussten die jüdischen Bewohner 1424/1425 „auf ewige Zeiten“ die Stadt verlassen. Begründet wurde ihre Ausweisung damit, dass sie durch Wucher zur Verarmung der Kölner Bevölkerung beigetragen und die dadurch bedingte Ausbreitung von Diebstahl, Raub und Prostitution zu verantworten hätten. Die mittelalterliche Synagoge wurde zur Ratskapelle umgewandelt. Der Großteil der aus der Domstadt Vertriebenen ließen sich auf der gegenüberliegenden Rheinseite in Deutz nieder. Deutz wurde nun zur Hauptgemeinde des Erzstifts.

[vgl. Deutz (Nordrhein-Westfalen)]          

                       Stadtplan von Köln um 1800 (Abb. aus: wikipedia.org, gemeinfrei)
Bis zur französischen Besatzungszeit durften sich Juden nicht in Köln niederlassen, konnten sich aber für wenige Tage - unter strengen Auflagen des Magistrats - in der Stadt aufhalten. 1797 wurde das Niederlassungsverbot für Juden in Köln aufgehoben; vier Jahre später gründeten 18 Familien die erste Kölner Gemeinde der Neuzeit. Knapp zehn Jahre später setzte sich diese bereits aus 124 Personen zusammen. 1853 wurde festgelegt, dass alle jüdischen Einwohner der Stadt Köln sowie der Gemeindebezirke Longerich, Müngersdorf und Rondorf eine Synagogengemeinde bilden.

Nachdem die um 1810 eingerichtete kleine Synagoge nicht mehr den Ansprüchen genügte und zudem baufällig geworden war, ließ die rasch anwachsende Kultusgemeinde nach Plänen des Dombaumeisters Ernst Zwirner eine große Synagoge in der Glockengasse errichten. 1857 wurde der Grundstein gelegt, 1861 der Bau eingeweiht.


Synagoge Glockengasse - Lithographien nach Zeichnungen von Peter Parrit (Abb. aus: wikipedia.org, gemeinfrei)

Mit der stark wachsenden jüdischen Bevölkerung verlagerten sich auch die Wohnsitze der Juden in die Kölner Neustadt; deswegen entschloss sich die Gemeinde zum Bau einer zweiten Hauptsynagoge in der Roonstraße - am damaligen Königsplatz, heutigen Rathenauplatz. Die monumentale Synagoge wurde nach vierjähriger Bauzeit im März 1899 eingeweiht und bildete den religiösen Mittelpunkt der liberal-jüdischen Gemeinde; sie bot 800 Männern und 600 Frauen Platz.

  Synagoge in der Roonstraße (Königsplatz) (Zeichnung aus dem Jahre der Einweihung)

Langjähriger Rabbiner in Köln war Abraham Salomon Frank (geb. 1838 in Oud-Beijerland/Niederlande), der nach seiner Ausbildung am Jüdisch-Theologischen Seminar u. Universität Breslau bzw. Leipzig von 1867 bis 1872 als Rabbiner der jüdischen Gemeinde Saaz/Nordböhmen amtierte; danach wechselte er kurzzeitig nach Linz, anschließend nach Salzburg. Im Jahre 1876 trat er das Rabbinat in Köln an, das er bis zu seinem Tod inne hatte (1917). Als Mittler zwischen orthodoxen und liberalen Juden erhielt er allseits Anerkennung; auch sein ausgesprochenes Engagement auf sozialem Gebiet prägte sein Wirken, das weit über Köln hinaus ausstrahlte. Abraham Salon Frank starb 1917 an seiner Wirkungsstätte Köln; auf dem jüdischen Friedhof in Köln-Bocklemünd findet man sein Ehrengrab.

Ihm folgte Adolf Kober (geb. 1879 in Beuthen/Oberschlesien) nach, der nach seiner Ausbildung am Jüdisch-Theologischen Seminar in Breslau und an der dortigen Universität im Jahre 1903 promovierte. Die Rabbiner-Ordination erlangte Kober 1907 und wurde ein Jahr später zum Bezirksrabbiner in Wiesbaden ernannt. Nach zehnjähriger Tätigkeit übernahm er in Köln die Stelle eines Gemeinderabbiners. Neben seiner Amtstätigkeit widmete sich Adolf Kober in seinen Publikationen der Geschichte der rheinischen Juden. 1939 ging er in die Emigration in die USA und wirkte dort bis zu seinem Tode (1958) als Rabbiner und Historiker.

1863 schlossen sich die streng orthodoxen Juden Kölns zu einer eigenen Kultusgemeinschaft zusammen, die sich 1906 als Gemeinde „Adass Jeschurun” unter Führung von David Carlebach von der Muttergemeinde separierte. Ihre 1884 eingeweihte Synagoge lag in der St. Apernstraße; es war ein schlichter Backsteinbau im maurisch-neoislamischen Stile mit Platz für ca. 160 Männer und 80 Frauen. Im Keller des Gebäudes war eine Mikwe eingerichtet.

