Warendorf/Ems (Nordrhein-Westfalen)

Datei:Warendorf in WAF.svg Warendorf mit derzeit ca. 38.000 Einwohnern ist eine im Norden des Bundeslandes Nordrhein-Westfalens liegende Stadt – ca. 30 Kilometer östlich von Münster entfernt (Karte TUBS, 2008, aus: commons.wikimedia.org, CC BY-SA 3.0).

Eine erste urkundliche Erwähnung von Juden - im Zusammenhang mit der Ortschaft Warendorf - ist in den Kölner Stadtrechnungen aus dem Jahre 1387 zu finden: In einer Kölner Stadtrechnung ist der Name der Jüdin „Ailka von Warendorf“ verzeichnet; nach dem vorliegenden Text müssen demnach bereits vor dem Pestpogrom von 1348/1349 Juden in Warendorf gelebt haben. Danach war etwa 200 Jahre lang so gut wie kein jüdisches Leben im Stift Münster zu verzeichnen. Erst im 16.Jahrhundert gab es zaghafte Versuche, einzelnen jüdischen Familien eine dauerhafte Ansässigkeit zu gewähren; dies galt auch für Warendorf, wo der Fürstbischof von Münster um 1540 zwei Familien unter seinen Schutz stellte.

Die erste in Warendorf ausgestellte Urkunde, aus der Kenntnisse über Juden in Warendorf entnommen werden können, ist ein aus dem Jahre 1563 stammender Geleitbrief, ausgestellt von der Stadt - nicht vom Bischof; hiernach durften zwei Juden Geldgeschäfte betreiben.

Warendorf/Ems – Kupferstich von Johann Gigas, 1616 (Abb. aus: wikipedia.org, gemeinfrei)

In den folgenden Jahrzehnten haben nur sehr wenige Juden in Warendorf gelebt; doch seit Mitte des 17.Jahrhunderts beherbergte Warendorf die größte Judenschaft im Stift Münster und war damit bis um 1800 „die jüdische Metropole des Stifts Münster”; der Landesrabbiner (David Breslauer, gest. 1789), die höchste weltliche Instanz der Stiftsjuden, hatte hier seinen Sitz.

   Mohelbuch des Landesrabbiners Michael Meyer Breslau, um 1770, aus: wikipedia.org, CCO

Als zu Beginn des 19.Jahrhunderts wieder Juden in Münster ansässig werden konnten, verlagerte sich das Zentrum jüdischen Lebens des Münsterlandes nach Münster. 1709 kam es in Warendorf zu antijüdischen Ausschreitungen, infolge derer Jugendliche Häuser jüdischer Einwohner und die Synagoge beschädigten. Auch in den folgenden Jahren kam es immer wieder zu Übergriffen, besonders an katholischen Feiertagen oder anlässlich von Prozessionen; dabei versuchte der Fürstbischof die jüdische Minderheit zu schützen. Häufig kam es zu Konflikten zwischen Warendorfer Juden und den Gilden der Stadt, so auch 1768, als wirtschaftlicher Konkurrenzneid der städtischen Gilden antijüdische Gewalttätigkeiten in Warendorf - aber auch in Beckum, Werne und Wreden - auslöste. Diese „Excesse“ gegen seine vergleiteten Juden versuchte der damalige Landesherr, der Fürstbischof Maximilian Friedrich von Königsegg-Rothenfels, durch Strafandrohungen zu unterbinden.

Bereits 1649 soll es einen jüdischen Betraum in Warendorf gegeben haben. Die Synagoge der Warendorfer Juden - 1709 erstmals erwähnt - befand sich im Hinterhaus des Grundstücks No. 317 in der Freckenhorster Straße; im Vorderhaus war die Schule. Das alte Gebäude - wahrscheinlich die älteste Synagoge im Münsterland - wurde 1808 durch einen eingeschossigen Fachwerk-Neubau an gleicher Stelle ersetzt.

  Rekonstruktionsskizzen des Warendorfer Synagogengebäudes
 Freckenhorster Straße (Aufn. um 1905, aus: wikipedia.org, PD-alt-100)

Anm.: Hinter dem Gebäude in der Freckenhorster Straße (ganz links im Bild) befand sich die Synagoge.

Die jüdische Schule stellte 1845 ihren Betrieb ein; die jüdischen Kinder besuchten fortan die öffentlichen Schulen am Ort.

