Glogau (Schlesien)

   Glogau - Europa1900 Das niederschlesische Glogau (Oder) - im Nordosten des ehem Kreises Liegnitz - ist die heutige polnische Stadt Glogòw mit derzeit ca. 66.000 Einwohnern - ca. 100 Kilometer nordwestlich von Breslau/Wroclaw gelegen (Ausschnitte aus hist. Landkarte von 1905, aus: wikipedia.org gemeinfrei  und  aus: europe1900.eu und Kartenskizze 'Polen' mit Glogòw rot markiert, M. 2006, aus: commons.wikimedia.org, CC BY-SA 3.0).   

 

Mitte des 13.Jahrhundert ließen sich vermutlich erstmals Juden in Glogau nieder; es waren Kaufleute und Händler, die die günstige geographische Lage der Siedlung an den Handelswegen nach Polen und Russland nutzten. 1299 erhielten die Glogauer Juden vom schlesischen Herzog Heinrich III. ihr erstes Privileg, das ihre Niederlassung in Glogau garantierte und ihnen die gleichen Rechte einräumte, wie sie die christlichen Kaufleute besaßen. In 34 Paragraphen waren detailliert Rechte und Pflichten des einzelnen, Fragen des religiösen und wirtschaftlichen Lebens, Gerichtsbarkeit u.a. geregelt. Zu dieser Zeit existierte in Glogau bereits eine „Schul“ (Synagoge) und ein eigener Friedhof.

Als 1401 (andere Angabe: 1406) ein Glogauer Jude des Ritualmordes und Hostienfrevels beschuldigt und ihm der Prozess gemacht wurde, vertrieb man die übrige jüdische Bevölkerung vorübergehend aus der Stadt.

Im Laufe des 15.Jahrhunderts wurde zweimal das jüdische Viertel vom städtischen Mob gestürmt und niedergebrannt; es folgten nun Jahrzehnte permanenter Anfeindungen und zwischenzeitlicher Vertreibungen. Im Jahre 1484 wurden die meisten Juden auf Anweisung Herzog Johanns II. von Glogau-Sagan aus der Stadt vertrieben, nur wenige blieben zurück und kamen alsbald gewaltsam ums Leben.

Hinweis: Ein Edikt von Kaiser Ferdinand I. aus dem Jahr 1559 ordnete die Ausweisung aller Juden aus ganz Schlesien an; nur eine kleine Zahl jüdischer Ansiedlungen, die durch Sonderrechte geschützt waren, verblieb.

1598 erhielt der wohlhabende jüdische Kaufmann Benedikt Israel für sich und seine Großfamilie von Kaiser Rudolf II. das Privileg, in Glogau zu leben und hier ungehindert Handel treiben zu können. Die sich nun bildende und rasch wachsende jüdische Gemeinschaft, die zunächst noch im ‚jüdischen Viertel’ lebte, sich dann aber später über das ganze Stadtgebiet ausbreitete, ließ sich dieses Privileg dann von den nachfolgenden Herrschern jeweils bestätigen; diese taten dies nicht ungern, weil die Regenten immer wieder auf die Wirtschaftskraft der jüdischen Geldgeber zurückgriffen. Die Juden Glogaus waren im Laufe der Jahrhunderte vor allem als Kaufleute bzw. Verkaufsagenten im Handel mit Polen tätig; auch als Handwerker, so im Goldschmiedegewerbe, bestritten sie ihren Lebensunterhalt.

Glogau im 17.Jahrhundert - Stahlstich (Abb. aus: wikipedia.org, gemeinfrei)

Die spätmittelalterliche Glogauer Synagoge wurde 1442 nach einem Stadtbrand zerstört; die Glogauer Bevölkerung beschuldigte Juden der Brandstiftung und nahm diesen Vorwand zum Anlass, deren Behausungen zu plündern.

Mitte des 17.Jahrhunderts wurde eine aus privaten Finanzmitteln der jüdischen Familie Israel Benedikt gestiftete Synagoge in der Bailstraße errichtet. Neben der Hauptsynagoge gab es in Glogau auch einige Betstuben. Nach mehrmaligem Um- und Erweiterungsbauten wurde die Synagoge in der Bailstraße aufgegeben und durch einen repräsentativen Neubau mit mehr als 500 Plätzen ersetzt, der im Jahre 1892 eingeweiht wurde. In der jüdischen Presse wurde über die Einweihung berichtet:

Glogau, 15.Sept. (1892) Die Einweihung der neuen Synagoge fand heute Vormittag um 11 Uhr unter zahlreicher Betheiligung der jüdischen Gemeinde und vieler christlicher Bürger der Stadt und des Kreises statt. ... Die Feier begann damit, daß der Erbauer, Architekt Kröger aus Berlin, dem Vorsteher der jüdischen Gemeinde, Herrn Landsberger, auf einem rothen Sammetkissen einen goldenen Schlüssel übergab, den dieser wiederum dem Herrn Landrath mit der Bitte überreichte, das Gotteshaus zu öffnen ... Den Schluß der Feier ... bildete ein Gebet für Kaiser und Reich, ... Möge das Heiligthum bis in die fernsten Zeiten zum Ruhme der Gemeinde und zur Zierde der Stadt bestehen.