1888 wurde in Köln die sog. „Rheinland-Loge” gegründet, die das jüdische Bewusstsein stärken und die praktische Nächstenliebe pflegen wollte: So wurden von der Loge u.a. Kinderhorte, Wohlfahrtseinrichtungen, Wanderbibliotheken finanziert und unterhalten. Seit 1902 besaß die Loge in der Cäcilienstraße ihr Domizil. Auch der erste jüdische Jugendverein in Köln bildete sich auf Initiative der „Rheinland-Loge” (1903).

Der alte jüdische Friedhof in Köln-Raderberg - vor dem Severinstor am „Judenbüchel“ - wurde erstmals gegen Mitte des 12.Jahrhunderts erwähnt; das im Besitz der Probstei von St. Severin befindliche Gelände war den Juden gegen Zahlung einer jährlichen Pacht zur Verfügung gestellt worden. Im Gefolge der Pestpogrome wurde der „Judenbüchel“ 1349 zerstört, die Grabsteine als Baumaterial zweckentfremdet. Etwa 25 Jahre später wurde diese Begräbnisstätte dann erneut genutzt (bis ins 17.Jahrhundert).

Anmerkung: Dieses Gelände wurde im Mittelalter auch als Hinrichtungsstätte benutzt. - Bei Tiefbauarbeiten wurde 1922 der aus dem Mittelalter stammende Friedhof wieder freigelegt, die aufgefundenen Gebeine auf den Friedhof in Bocklemünd umgebettet. Mitte der 1930er Jahre wurden schließlich die Reste des alten jüdischen Friedhofes völlig aufgelassen und in den folgenden Jahren mit dem neuen Kölner Großmarkt überbaut. Heute erinnert eine Gedenktafel am Haupttor des Großmarktes an diesen mittelalterlichen jüdischen Friedhof.

Der älteste erhaltene jüdische Friedhof auf Kölner Stadtgebiet liegt in Deutz; er wurde seit 1699 genutzt und mehrfach erweitert. Nach Wiederzulassung jüdischer Bewohner in Köln diente das Gelände bis 1918 als Begräbnisstätte für verstorbene Juden der Domstadt. Der neue Friedhof wurde gegen Ende des Ersten Weltkrieges in Bocklemünd an der Venloer Straße angelegt; auf dem Areal wurden auch die 1927 auf dem Gelände des mittelalterlichen Judenfriedhofs bei Grabungen entdeckten Gebeinreste beigesetzt. Mit ca. 5.000 Grabstellen und einer großen Anzahl an historisch und künstlerisch wertvollen Grabdenkmälern ist es der größte jüdische Friedhof in Köln. 1929/1930 wurde hier nach Plänen des Architekten Robert Stern eine Trauerhalle im Stile des Neoklassizismus errichtet.

 Gräber - neuer Friedhof (Aufn. S., 2007, aus: wikipedia.org, CC BY-SA 3.0)

Trauerhalle (Aufn. S., 2017, aus: wikipedia.org, CC BY-SA 4.0)  

Juden in Köln:

    --- 1135 ...............................    290 Juden,*      * geschätzte Angaben

    --- 1235 ...............................    500   “  ,*

    --- um 1300 ............................    600   “  ,*

    --- 1806 ...............................    124   “  ,

    --- 1816 ...............................    150   “  ,

    --- 1840 ...............................    615   “  ,

    --- 1849 ...............................  1.286   “  ,

    --- 1852 ...............................  1.531   “  (1,5% d. Bevölk.)

    --- 1861 ...............................  2.622   “  ,

    --- 1872 ...............................  3.172   “  ,

    --- 1880 ...............................  4.532   “  (ca. 3% d. Bevölk.),

    --- 1890 ...............................  6.858   “  ,

    --- 1905 ............................... 11.035   “  ,

    --- 1910 ............................... 12.156   “  (2,4% d. Bevölk.),

    --- 1925 ............................... 16.093   “  ,

    --- 1933 (Jan.) .................... ca. 17.600   “  ,

    --- 1937 ............................... 13.054   “  ,

    --- 1939 ........................... ca.  8.000   “  ,

    --- 1946 ...............................    437   “  ,

    --- 1950 ...............................    511   “  ,

    --- 1991 ........................... ca.  1.200   “  ,

    --- 1997 ........................... ca.  3.000   “  .

Angaben aus: Elfi Pracht, Jüdisches Kulturerbe in Nordrhein-Westfalen, Teil I: Reg.bez. Köln, S. 245

Im 19. und frühen 20.Jahrhundert wuchs die jüdische Gemeinde in Köln rasch an. Die Domstadt war damals Standort zahlreicher bedeutender kultureller und sozialer Einrichtungen; ebenfalls befand sich in Köln der Sitz der Zionistischen Weltvereinigung.