Der alte Begräbnisplatz der Warendorfer Juden - erstmals 1649 erwähnt - befand sich auf dem ehemaligen Stadtwall am Bentheimer Tor; dieser war bis Anfang der 1820er Jahre in Benutzung. Danach beerdigten die Juden ihre Verstorbenen auf einem angekauften Gelände vor dem Münstertor, in der späteren Gerberstraße; diese von einer Mauer umgebene Begräbnisstätte wurde bis 1938 belegt. Hier wurden zeitweise auch Verstorbene aus Beelen, Freckenhorst, Harsewinkel und Westkirchen beerdigt.

Die Synagogengemeinde Warendorf vereinigte seit Mitte des 19.Jahrhunderts alle Juden im Kreise Warendorf; dazu gehörten die Ortschaften Freckenhorst, Beelen, Harsewinkel und Westkirchen.

Juden in Warendorf:

        --- um 1540 ........................  2 jüdische Familien,

    --- um 1600 ........................ 11 Juden,

    --- 1698 ...........................  6 jüdische Familien,

    --- um 1740 ........................  7     “       “    ,

    --- um 1765 ........................ 14     “       “    ,

    --- 1803 ........................... 88 Juden (in 18 Familien),

    --- 1816 ........................... 63   “  ,

    --- 1833 ........................... 99   “   (in 17 Familien),

    --- 1840 ........................... 82   “  ,

    --- 1856 ........................... 53   “  ,

    --- 1871 ........................... 68   “  ,

    --- 1885 ........................... 64   “  ,

    --- 1905 ........................... 51   “  ,

    --- 1925 ........................... 42   “  ,

    --- 1933 ........................... 41   “  ,

    --- 1941 (Nov.) ....................  6   “  ,

    --- 1942 ...........................  keine.

Angaben aus: Diethard Aschoff, Schwere Zeiten - Zur Geschichte der Juden in Warendorf ...

und                 Matthias M. Ester, Die jüdische Minderheit in Warendorf im 19. u. 20.Jahrhundert, in: Geschichte der Stadt Warendorf

Die Warendorfer Juden arbeiteten im frühen 19.Jahrhundert als Textilkaufleute, Krämer, Metzger, Trödler und Hausierer; insbesondere der Vieh- und Getreidehandel lag in jüdischer Hand. Um 1900 waren Vieh- und Manufakturenwarenhandel die beiden Haupterwerbsquellen. In den 1920/1930er Jahren lebten etwa 15 jüdische Familien in Warendorf.

Wochen nach der NS-Machtübernahme 1933 wurde auch in Warendorf der Boykott jüdischer Geschäfte durchgeführt; allerdings schien dieser hier kaum Wirkung gezeigt zu haben. In den folgenden Jahren gerieten besonders die jüdischen Viehhändler ins Visier der NS-Behörden: Auf Initiative des NSDAP-Ortsgruppenleiters Heinrich Vannahme wurden im Herbst 1935 die jüdischen Viehhändler vom Fettmarkt ausgeschlossen; allerdings gelang es nicht, die jahrzehntelangen wirtschaftlichen Beziehungen zwischen den Bauern und den jüdischen Händlern völlig zu kappen. Auf ein Schreiben des „Centralvereins deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens“ an den Landrat Gerdes vom 25.9.1935, in dem gegen das Marktverbot jüdischer Viehhändler Protest erhoben wurde, antwortete der Landrat wie folgt:

„... Die Bauern und übrigen Volksgenossen des Kreises Warendorf wünschen mit jüdischen Viehhändlern nicht mehr in geschäftliche Verbindung zu treten und steht zu befürchten, dass, falls zum Viehmarkt am 20.10.1935 in Warendorf jüdische Viehhändler zugelassen werden, die interessierten Käufer nicht erscheinen werden und somit ein für die Volksernährung wichtiger Markt ausfallen würde. Die Ernährung des deutschen Volkes sicherzustellen, erscheint mir wichtiger als die Rücksichtnahme auf eine Minderheit, die hinreichende Gelegenheit hat, auch auf anderen Gebieten ihren Lebensunterhalt zu erwerben.. ...

..............                                                                 Heil Hitler !                                                                                                gez. T e w e s (Kreisleiter)

 

Antijüdische Parolen am Geschäft der Familie Dessauer* (Abb. Trautner, aus: "Westfälische Nachrichten")

* Julius Dessauer verließ 1937 mit seiner Familie Warendorf und emigrierte nach Kolumbien.