Głogów 1915 4.jpg Stadtansicht mit Synagoge im Vordergrund (Aufn. um 1915)

     

                                                Synagoge in der Wingenstraße (hist. Aufn. und hist. Ansichtskarte, aus: commons.wikimedia, gemeinfrei)

Seit 1827 verfügte die Glogauer Gemeinde auch über eine eigene Elementarschule. In ihrer religiösen Einstellung waren die Glogauer Juden zu Beginn des 20.Jahrhunderts zumeist ‚traditionell-liberal’; d.h. sie besuchten nur unregelmäßig die Synagoge, hielten aber die hohen Feiertage ein; Orthodoxie und Zionismus waren hier nur Randerscheinungen. Die Glogauer Juden verstanden sich in der Mehrzahl als deutsche Staatsbürger jüdischen Glaubens.

    Siegel des Gemeindevorstandes

Im Laufe der Zeit nutzte die jüdische Gemeinde vier Friedhöfe; der älteste stammte aus dem 13.Jahrhundert. Der jüdische Friedhof am Zehnthof an der Straße nach Beichau wurde Mitte des 17.Jahrhunderts wieder aufgegeben, da er auf Grund des enormen Wachstums der Bevölkerung nicht mehr ausreichte. In der Nähe des Stadtgrabens wurde in den 1740er Jahren ein neues Begräbnisgelände angelegt; ein Teil der Grabsteine wurde in spät-napoleonischer Zeit als Baumaterial für die Befestigungsanlagen zweckentfremdet. Nach 1815 wurde das Gelände wieder als Begräbnisstätte genutzt. Die Schließung dieses Friedhofs erfolgte dann auf Grund des Baues der neuen Eisenbahnstrecke Glogau - Lissa; ein Teil der Gräber wurde geöffnet und die Gebeine auf den neuen Friedhof verbracht. Dieses zuletzt benutzte Friedhofsareal - gegen Mitte des 19.Jahrhunderts an der Körnerstraße angelegt - wurde während des Zweiten Weltkrieges teilweise mit Behelfsheimen überbaut; es wurde im Krieg stark in Mitleidenschaft gezogen und schließlich in der Nachkriegszeit eingeebnet.

Juden in Glogau:

         --- um 1600 ....................... ca.    70 Juden,

    --- 1673 ..............................    81 jüdische Familien,

    --- 1725 .......................... ca. 1.550 Juden,

    --- 1756 .............................. 1.644   “  ,

    --- 1791 .......................... ca. 1.800   “  (ca. 20% aller schlesischen Juden),

    --- 1800 .......................... ca. 1.500   “  (ca. 15% d. Bevölk.),

    --- 1812 .......................... ca. 1.600   “  (in ca. 300 Familien),

    --- 1833 .............................. 1.107   “  ,

    --- 1848 ..............................   950   “  (ca. 6% d. Bevölk.),

    --- 1871 ..............................   947   "  ,

    --- 1880 .............................. 1.010   “  (ca. 5% d. Bevölk.),

    --- um 1900 ....................... ca.   700   “  ,

    --- um 1925 ....................... ca.   600   “  ,

    --- 1933 .......................... ca. 500 - 600  “  ,

    --- 1939 (Jan.) ................... ca. 100 - 120  “  ,

    --- 1941 ..............................    45   “  ,

    --- 1943 (April) ......................    30   “  ,

             (Mitte) ......................    keine.

Angaben aus: Margret Heitmann, Zur Geschichte der Juden in Glogau, S. 359 f.

und                 Franz D.Lucas/Margret Heitmann, Stadt des Glaubens - Geschichte und Kultur der Juden in Glogau

 

Unter der napoleonischen Besatzung hatte die jüdische Gemeinde wegen hoher Kontributionszahlungen erheblich gelitten. Die Kosten waren von den noch hier lebenden ca. 300 Familien aufgebracht worden (teilweise durch Kredite); allerdings hatten bereits um 1800 die meisten begüterten Juden die Stadt verlassen, um im Breslauer bzw. im Hirschberger Gebiet sich anzusiedeln.