 David Wolffsohn - 1856 in Dorbiany (Gouvernement Kowno) als Sohn eines Lehrers geboren - verlegte 1888 seinen Firmensitz nach Köln, ließ sich selbst auch dort nieder und wurde sehr vermögend. In Köln schloss er sich der „Chowew-Zion-Bewegung“ an und gründete 1893 gemeinsam mit Max Isidor Bodenheimer den „Kölner Verein zur Förderung von Ackerbau und Handwerk in Palästina“ sowie 1894 die „Jüdisch-nationale Vereinigung“. Er war nach Th. Herzl zweiter Vorsitzender des Zionistischen Weltkongresses. 1914 verstarb er. Sein Grab befand sich bis 1952 in Köln, bis seine sterblichen Überreste nach Jerusalem überführt wurden, wo er neben Th. Herzl seine Ruhestätte fand.

  Max Isidor Bodenheimer (geb. 1856 in Stuttgart) war ebenfalls Vorkämpfer der zionistischen Idee und arbeitete jahrzehntelang für den Zionistischen Weltkongress. 1933 emigrierte er in die Niederlande; von dort zwei Jahre später nach Palästina; 1940 starb Max Bodenheimer in Jerusalem. Heute erinnert in der Richmodstraße in Köln eine Gedenktafel an ihn.

  Isidor Caro wurde 1876 in Znin/Posen als Sohn einer jüdischen Gelehrtenfamilie geboren. Nach seiner Heirat lebte er in Köln, wo er und seine Frau sich intensiv seelsorgerischer Tätigkeit widmeten, so auch als Anstaltsgeistlicher für jüdische Strafgefangene. Geachtet von der jüdischen Gemeinde Köln übernahm Isidor Caro nach dem Tod des Gemeinderabbiners Ludwig Rosenthal dessen Amt (1938). Mit einem der ersten Transporte kam es Ehepaar Caro nach Theresienstadt; dort verstarb Isidor Caro 1943 an Unterernährung.

Am Vorabend des Ersten Weltkrieges lebten mehr als 12.000 Juden innerhalb der Stadtgrenzen von Köln; dies entsprach etwas mehr als 2% der Gesamtbevölkerung der Stadt. Unter ihnen bildeten die „Ostjuden“ einen Anteil von immerhin ca. 25%; damit war Köln - nach Berlin - eines der Zentren osteuropäischer jüdischer Immigranten, aber auch Zwischenstation auf ihrer Auswanderung in die USA. Nach der Volkszählung von 1925 lebten 16.093 Juden in Köln; damit lag Köln unter den deutschen Städten mit der höchsten jüdischen Bevölkerungsanzahl an fünfter Stelle. Die Zahl der Mitglieder der Synagogengemeinde erreichte sogar fast 20.000 Personen, weil ihr Einzugsgebiet über die Stadtgrenzen Kölns reichte.

Auf Kölner Stadtgebiet lag die größte öffentliche jüdische Volksschule in Deutschland: die Städtische Israelitische Volksschule in der Lützowstraße. Zur Zeit der NS-Machtübernahme 1933 besuchten etwa 800 Schüler diese Lehranstalt; mehr als die Hälfte der Schüler waren Kinder von „Ostjuden“, die zumeist aus sozial schwächeren Schichten kamen. Auch ein jüdisches Lehrerseminar existierte in der St. Apernstraße.

Wenige Wochen nach Ns-Machtübernahme 1933 veröffentlichte der Gemeinderabbiner Dr. Ludwig Rosenthal im Gemeindeblatt der Synagogengemeinde Köln folgende Zeilen:

„ Die neue Zeit hat begonnen, das Deutsche Reich ist aufgerichtet - für uns Juden haben sie den Einzug gehalten mit Schmälerung unseres bürgerlichen Rechts, Verletzung unserer persönlichen Würde, Einengung unserer religiösen Freiheit. Während alle die anderen mit wehenden Standarten hinausziehen in die Weite, ... bleibt den Juden nichts anderes übrig als die herbe Mahnung des Propheten: ‘Geh mein Volk, komm in deine Kammern, mach deine Türen hinter dir zu. Wart ab eine Weile, ob der Sturmbraus vorüberzieht’. ...”

Kaufhof historisch Das größte Kölner Kaufhaus - sog. Tietz-Ecke/Gürzenichstraße (hist. Aufn. um 1930)

Wie in fast allen deutschen Städten wurden am 1.April 1933 auch in Köln jüdische Geschäfte boykottiert und in der Folgezeit viele berufliche Existenzen zerstört.