Noch Ende 1937 gab es in Warendorf sechs jüdische Viehhändler; ein knappes Jahr später mussten sie ihre Gewerbescheine abgeben und verloren damit ihre Existenzgrundlage.

Die Ereignisse des Novemberpogroms von 1938 liefen in Warendorf ähnlich ab wie in den meisten deutschen Städten: Nach einer NSDAP-Veranstaltung zu „Ehren der Helden des 9.November 1923” begannen gegen Mitternacht die von der SA organisierten antisemitischen Ausschreitungen: Wohnhäuser wurden beschädigt, Mobiliar demoliert, die Scheiben der Synagoge eingeschlagen und deren Inneneinrichtung teilweise verwüstet sowie die jüdischen Friedhöfe geschändet. Mehrere Juden erlitten Verletzungen. Die Täter waren in erster Linie SA- und SS-Männer aus Warendorf.

Wenige Tage nach dem Pogrom wurde das jüdische Gemeindezentrum an der Freckenhorster Straße an einen Privatmann verkauft; allerdings musste er die Auflage erfüllen, dass das Äußere der Synagoge „nicht ihren bisherigen Zweck erkennen lasse. Auch der Ausverkauf jüdischer Anwesen wurde forciert. Zwischen 1937 und Kriegsbeginn emigrierten mehr als 30 jüdische Einwohner. Am 9.Dezember 1941 wurden die letzten sechs noch in Warendorf lebenden Juden nach Münster abtransportiert; zusammen mit einigen hundert anderen bestiegen sie wenige Tage später einen Deportationszug, der sie ins Ghetto Riga brachte; dort verlor sich ihre Spur.

 

Am 7. September 1945 - am jüdischen Neujahrstag - fand in einem provisorisch hergerichteten Betraum in der Warendorfer Synagoge der erste jüdische Gottesdienst im Münsterland nach der Verfolgungszeit statt. An diesem Tage brachten die Überlebenden eine hölzerne Tafel im Foyer des historischen Rathauses am Markt mit der folgenden Inschrift an:

Zum ewigen Gedenken an die jüdischen Gemeindemitglieder des Kreises Warendorf, die in den Konzentrationslagern ihr Leben gelassen haben.

Warendorf, den 7.Sept. 1945

Bis 1947 diente der Betsaal in Warendorf den überlebenden Juden des Münsterlandes als ihr religiöser Mittelpunkt. Seit 2001 steht das Synagogengebäude unter Denkmalschutz; das mittlerweile verfallene ehemalige Haus wird derzeit grundlegend saniert und zu einem Geschäftshaus umgewandelt.

Während auf dem alten Friedhof am Bentheimer Tor/Klosterpromenade – dieser wurde von 1772 bis 1823 belegt - nur noch drei Grabsteine erhalten geblieben sind, weist das Gelände des neuen jüdischen Friedhofs (vor dem Münstertor/Gerberstraße/Hugo-Spiegel-Str.) etwa 15 Grabsteine auf. Zudem erinnert hier ein Gedenkstein an die vertriebenen und ermordeten jüdischen Bürger von Warendorf; unter einem Text in hebräischer Sprache steht die deutsche Inschrift:

Zum Gedenken unserer jüdischen Mitbürger, die hier ihre Ruhestätte fanden,

und derer, die in den Jahren 1933 - 1945 umgekommen

Dieses Friedhofsgelände wurde auch in den 1970/80er Jahren für Begräbnisse genutzt.

Seit 1990 findet man eine Gedenkstele in der Warendorfer Fußgängerzone, Freckenhorster Straße; an Vorder- und Rückseite ist folgender Inschriftentext zu lesen:

Zur Erinnerung an die Jüdische Gemeinde in Warendorf,

deren Synagoge an der Freckenhorster Straße 7 am 9.November 1938 verwüstet wurde.

Die jüdischen Bürger von Warendorf wurden zwischen 1933 und 1941vertrieben, verschleppt oder ermordet.

 Im Warendorfer Stadtmuseum sind als einzig verbliebene Relikte aus der entweihten Synagoge zwei große hölzerne Löwen zu sehen.

Anlässlich des 72.Jahrestages des Novemberpogrom wurde in der Eingangshalle des Mariengymnasiums eine Gedenktafel enthüllt, die an acht jüdische Schülerinnen erinnert, die aus Warendorf deportiert und ermordet wurden.