Im Laufe des 19.Jahrhunderts änderte sich an der Berufsstruktur der Glogauer Juden kaum etwas, doch aus den bis dato im Kleinhandel Tätigen erwuchs nun eine kleine Schicht wohlhabender Kaufleute, die die Bevölkerung mit ihrem vielfältigen Angebot versorgte. Besonders Textil- und Bekleidungsgeschäfte waren hier eine Domäne jüdischer Familien. Ebenfalls zeigte sich im Bank- und Verlagsgewerbe in Glogau eine von Juden geprägte Dominanz. Hingegen spielten jüdische Handwerker im Wirtschaftsleben der Stadt nun nur noch eine geringe Rolle.

Diese Erfolge im ökonomischen Leben der Stadt führten zu zunehmender gesellschaftlicher Integration; einigen jüdischen Familien gelang der Aufstieg zum gehobenen Bürgertum.

In der zweiten Hälfte des 19.Jahrhunderts wanderten Glogauer Juden verstärkt ab, besonders nach Breslau und Berlin; so ließen sich zwischen 1870 und 1900 mehrere hundert jüdische Familien aus Glogau in der Reichshauptstadt nieder, weil sie hier größere wirtschaftliche und gesellschaftliche Chancen sahen.

http://static1.akpool.de/images/cards/8/81255.jpg Am Glogauer Markt (hist. Postkarte, um 1910)

In den ersten Jahrzehnten des 20.Jahrhunderts zählte die Glogauer jüdische Gemeinde zu den wohlhabendsten in Europa; obwohl ihr Anteil an der städtischen Bevölkerung kaum 2% ausmachte, betrug ihr Steueraufkommen etwa 40% (!). Die Glogauer Juden gehörten vorwiegend dem gehobenen Mittelstand an, teilweise waren sie sehr wohlhabend. Die in Glogau ansässigen jüdischen Firmen konnten auf eine lange Familientradition zurückblicken; Warenhäuser und Textilgeschäfte jüdischer Inhaber spielten im Wirtschaftsleben Glogaus eine führende Rolle, so z.B. das Kaufhaus Ludwig Haurwitz in der Preußischen Straße, das Warenhaus D. Scheier, das Modehaus Pietrkowski am Markt und das Modegeschäft Max Kronheim. Daneben waren in Glogau zahlreiche jüdische Getreidehändler und Fabrikanten vertreten, die auch über internationale Geschäftsbeziehungen verfügten.

Zu Beginn der NS-Herrschaft lebten etwa 600 Juden in Glogau. Im Zusammenhang mit dem Boykott am 1.April 1933 wurden in Glogau prominente Juden verhaftet und ins „Braune Haus“ gebracht; hier lud man sie auf einen Viehwagen, der mit Parolen „Die Juden sind unser Unglück” und „Kauft nicht beim Juden” plakatiert war, und fuhr sie mehrere Stunden durch die Geschäftsstraßen der Stadt; anschließend ließ man sie wieder frei. Wie fast überall in deutschen Städten hatten sich auch in Glogau SA-Männer vor Geschäften jüdischer Inhaber postiert und hinderten potenzielle Käufer am Betreten der Läden. Als sich in den folgenden Jahren die wirtschaftliche Lage jüdischer Geschäftsinhaber deutlich verschlechterte, verkauften zahlreiche Juden ihren Besitz an „arische“ Neueigentümer - oft weit unter Preis. Sie emigrierten oder zogen in größere deutsche Städte.

In der Nacht vom 9./10.November 1938 wurde die Glogauer Synagoge in Brand gesetzt; von den Brandstiftern wurde das Gotteshaus völlig zerstört und geplündert, die Brandruine wurde anschließend gesprengt. Glogauer Ortspolizei, SA- und SS-Angehörige verhafteten Juden und demolierten Wohnungen. 1941 war die Glogauer jüdische Gemeinde auf nur noch 45 Personen geschrumpft; die Menschen waren zu diesem Zeitpunkt in zwei „Judenhäusern“ untergebracht; Arbeitsfähige unter ihnen wurden zur Zwangsarbeit herangezogen. Im April 1943 wurden dann die letzten etwa 30 Glogauer Juden ins Lager Izbica/bei Lublin deportiert und dort ermordet.

 

Nur wenige sichtbare Relikte des ehemaligen jüdischen Friedhofs sind heute noch vorhanden.

                http://photos.wikimapia.org/p/00/02/84/98/88_big.jpg Aufn. 2012, aus: wikimapia.org

Zum 55.Jahrestag der Reichspogromnacht wurde in der Stadt ein Mahnmal errichtet, das eine zweisprachig abgefasste Inschrift (polnisch/hebräisch) besitzt.