                   Der „Westdeutsche Beobachter” berichtete in seiner Ausgabe am 3.April 1933:

Bereits lange vor der zehnten Morgenstunde des Samstags wälzte sich durch alle Straßen der Stadt eine ungeheure Menschenmenge, die die Stunde des Boykottbeginns aus nächster Nähe miterleben wollte. ... Mit billigsten Schleuderpreisen versuchten einige jüdische Geschäfte der Fleischwaren- und Lebensmittelbranche, ihre Waren abzusetzen. je näher aber die zehnte Stunde heranrückte, umso mehr Geschäfte gingen dazu über, ihre Verkaufsräume zu schließen. ... Schlagartig um 1 Uhr erschienen allenthalben SS- und SA-Streifen, die an den jüdischen Geschäften Einzel- oder Doppelposten aufstellten und zugleich mitgebrachte Plakate auf Türen und Schaufenster klebten. Das Gedränge in den Hauptgeschäftsstraßen erreichte seine höchste Kurve. Jeder wollte sehen, wie ein Plakat angeklebt wurde, ... Die Anti-Greuel-Propaganda geriet in Fluß und erfaßte im Handumdrehen alle Straßenpassanten. Zustimmende und verwünschende Äußerungen erschallten von allen Seiten, beifällig von den Umstehenden aufgenommen. ... Kraftwagen mit SS-, SA- und politischen Führern fuhren die hauptsächlichsten Geschäftsviertel ab, kontrollierten die Posten, die Wirkung des Boykotts und das Verhalten der Zuschauer und Passanten. Nirgendwo kam es jedoch dank der Diszipliniertheit unserer SS- und SA-Männer zu irgendwelchen Zusammenstößen oder gar Angriffen auf Juden. ...

Als im Herbst 1935 die jüdischen Bedürftigen von den Leistungen des WHW ausgeschlossen wurden, übernahm die „Jüdische Winterhilfe” in Köln die Versorgung der in Not geratenen Familien. Im Winter 1937/1938 gab es allein in Köln ca. 2.500 Juden, die auf Unterstützung mit Nahrungsmitteln, Kleidung und Brennmaterial angewiesen waren. In der Domstadt waren auch jüdische Organisationen am Aufbau eines Hilfswerkes zur Förderung und Planung der Auswanderung beteiligt; die Anstrengungen galten vor allem der jüdischen Jugend. So richtete die Kölner Synagogengemeinde ab Mai 1936 eine „Vorlehre“ ein, wo Jungen und Mädchen Grundkenntnisse in den Bereichen Schlosserei, Tischlerei und Nadelarbeit vermittelt wurden; eine 1937 eröffnete Handwerkerschule vertiefte noch diese Grundlagen. Auch in Hauswirtschaft, Kinderpflege und im Bereich Landwirtschaft wurden Bildungsstätten ins Leben gerufen. An jüdischen Schulen wurde zudem der Hebräisch- und Englischunterricht intensiviert.  

Dass der Karneval damals nicht „unpolitisch“ war, zeigen Diffamierungen aus dem Jahre 1936; so lautete der Titel einer Büttenrede: „Hurra, die Juden ziehen aus“. Im gleichen Jahr rollte ein Festwagen im Rosenmontagszug mit, auf dem die Nürnberger Gesetze - symbolisiert durch einen großen, schweren Paragraphen - einem Juden ganz wörtlich „auf den Schlips“ treten.

  Vom Kölner Rosenmontagszug 1936 (Stadtarchiv)

"Die letzten ziehen ab" (Rosenmontagszug 1939, Stadtarchiv)  

                                            Antisemitische Parole, Schildergasse (1937)

Der Novemberpogrom von 1938 hinterließ auch in Köln an den jüdischen Einrichtungen schwere Schäden; die beiden Hauptsynagogen in der Roonstraße und in der Glockengasse wurden verwüstet und geplündert, danach in Brand gesteckt.

In der Pogromnacht beschlagnahmte die Gestapo alle Thorarollen und beweglichen Ausstattungsstücke der Synagoge in der St. Apernstraße; anschließend wurde die Einrichtung des Gotteshauses zertrümmert. Wegen ihrer Nähe zu einer Schule und einem Treibstofflager verzichtete man auf eine Inbrandsetzung der Synagoge; das Gebäude wurde 1943 durch Bomben zerstört. 

Niedergebrannt bzw. demoliert wurden auch die Ehrenfelder Synagoge in der Körnerstraße und die Gotteshäuser in Köln-Mülheim und Köln-Deutz. Ebenfalls waren zahlreiche jüdische Geschäfte und Wohnungen Ziele von Anschlägen.