2013 wurden in den Straßen Warendorfs 20 sog. „Stolpersteine“ verlegt, die an Angehörige von vier ehemaligen jüdischen Familien erinnern; weitere 13 Steine wurden 2014 in die Gehwege eingefügt.

verlegt für Angehörige der Fam. Lehmann Stolperstein für David LehmannStolperstein für Johanna LehmannStolperstein für Elly OsterStolperstein für Heinz Lehmann

Stolperstein für Hugo SpiegelStolperstein für Ruth SpiegelStolperstein für Rosa SpiegelStolperstein für Paul Spiegel

verlegt in der Schützenstraße für Familie Spiegel (alle Aufn. Gmbo, 2017, aus: wikipedia.org, CCO)

  Paul Spiegel wurde am 31. Dezember 1937 im westfälischen Warendorf als Sohn eines jüdischen Viehhändlers geboren. Nach der NS-Machtübernahme floh die Familie zunächst nach Brüssel; Paul Spiegel überlebte den Holocaust in Flandern, wo er von einer Bauernfamilie versteckt worden war. Seit Ende der 1950er Jahre arbeitete er als Journalist für mehrere Zeitungen. Ab 1993 nahm Spiegel im Zentralrat der Juden in Deutschland das Amt des Vizepräsidenten wahr. Zwei Jahre später wurde er zum Vorsitzenden des Landesverbandes der Jüdischen Gemeinden in Nordrhein-Westfalen berufen. Nach dem Tod von Ignatz Bubis im August 1999 folgte ihm Spiegel 2000 als Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland nach. Als oberster Repräsentant der jüdischen Bevölkerung in Deutschland trat er - ganz in Kontinuität seiner beiden Vorgänger - als kritischer Mahner gegenüber den neuen fremdenfeindlichen und antisemitischen Strömungen im wiedervereinigten Deutschland auf. Spiegel engagierte sich sein Leben lang für das Wachsen jüdischen Lebens in Deutschland sowie die Verständigung der Religionen. Für seine großen Verdienste für das Land Nordrhein-Westfalen, in dem er so tief verwurzelt war, wurde Paul Spiegel 2002 der Staatspreis des Landes Nordrhein-Westfalens, die höchste Auszeichnung des Landes, verliehen. Paul Spiegel verstarb im Jahre 2006.

 

Im heute zu Warendorf gehörenden Stadtteil Freckenhorst lebten auch einige jüdische Familien; nachweislich erste Ansässigkeit erfolgte hier um 1720. Um 1815 wohnten im Dorfe sieben Familien; Mitte des 19.Jahrhunderts erreichte die kleine Gemeinde ihre Höchstzahl mit 45 Personen, um 1930 waren es nur noch zwölf. Zeitweilig soll sich in Freckenhorst auch eine eigene Betstube in einem Privathause befunden haben; an hohen Feiertagen suchte man die Warendorfer Synagoge auf. Auf Grund der geringen Anzahl der Juden wurde in Freckenhorst kein eigener Friedhof angelegt; seit dem frühen 18.Jahrhundert beerdigte man die Toten in Warendorf. Die letzten im Dorf verbliebenen jüdischen Bewohner wurden Mitte Dezember 1941 mit dem ersten Transport ins Ghetto Riga deportiert; sechs wurden nachweislich Opfer der „Endlösung“.

Stolperstein für Siegfried LeffmannStolperstein für Alma Leffmann Mehrere „Stolpersteine“ erinnern in den Straßen Freckenhorsts an ehemalige jüdische Bewohner (Aufn. Gmbo, 2017, aus: wikipedia.org, CCO).    

 

Die sehr wenigen jüdischen Familien in der Kleinstadt Harsewinkel - es waren Viehhändler und Metzger - gehörten ebenfalls der Synagogengemeinde Warendorf an; deren Niederlassung im Ort war wohl zu Beginn des 19.Jahrhunderts erfolgt; in den 1890er Jahren kam noch eine von einer jüdischen Familie gegründete Textilhandlung hinzu. In Harsewinkel existierte ein kleiner Betraum in einem Privathause.

Beim Novemberpogrom von 1938 war das Wohn- und Textilgeschäft der Familie Mendels Ziel einheimischer und auswärtiger SA-Leute, die Schaufensterscheiben einwarfen. Der Geschäftsinhaber Karl Mendels wurde verhaftet und für zwei Wochen in der Arrestzelle am Spritzenhaus eingesperrt. Während er und seine Frau sich in die Emigration (nach Australien) retten konnten, wurden ihre in Harsewinkel verbleibenden Angehörigen und weitere Glaubensgenossen Opfer des Holocaust.