          Głogów Synagoga 2005 3.jpg Gedenktafel von 1993 (Aufn. P. Dembowski, 2005, aus: pl.wikipedia.org)

Die Inschrift des Mahnmals lautet in deutscher Übersetzung:

Dieses Denkmal - errichtet von den Bewohnern von Głogów und in Anerkennung der Verdienste der jüdischen Gemeinde und ihres geistlichen Führers und letzten Rabbiners Dr. Leopold Lucas für die Entwicklung der Stadt in sozio-kultureller Hinsicht - befindet sich an dem Ort, der von den Nazis im Jahre 1938 entweiht wurde, und erinnert an die Tragödie der Synagoge und der Juden, die vor mehr als 700 Jahren in dem Gebiet lebten bis zu ihrer Vertreibung im Jahre 1942.                                                        Stadt Glogow

                                  Synagoga w Głogowie 548.jpg Modell der Glogauer Synagoge (Abb. aus: wikimedia.org, 2008)

 

 Carl Heymann, der 1793 in Glogau geboren wurde, war ein bekannter Verleger; aus einer von ihm 1815 gegründeten Buchhandlung entstand ein schon zu seinen Lebzeiten führender juristischer Fachverlag, der in Berlin seinen Sitz hatte. 1846 wurde Carl Heymann vom preußischen König mit dem Titel eines Kommerzienrates ausgezeichnet. 1862 starb er an den Folgen einer Cholera-Erkrankung; sein Grab befindet sich auf dem Berliner jüdischen Friedhof an der Schönhäuser Allee. Die erste Textausgabe des Bürgerlichen Gesetzbuches wurde 1896 vom Carl Heymann Verlag gedruckt.

Heymann (Chaim haLevi) Arnheim, geb. 1796 in Wongrowitz/Wągrowiec, war ein preußischer Rabbiner und Pädagoge. Der aus ärmlichen Verhältnissen stammende Arnheim wurde nach Erhalt der preußischen Staatsbürgerschaft im Jahre 1827 als Lehrer an die jüdische Elementar- u. Religionsschule nach Glogau berufen. Während seiner dortigen Tätigkeit, auch als Prediger an der großen Synagoge von Glogau, veröffentlichte er diverse Schriften. Der bis 1860 als Gemeinderabbiner amtierende Heymann Arnheim verstarb 1869 an seinem Wirkungsort. - Sein ältester Sohn Josef A. war Leiter der Jabobsonschule in Seesen/Harz.

Aus Glogau stammte David Cassel (geb. 1818), der in Berlin an der Hochschule für die Wissenschaft des Judentums lehrte und während seiner Tätigkeit mehrere Lehrbücher verfasste. David Cassel starb 1893 in Berlin; sein Grab befindet sich auf dem Jüdischen Friedhof in Berlin-Weißensee.

 

 

 

 In der ca. 30 Kilometer östlich von Glogau liegenden Kleinstadt Guhrau (poln. Gora Slaska, derzeit ca. 12.000 Einw.) sind Juden erstmals gegen Mitte des 14.Jahrhunderts nachweisbar; um 1350 soll eine „Judengasse“ existiert haben. Verstorbene wurden damals auf dem Friedhof in Breslau begraben. Nach ihrer Vertreibung (1362), die wie in anderen schlesischen Städten blutig endete, kam es erst in der ersten Hälfte des 18.Jahrhunderts zur erneuten - allerdings nur kurzzeitigen - Ansiedlung weniger Familien. Im 19.Jahrhundert bildete sich dann eine Gemeinde, die um 1870/1890 mit mehr als 120 Angehörigen ihren Höchststand erreichte. Seit 1914 besaß die Gemeinde eine neue Synagoge in der Altguhrauer Straße. Zu Beginn der 1930er Jahre lebten in Guhrau knapp 60 Juden, die zumeist in den folgenden Jahren emigrierten. Nach dem Novemberpogrom, der hier zu einer Inbrandsetzung der Synagoge führte, lebten nur noch sechs jüdische Bewohner in der Stadt; ihr Schicksal ist unbekannt.

Friedhofsgelände heute (Aufn. Kazimierz S. Ożóg, aus: kirkuty.xip.pl) Góra - cmentarz żydowski

 

 

 

Weitere Informationen:

Robert Berndt, Geschichte der Juden in Groß-Glogau, Glogau 1873

Ein Hostienfrevel in Glogau 1406 (Originalbericht), in: Ph. Ruppert, Die Chroniken der Stadt Konstanz, Konstanz 1891, S. 288 f.