1939 wurden noch knapp 8.000 Kölner Juden gezählt. Ab Mitte Mai 1941 verfügte die Kölner Gestapo die Zusammenlegung der Juden in sog. „Judenhäuser“. Aus der Verfügung der Kölner Gestapoleitstelle vom 12.Mai 1941:

... Diejenigen Juden, die noch in arischen Häusern wohnen, haben diese bis zum 1.6.1941 zu räumen. Diese Juden sind in jüdischen Häusern unterzubringen. Villen oder baulich hervorstechende Gebäude, die sich noch in jüdischen Besitz befinden, sind ebenfalls zu räumen. Mit der Durchführung dieser Maßnahme habe ich die jüdische Kultusgemeinde beauftragt, die dafür zu sorgen hat, daß die Wohnungen in arischen Häusern geräumt und die Juden in jüdischen Häusern untergebracht werden. ...”

Damit begannen die Vorbereitungen der Deportationen in die Vernichtungslager im besetzten Osteuropa. Sog. „Rüstungsjuden“ durften in der Stadt bleiben, die übrigen wurden Ende 1941 nach Müngersdorf ins Fort V und angrenzende Barackenlager verbracht. Auch die „Bezirksstelle Rheinland der Reichsvereinigung der Juden in Deutschland“ war zuletzt hier untergebracht.

 aus: „Westdeutscher Beobachter“ vom 1.3.1942

Zu Beginn der Deportationen lebten in Köln noch 6.277 Juden. Ende Oktober 1941 wurden vom Bahnhof Deutz-Tief aus die ersten Kölner Juden ins Ghetto von Lodz deportiert, danach auch ins Ghetto von Riga. Zuvor mussten sich die zu Deportierenden auf dem Messegelände in Köln sammeln. Der letzte Transport verließ Köln am 1.Oktober 1944 in Richtung Theresienstadt. Insgesamt sollen etwa 11.000 Menschen von Köln aus in die Ghettos und Vernichtungslager verfrachtet worden sein; nur ganz wenigen Juden in Köln gelang es, in Verstecken zu überleben.

Die meisten Mitglieder der 1945 neu gegründeten Kölner Gemeinde stammten aus Osteuropa; sie waren überwiegend orthodox orientiert. Im Frühjahr 1949 weihte die etwa 300köpfige Gemeinde eine kleine Synagoge in der Ottostraße ein.

Die Synagoge in der Roonstraße wurde als einzige der ehemals sieben Kölner Synagogen nach Kriegsende wieder aufgebaut; Konrad Adenauer hatte sich stark für die Wiederherstellung des Gebäudes eingesetzt; es wurde im Jahre 1959 eingeweiht. 

                   In einer Gedenkhalle befindet sich die folgende Inschrift:

Der du diese Halle betrittst - verweile in stillem Gedenken

an die über sechs Millionen unschuldig ermordeten Schwestern und Brüder.

Zum Gedenken an die elftausend jüdischen Opfer, Männer, Frauen und Kinder der Gemeinde Köln.

Sie starben für ihren Glauben in dunkler Zeit.   1933 -   1945

All dies traf uns, doch nicht dein vergaßen wir und handelten nicht trüglich an deinem Bunde. Ps. 44

                             Synagoge in der Roonstraße (Aufn. aus: worldarchitecturemap.org)

An den jeweiligen Standorten der Kölner Synagogen erinnern Gedenktafeln an den Novemberpogrom von 1938.

An der Ecke Glockengasse/Offenbachplatz lautet der Text der Inschrift wie folgt: 

An dieser Stelle stand die 1857 - 61

nach Entwürfen von Dombaumeister E. Zwirner erbaute Synagoge

ein Geschenk von A. Oppenheim

zerstört am 9.November 1938

Zur Erinnerung an die Synagoge der orthodoxen Synagogengemeinde „Adass Jeschurun“ ist eine Bronzetafel an einem Gebäude der St.-Aspern-/Helenenstraße angebracht:

Hier stand seit 1884 die Synagoge der orthodoxen GemeindeAdass Jeschurun Gemeinde der Gerechten.

Verbunden waren damit ein Lehrerseminar, ab 1907 die Volksschule Morija und seit 1919 das Gymnasium Jawne.

Das Innere der Synagoge wurde am 10.November 1938 zerstört,

das Gebäude fiel einem Bombenangriff im 2.Weltkrieg zum Opfer.

 Am Fuße des Mahnmals des jüdischen Friedhofs sind die Worte zu lesen:

Zur Erinnerung und Mahnung

In der Pogromnacht 9.11.1938 (Reichskristallnacht) wurden

die jüdischen Gotteshäuser niedergebrannt und zerstört.

Reste von teilweise geretteten Torarollen und heiligen Kultgeräten

wurden im Jahre 1939 auf diesem Friedhof vergraben.

Im Jahre 1978 wurden die Überreste wiedergefunden und hier bestattet.

Am Reischplatz, dem Standort der letzten Deutzer Synagoge, erinnert seit 1984 eine Gedenkplatte mit folgender Inschrift:

Im Jahre 1915 wurde anlässlich des Brückenbaues die nach dem großen Eisgang des Jahres 1784

an der Freiheit wieder aufgebaute Deutzer Synagoge an diese Stelle verlegt.