Einziges Zeugnis jüdischen Lebens in Harsewinkel ist - mit neun Grabstätten - heute der winzige Friedhof an der August-Claas-Straße; die letzter Beerdigung fand hier 1929 statt.

Jüdischer Friedhof in Harsewinkel (Aufn. aus: harsewinkel.de)

Vor dem ehemaligen Wohnhaus des jüdischen Kleinhändlers Salomon Lorch liegt seit 2016 ein sog. „Stolperstein“.

Handwerker: Gunter Demnig präsentiert den Stolperstein für Salomon Lorch. Das Loch hat er gerade ausgehoben. Hinten beobachtet Bürgermeisterin Sabine Amsbeck-Dopheide die Aktion. - © Meinolf Praest Gunter Demnig verlegt den „Stolperstein“ für Salomon Lorch (Aufn. M. Praest)

 

Im Dorfe Beelen – wenige Kilometer südöstlich von Warendorf – haben sich Juden vermutlich erst zu Beginn des 19.Jahrhunderts ansässig gemacht; dabei handelte es sich stets nur um sehr wenige Familien, die der Synagogengemeinde Warendorf angehörten. Als einzige Einrichtung verfügte die winzige jüdische Gemeinschaft über ein ca. 250 m² großes Begräbnisgelände, das in den 1820er Jahren angelegt wurde. Sechs Grabsteine befinden sich heute auf dem Areal an der Neumühlenstraße.

Begräbnisgelände (Aufn. M. Cyron, 2015, aus: wikipedia.org, CC BY 4.0) 

 

Weitere Informationen:

Heinrich Schütter, Zur Geschichte der Juden in Freckenhorst, in: "Warendorfer Blätter für Heimatpflege und Kultur", 12/1930, S. 50 f.

Joseph Mauve, Die ehemalige Judensynagoge in Warendorf, in: "Neue Blätter für Orts- und Heimatkunde im Kreise Warendorf", 5/1954

Bernhard Brilling, Eine hebräische Handschrift aus Warendorf, in: "Westfalen", 40/1962, S. 333 f.

Paul Leidinger, NS-Dokumente zur Judenverfolgung in Warendorf, in: "Neue Blätter für Orts- und Heimatkunde im Kreise Warendorf", 42/1964, S. 166 f.

Diethard Aschoff, Die Juden in Warendorf. Zum frühesten Vorkommen der Juden in Warendorf, in: "Warendorfer Schriften", No. 8 - 10 (1978/1980)

Matthias M.Ester, Das Statut der Synagogengemeinde Warendorf von 1856 - im Zeichen von Reaktion und Emanzipation, in: "Warendorfer Schriften", No. 8 - 10 (1978/80)

Matthias M.Ester, Was kam nach Zuhorns ‘Geschichte der Juden in Warendorf’ (1914) ? Ergebnisse und Aufgaben einer lokalen Historiographie zur Geschichte der jüdischen Minderheit in Warendorf, in: Pfarrei St. Laurentius (Hrg.), 1200 Jahre Pfarrei Sankt Laurentius, Warendorf 1985, S. 333 - 371

Alfred Smieszchala, Die Warendorfer Synagoge - Ein Beitrag zur Baugeschichte, in: "Warendorfer Schriften", No. 19/20 (1989/90), S. 131 f.

Matthias Brömmelhaus, “Nach unbekannt verzogen” - Die Geschichte der Warendorfer Juden in der Zeit des Dritten Reiches, in: Quellen und Forschungen zur Geschichte des Kreises Warendorf, Hrg. Kreisgeschichtsverein Beckum-Warendorf e.V., Warendorf 1988

Heinrich Löbbers jun., Die Juden in Freckenhorst und ihre Verfolgung im Dritten Reich, in: "Freckenhorst", Heft 7/1988, S. 63 – 71

Günter Birkmann/Hartmut Stratmann, Bedenke vor wem du stehst - 300 Synagogen und ihre Geschichte in Westfalen und Lippe, Klartext Verlag, Essen 1998, S. 248 - 250

Matthias M.Ester, Gedenken und Erinnern an Warendorfer Juden nach dem Holocaust. Beispiele und Beobachtungen 1970 - 1999, in: "Warendorfer Schriften", No. 28/29 (1999), S. 181 ff.