Julius Blaschke, Geschichte der Stadt Glogau und des Glogauer Landes, Glogau 1913

Kurt Schwerin, Die Juden in Schlesien. Aus ihrer Geschichte und ihrem Beitrag zu Wirtschaft und Kultur, in: "Bulletin des Leo Baeck Instituts", 19/1980, No. 56/57

Kurt Schwerin, Die Juden im wirtschaftlichen und kulturellen Leben Schlesiens, in: "Jahrbuch der Schlesischen Friedrich-Wilhelms-Universität zu Breslau", Band XXV (1984), S. 93 ff.

Germania Judaica, Band II/1, Tübingen 1968, S. 279/280, Band III/1, Tübingen 1987, S. 441/442 (Glogau) und S. 482/483 (Guhrau)

Bernhard Gertkemper, Die jüdische Gemeinde, in: Glogauer Heimatbund e.V. (Hrg.), Das war Glogau. Stadt und Land an der Oder 1913 – 1945, Hannover 1991, S. 296 - 307

Franz D.Lucas/Margret Heitmann, Stadt des Glaubens - Geschichte und Kultur der Juden in Glogau, in: "Wissenschaftliche Abhandlungen des Salomon Ludwig Steinheim-Instituts für deutsch-jüdische Geschichte", Band 3: Beiträge zur Geschichte der Juden in Schlesien I, Georg Olms Verlag, 2. Aufl., Hildesheim/u.a. 1992

Margret Heitmann, Zur Geschichte der Juden in Glogau, in: Glogau im Wandel der Zeiten, Bergstadtverlag Wilhelm Gottlieb Korn, Würzburg 1992, S. 358 - 362

Janusz Chutkowski, Dzieje Gminy Zydowskiej w Glogowie, Glogow 1993

M.Heitmann/H.Lordick, Zur Geschichte der Juden in Schlesien, in: "... liegt die Heimat auch in weiter Ferne", Berlin 1995, S. 52 ff.

Margret Heitmann, “Wünschen Sie nicht, diese Heimat in ihrer jetzigen Verfassung wiederzusehen ...” - Die jüdische Gemeinde Glogau im 20.Jahrhundert, in: Annäherungen. Ansichten von Glogau, Marburg 1997, S. 45 ff.

Sie wirken in einer Gemeinde, die einen historischen Namen besitzt” - Zu Leben und Werk des letzten Glogauer Rabbiners Leopold Lucas (1872 - 1943), in: "Silesiographia. Festschrift für Norbert Conrads", Hrg. Carten Rabe/Matthias Weber, Würzburg 1998, S. 105 f.

Julius H. Schoeps (Hrg.), Neues Lexikon des Judentums, Gütersloher Verlagshaus, Gütersloh 2000, S. 301/302

Andreas Hanslok, Die landesherrliche und kommunale Judenschutzpolitik während des späten Mittelalters im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation. Ein Vergleich der Entwicklung am Beispiel schlesischer, brandenburgischer und rheinischer Städte, Dissertation 2000 (zu Glogau: S. 77 - 122)

The Encyclopedia of Jewish Life before and during the Holocaust (Vol. 1), New York University Press, Washington Square, New York 2001, S. 434

Beata Dudek, Juden als Staatsbürger in Schlesien: Glogau und Beuthen im Vergleich, in: "Studien zur Geschichtsforschung der Neuzeit", Band 60, Hamburg 2009

Glogów, in: sztetl.org.pl

Tamara Wlodarczyk, Aus der Geschichte der Juden in der Region Liegnitz, übersetzt von Agnieszka Turaiewicz, Hrg. FUNDACJA ROJT, Warschau 2016, S. 25 - 45

Gora Slaska, in: kirkuty.xip.pl

The Jewish Community of Glogow, online abrufbar unter: dbs.anumuseum.org.il/skn/en/c6/e201922/Place/Glogow

Beata Dudek, Das Wirtschaftsleben der Juden in Schlesien: die Städte Beuthen/OS und Glogau, in: "Jüdisches Leben zwischen Ost und West (2014)", S. 147 - 155

Arrno Herzig, 900 Jahre jüdisches Leben in Schlesien, Verlag Senfkorn, Görlitz 2018

Karl-Maria Heidecker, Jüdisches Leben in der Nazizeit in Glogau, Schlesien – ein Augenzeugenbericht, Hrg. Arbeitskreis Jüdisches Bingen, Band 12/2019

J.H.Geller/R.Keen, Die Scholems: Geschichte einer deutsch-jüdischen Familie, Suhrkamp Verlag – Jüdischer Verlag, Berlin 2020