Am 9.11.1938 wurde die Synagoge ebenso wie die mit ihr verbundene Religionsschule zerstört.

An der heutigen Berufsschule an der Lützowstraße - hier war in den 1920er Jahren die größte öffentliche jüdische Volksschule Deutschlands untergebracht - erinnert eine Gedenktafel an die einstige Israelitische Volksschule in Köln. Ein längerer Inschriftentext informiert wie folgt:

                                                                        Israelitische Volksschule

In diesem Gebäude befand sich die städtische Israelitische Volksschule, Köln, Lützowstrasse, von 1917 bis zu ihrer Vertreibung durch die Nationalsozialistische Gewaltherrschaft im Jahre 1938. Viele Lehrer und Schüler wurden mit ihren Familien später in den Osten verschleppt. Nur wenige überlebten.

       Israelitisches Kinderheim

Auf der gegenüberliegenden Straßenseite stand das Israelitische Kinderheim, Lützowstrasse 35/37.  Das Heim wurde 1909 erbaut.

1941 mußten die Kinder mit ihren Betreuern das Haus verlassen. Viele der Kinder und Erzieher wurden 1942 in den Osten verschleppt und dort ermordet.

Synagoge

Im Hof des Kindesheims Lützowstrasse 35/37 befand sich eine Synagoge. Sie wurde 1919 gestiftet und stand bis 1941 zur Andacht offen.

Im Laufe der Jahre sind im gesamten Kölner Stadtgebiet ca. 2.300 sog. „Stolpersteine“ (Stand 2019) verlegt worden, die an die Opfer der NS-Herrschaft erinnern. Der erste "Stolperstein" wurde am 16.Dez. 1992 anlässlich des 50. Jahrestages des Beginns der Deportationen vor dem Kölner Rathaus verlegt. Auf dem Stein sind die ersten Worte des Deportationsbefehls Heinrich Himmlers für "Zigeuner" eingraviert.

  Aufn. R. Spekking, 2013, aus: wikipedia.org, CC BY-SA 4.0

Einige "Stolpersteine" -  verlegt in der Altstadt von Köln:

Stolpersteine für Goldschmidt, Domkloster 1, Köln-5526.jpgStolperstein Köln Weidengasse 30 Andreas Grossmann.jpgStolperstein Köln, Julius Guterbaum, (Apostelnstraße 23).jpgStolperstein Hedwig Hakesberg.jpgStolperstein Köln, Adolf Harf (Breite Straße 38).jpgStolperstein Köln Weidengasse 30 Saly Henle.jpg Stolperstein Johanna Herz.jpgStolperstein Köln, Gustav Jacob (Breite Straße 54-56).jpgStolperstein Lina Kochmann, Ehrenstraße 19, Köln-9491.jpgStolperstein Köln, Henriette Levi (Breite Straße 65).jpgStolperstein Köln Weidengasse 30 Arthur Mann.jpgStolperstein-Herchel Birenbaum-Koeln-cc-by-denis-apel.jpg Stolperstein-Salka Birenbaum-Koeln-cc-by-denis-apel.jpgStolperstein-Simon Birenbaum-Koeln-cc-by-denis-apel.jpgStolperstein-Grete Gibbrich-Koeln-cc-by-denis-apel.jpgStolperstein Köln, Rachela Geppert (Fleischmengergasse 24).jpg (alle Abb. aus: wikipedia.org, CC BY-SA)

Die letzten größeren "Aktionen" fanden in Köln im März und im Oktober 2019 statt, als Gunter Demnig im Kölner Stadtgebiet insgesamt 72 bzw. 59 neue "Stolpersteine" verlegte.

 

In Köln-Müngersdorf ist die Errichtung eines Gedenkortes (mit Mahnmal) geplant; damit soll die Erinnerung an das ehem. Barackenlager (auf dem Gelände bzw. in den Gebäuden des ehem. Fort V der preußischen Befestigungsanlage) wachgehalten werden. Ab 1941 diente das Müngersdorfer Lager der Inhaftierung von Juden, Kriegsgefangenen und Zwangsarbeitern. Möglicherweise könnte hier das vom 2006 verstorbenen Kölner Künstlers Simon Unger geschaffene Werk „The Wall“ auf dem "Weg des Gedenkens“ eingebunden werden. (Stand 2018)

Eine aus dem Mittelalter stammende Mikwe wurde Mitte der 1950er Jahre wiederentdeckt. Am Rathausplatz kann unter einer Glaspyramide das 15 Meter tiefe ehemalige Ritualbad besichtigt werden. Zwei Tafeln in der Mikwe informieren über das Bauwerk und die Geschichte des ehemaligen Judenviertels.