Michael Brocke (Hrg.), Feuer an dein Heiligtum gelegt - Zerstörte Synagogen 1938 Nordrhein-Westfalen, Ludwig Steinheim-Institut, Kamp Verlag, Bochum 1999, S. 544

Walter Tillmann, Geflüchtet – Verschollen – Ermordet. Das Schicksal der jüdischen Familie Hertz aus Ostenfelde, in: "Quellen und Forschungen zur Geschichte des Kreises Warendorf", 41/2003

Diethard Aschoff, Schwere Zeiten - Zur Geschichte der Juden in Warendorf bis zum Ende des Fürstbistums Münster, in: Geschichte der Stadt Warendorf, Band 2, Hrg. Stadt Warendorf, Warendorf 2000, S. 609 ff.

Matthias M. Ester, Die jüdische Minderheit in Warendorf im 19. und 20.Jahrhundert, in: Paul Leidinger (Hrg.), Geschichte der Stadt Warendorf II, Warendorf/Münster 2000, S. 651 ff.

Jürgen Gojny, “Arisierungen” im Altkreis Warendorf, in: "Spuren der Verfolgten", Band 1, Heft 4/2000

Jürgen Gojny, Warendorf während der NS-Zeit (1933 - 1945), in: Paul Leidinger (Hrg.), Geschichte der Stadt Warendorf II, Warendorf/Münster 2000, S. 199 ff.

Elfi Pracht-Jörns, Jüdisches Kulturerbe in Nordrhein-Westfalen. Regierungsbezirk Münster, J.P.Bachem Verlag, Köln 2002, S. 493 - 505

Rosemarie Kosche, Studien zur Geschichte der Juden zwischen Rhein und Weser im Mittelalter, in: "Forschungen zur Geschichte der Juden, Abt. A: Abhandlungen", Band 15, Verlag Hahnsche Buchhandlung, Hannover 2002

Matthias M. Ester, Vom Geleit zur Schoah. Jüdische Gemeinden im Kreis Warendorf von der Entstehung im Spätmittelalter bis zur Ausrottung in der NS-Zeit, in: "Münsterland. Jahrbuch Kreis Warendorf", 54/2005, S. 195 - 217

Matthias M. Ester (Bearb.), Warendorf, in: Historisches Handbuch der jüdischen Gemeinschaften in Westfalen und Lippe. Die Ortschaften und Territorien im heutigen Regierungsbezirk Münster, Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Westfalen XLV, Ardey-Verlag, München 2008, S. 725 – 748

Gisela Möllenhoff/Rita Schlautmann-Overmeyer (Bearb.), Warendorf-Freckenhorst, in: Historisches Handbuch der jüdischen Gemeinschaften in Westfalen und Lippe. Die Ortschaften und Territorien im heutigen Regierungsbezirk Münster, Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Westfalen XLV, Ardey-Verlag, München 2008, S. 748 – 754

Matthias M. Ester (Bearb.), Beelen, in: Historisches Handbuch der jüdischen Gemeinschaften in Westfalen und Lippe. Die Ortschaften und Territorien im heutigen Regierungsbezirk Münster, Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Westfalen XLV, Ardey-Verlag, München 2008, S. 183 - 190

Beate Trautner (Red.), Wenn Geschichte einen Namen bekommt: Margarita Voloj-Dessauer berichtet. Gewaltiger Marsch durch Raum und Zeit, in: „Westfälische Nachrichten“ vom 7.11.2012

Stolpersteine in Warendorf – Flyer, hrg. von der Evangelischen Kirchengemeinde, 2014 (online abrufbar unter: eg-warendorf.de)

Sebastian Wemhoff (Red.), Das Gedenken in die Stadt tragen: Die Gedenkstele in der Freckenhorster Straße, in: „Westfälische Nachrichten“ vom 30.8.2016

Stolpersteine erinnern an NS-Opfer, in: „Die Glocke“ vom 7.11.2016

Meinolf Praest (Red.), Stolperstein in Harsewinkel erinnert an letzten jüdischen Bürger der Stadt, in: „NWZ - Neue Westfälische Zeitung“ vom 15.12.2016

Auflistung der in Warendorf verlegten Stolpersteine, online abrufbar unter: wikipedia.org/wiki/Liste_der_Stolpersteine_in_Warendorf