Infolge weiteren Zuzugs aus osteuropäischen Ländern stieg die Zahl der Gemeindemitglieder auf ca. 6.000 Personen an (Stand 2006); damit ist die Kölner Synagogengemeinde heute eine der mitgliederstärksten in Deutschland.

In naher Zukunft sollen in Köln zwei Bauprojekte der jüdischen Gemeinde realisiert werden: In der Ottostraße soll ein Wohlfahrtszentrum mit Alten- und Pflegeheim, Kindertagesstätte und Grundschule entstehen, in der Roonstraße das bestehende religiöse und kulturelle Zentrum ausgebaut werden.

Im Rahmen der Weltjugendtage 2005 in Köln besuchte Papst Benedikt XVI. die hiesige jüdische Gemeinde, um in einer gemeinsamen Zeremonie der Opfer der Shoa zu gedenken; gleichzeitig gab er zum Ausdruck, den Dialog zwischen Juden und Christen zu vertiefen. Papst Benedikt XVI. ist der erste Papst, der eine Synagoge in Deutschland aufsuchte.

                  Papst Benedikt XVI. mit dem Kölner Rabbiner Teitelbaum (Aufn. TV-Bild, ARD)

Die Germania Judaica in Köln ist mit mehr als 80.000 Bänden die größte wissenschaftliche Spezialbibliothek zur Geschichte des deutschsprachigen Judentums in Europa. Ihre Hauptsammelgebiete sind: Geschichte des deutschsprachigen Judentums vom 17. Jahrhundert bis heute, Antisemitismus, Zionismus/Israel und Darstellung der Juden in der Literatur. Ins Leben gerufen wurde die Germania Judaica Ende der 1950er Jahre von einigen namhaften Kölner Bürgern.

Im Mai 2006 beschloss der Kölner Stadtrat, auf dem Rathausvorplatz das Museum der jüdischen Kultur in Köln entstehen zu lassen. Zeitweilig zeichnete sich ein Scheitern dieses kostenintensiven Projektes ab, da der Förderverein zugesagte Finanzmittel nicht aufbringen konnte. Hingegen steht laut Ratsbeschluss seit 2010 fest, dass innerhalb einer ca. 7.000 m² großen „Archäologischen Zone“ auch die Ausgrabungen der ältesten Synagoge Kölns, der Mikwe, des Tanz- und Hochzeitshauses und Hospitals einen Platz haben sollen; in das Ausstellungskonzept soll nun auch ein jüdisches Museum integriert werden. Die auf mehr als 75 Mill. € geschätzten Gesamtkosten werden von der Stadt Köln und dem Landschaftsverband Rheinland (LVR) getragen.

Jüdisches Museum Köln Computersimulation Jüdisches Museum (Abb. Michael Bause)

Die Grundsteinlegung für das Jüdische Museum „MiQua“ auf dem Rathausplatz erfolgte im Sommer 2018; die Fertigstellung ist für das Jahr 2021 geplant.

Seit 2019 gibt es in Köln mit dem „Kölsche Kippa Köpp" e.V. den ersten jüdischen Karnevalsverein seit der NS-Zeit und gleichzeitig deutschlandweit derzeit den ersten überhaupt.

Inschrift der Narrenkappe des "Kölsche Kippa Köpp" e.V. (Quelle dpa, 2019)

Nach der Anfang 2016 erfolgten Entwidmung der christlichen Kreuzkapelle im Kölner Stadtteil Riehl will die liberale jüdische Gemeinde mit dem programmatischen Namen "Gescher LaMassoret" („Brücke zur Tradition“) die Kapelle gemeinsam mit ihrem Dachverband, der Union progressiver Juden in Deutschland übernehmen. Die erst 1996 gegründete und heute ca. 150 Mitglieder zählende Gemeinde hatte in den Räumen der Kreuzkapelle bereits 2001 einen Synagogenraum bezogen und feierte dort seither ihre Gottesdienste – auf Einladung der evangelischen Kirchengemeinde.

Die Familie Oppenheim, die ihren Aufstieg als jüdische Hoffaktoren in Bonn begann, hat seit mehr als sieben Generationen deutsche und europäische Bankgeschichte geschrieben. Seit 1798 war mit Simon und Abraham Oppenheim das Unternehmen in Köln ansässig. Seit den 1820er Jahren finanzierte es insbesondere die Rheinschifffahrt und später auch die Entwicklung des Eisenbahnwesens sowie die Industrialisierung des Rheinlandes. Die Oppenheims zeigten großes Engagement für bürgerliche Stiftungen; besonders wichtig war ihnen der Bau des Kölner Doms. Im Jahre 1936 wurde die Privatbank Sal. Oppenheim „arisiert“, indem diese an den der Familie verbundenen nichtjüdischen Teilhaber Robert Pferdmenges überging. 1945 nahm die Bank unter dem Namen „Pferdmenges & Co“ die Geschäfte wieder auf; zwei Jahre später wurde ihr Name wieder in „Sal. Oppenheimer jun. & Cie.“ geändert.

 

In Ehrenfeld war um 1860 eine jüdische Gemeinde entstanden (offizielle Gründung aber erst 1899), die kurz vor dem Ersten Weltkrieg in die Kölner Synagogengemeinde inkorporiert wurde. Bis Mitte der 1920er Jahre lebten - infolge starken Zuzug - mehr als 1.000 jüdische Personen in Ehrenfeld. 1927 wurde eine Synagoge in der Körnerstraße eingeweiht worden, die allerdings nur ein Jahrzehnt in Nutzung war.

                                                     Synagoge in Ehrenfeld (Aufn. um 1930)

Während des Novemberpogroms wurde das Gebäude und das nebenstehende Kantoren-Haus völlig vernichtet.

Eine bronzene Gedenktafel erinnert heute an das einstige jüdische Gotteshaus: „An dieser Stelle stand die Ehrenfelder Synagoge, verbunden mit einer Religionsschule für Mädchen und Jungen. Erbaut 1927 nach dem Entwurf des Architekten Robert Stern, zerstört am Tag nach der Reichspogromnacht am 9.November 1938.“

 

Im südlich von Köln gelegenen Rondorf - es wurde 1975 eingemeindet - gab es eine kleine israelitische Gemeinde, die als Filialgemeinde Köln angeschlossen war. Mitte der 1920er Jahre setzte sich die Rondorfer Gemeinschaft aus ca. 60 Angehörigen zusammen; bei Kriegsbeginn lebten hier noch ca. 25 Bewohner mosaischen Glaubens. Wer nicht rechtzeitig emigrieren konnte, erlitt das Schicksal der Kölner Juden.

[vgl. Mülheim/Rhein (Nordrhein-Westfalen)]          

Weitere Informationen:

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Ernst Weyden, Geschichte der Juden in Köln a. Rhein von den Römerzeiten bis auf die Gegenwart. Nebst Noten u. Urkunden, Köln 1867

Carl Brisch, Geschichte der Juden in Cöln und Umgebung aus ältester Zeit bis auf die Gegenwart. Nach handschriftlichen und gedruckten Quellen bearbeitet (2 Bände), Mülheim/Rhein 1879/Cöln 1882

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Adolf Kober, Studien zur mittelalterlichen Geschichte der Juden in Köln am Rhein, insbesondere ihres Grundbesitzes, Teil 1, Breslau 1903

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Adolf Kober, Das Grundbuch des Kölner Judenviertels (1135 - 1425). Ein Beitrag zur mittelalterlichen Topographie, Rechtsgeschichte und Statistik der Stadt Köln, in: Publikationen der Gesellschaft für rheinische Geschichtskunde 34, Bonn 1920

Georg Hoffmann, Die Juden im Erzstift Köln im 18.Jahrhundert mit besonderer Berücksichtigung ihrer Stellung in der Hoffinanz, Aachen 1928

Adolf Kober, Die Reichsstadt Köln und die Juden in den Jahren 1685 - 1715, in: Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums 75/1931, S. 412 - 428

Zvi Asaria (Hrg.), Die Juden in Köln - Von den ältesten Zeiten bis zur Gegenwart, Köln 1959

Zur Geschichte des Judentums in Köln bis zum Ausgang des 19.Jahrhunderts. Ausstellung im Historischen Archiv der Stadt Köln, Köln 1962

Bruno Hoffmann, Die Ausnahmegesetzgebung gegen die Juden von 1933 - 1945 unter besonderer Berücksichtigung der Synagogengemeinde Köln (Dissertation), Köln 1962

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Kurt Bauer, Judenrecht in Köln bis zum Jahre 1424, Dissertation Köln 1964

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Kurt Düwell, Die Rheingebiete in der Judenpolitik des Nationalsozialismus vor 1942, Bonn 1968

Widerstand und Verfolgung in Köln 1933 - 1945. Ausstellung des Historischen Archivs der Stadt Köln Febr./April 1974, Köln 1974

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Gerd Buurmann (Red.), "Kölsche Kippa Köpp" - eine kleine jüdische Karnevalsgeschichte, in: "Jüdische Rundschau" vom 10.3.2019

Dimitri Soibel (Red.), Stolperstein für Kaufhaus-König Alfred Tietz. Er wurde von Nazis vertrieben und enteignet, in: „BILD“ vom 19.3.2019

Karine Waldschmidt (Red.), Gedenken in Kölner Südstadt: Stolpersteine erinnern an jüdische Jecke, in: „Kölner Stadtanzeiger“ vom 21.3.201

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tau (Red.), 57 Opfer, 57 Steine. An 22 Orten wurden Stolpersteine zur Erinnerung verlegt, in: „Kölner Wochenspiegel“ vom 24.10.2019