Lichtenfels (Oberfranken/Bayern)

Wirtschaft | Oberfranken Datei:Lichtenfels in LIF.svg Lichtenfels ist eine Kreisstadt im bayrischen Regierungsbezirk Oberfranken mit derzeit ca. 20.000 Einwohnern; sie liegt ca. 20 Kilometer südlich von Coburg (Kartenskizzen 'Oberfranken', aus: oberfranken.de  und  'Kreis Lichtenfels', Hagar 2010, aus: commons.wikimedia.org, CC BY-SA 3.0).

 

Erste jüdische Niederlassung in Lichtenfels erfolgte im Laufe des 13.Jahrhunderts - erstmals 1268 erwähnt; allerdings dürfte es sich dabei nur um sehr wenige Familien gehandelt haben. Die zu Beginn des 15.Jahrhunderts in Lichtenfels lebenden Juden standen unter bischöflichen Schutz und machten sich als Finanziers der Bamberger Bischöfe unentbehrlich; trotzdem stand ihr Wohnrecht immer wieder in Frage; zeitweilige Vertreibungen waren die Folge.

Karte lichtenfels.jpg

Lichtenfels auf einer Bildkarte (unten rechts), um 1700 (Abb. aus: commons.wikimedia.org, gemeinfrei)

Nach ihrer Ausweisung aus dem Fürstbistum Bamberg (um 1495/1500) lassen sich Juden in Lichtenfels urkundlich erst wieder ab 1677 nachweisen; der Bamberger Bischof hatte in den Folgejahren elf jüdischen Familien ein Ansässigkeitsrecht in Lichtenfels verbrieft. Diese lebten zumeist als arme Händler/Hausierer am Rande des Existenzminimums; wirtschaftliche Verbesserungen brachte der Anschluss des Hochstifts an Bayern, da nun die Zollgrenzen fielen und sich der Erwerbsraum für die jüdischen Lichtenfelser „Handelsmänner“ vergrößerte. Zwischen 1755 und 1764 soll es in Lichtenfels zu antijüdischen Unruhen gekommen sein. So hatten sich im Laufe des 18.Jahrhunderts im Ort deutliche antijüdische Tendenzen abgezeichnet, die vor allem vom hiesigen Dorfpfarrer vorangetrieben wurden; dieser regte an, die Zahl der jüdischen Familien zu begrenzen und diese dann ghettoartig in einer Ecke des Dorfes zusammenzulegen. So beklagte der Lichtenfelser Pfarrer, dass „Juden- und Christenweiber, welche nebeneinander wohnten und miteinander aufwuchsen, zu Duzschwestern (würden), welches der Würdigkeit des christlichen Namens zuwiderlaufe“.

Um 1810 war die Zahl der in Lichtenfels lebenden Juden mit ca. 160 Personen am größten. Sie lebten zunächst teils in der Juden-, teils in der Farb- und Reitschgasse; nach 1800 lagen ihre bevorzugte Wohngebiete in der Coburger Straße und Laurenzistraße.

Das heute noch bestehende Synagogengebäude in der Judengasse 12 ersetzte ab 1797 ältere Beträume, die es in Lichtenfels bereits Ende des 17.Jahrhunderts gegeben hatte; der älteste befand sich außerhalb der Stadtmauer in der sog. Vorstadt. Als 1867 ein neuer Thoraschrein im renovierten Gebäude eingebaut wurde, erfolgte im gleichen Jahre eine feierliche Wiedereröffnung des Bethauses. Über die Neueinweihung der Synagoge berichtete das „Lichtenfelser Tageblatt“ in seiner Ausgabe vom 21.9.1867:

Gestern Abend gegen 6 Uhr begannen die Einweihungszeremonien der neu restaurirten Synagoge dahier. Ein Zug vom israel. Schulhause mit der Jugend voran, bewegte sich der unfern liegenden Synagoge zu. Herr Distr.-Rabbiner Traub mit mehreren Gemeindemitgliedern, welche die Gesetzesrollen zur Synagoge trugen, waren von den Gewerkmeistern und deren Gesellen begleitet. Unter Posaunen und Trompetentönen wurden die Thorarollen in den geschmackvoll gezierten Schrein gesetzt, wozu ein Gesang in hebr. Sprache vom Hrn. Lehrer Eisemann, ebenfalls mit Begleitung obiger Instrumente vorgetragen wurde. Was das Innere der kleinen Synagoge anlangt, so ist es äußerst geschmackvoll eingerichtet. Gas und Kerzenflammen erhöhten den Eindruck, den der sonst nett gearbeitete Chor schon an und für sich macht. Sämmtliche Gewerkmeister, die dabei beschäftiget, verdienen Lob und Ehre ... Den weitern Gottesdienst anlangend, wurde nach einem deutschen Lied die Predigt über die Textesworte Ps. 119 ‚Mich gelüstet nach deiner Hülfe, o Gott und deine Lehre ist meine Luft’ vom Hrn. Distr.-Rabbiner Traub recht gut ausgeführt und vorgetragen. Sodann folgte der andere allsabbatliche Gottesdienst, wornach die Segnung der Jugend durch Hrn. Rabbiner erfolgte und mit dem Igdalgesang diese Feierlichkeit schloß. Die vorher speziell zu diesem Feste geladenen Tit. Herren Beamten, sowie die hochw. Geistlichkeit von hier und Schney, verherrlichte dieses Fest durch ihre Anwesenheit.

Ab Ende der 1820er Jahre unterhielt die Gemeinde auch eine Religionsschule mit eigenem Lehrer.

 http://www.alemannia-judaica.de/images/Images%2098/Lichtenfels%20Israelit%2018021909.jpg http://www.alemannia-judaica.de/images/Images%20149/Lichtenfels%20Israelit%2023041925.jpg

Stellenangebote aus der Zeitschrift „Der Israelit” vom 27.Febr. 1889, 18.Febr. 1909 und 23.April 1925

Ihre Verstorbenen bestattete die Lichtenfelser Judenschaft über Jahrhunderte hinweg auf dem jüdischen Friedhof am Ebnether Berg bei Burgkunstadt; um 1840 wurde ein eigener Begräbnisplatz an der Heide angelegt, der bis 1940 bestand.

Nach der Einrichtung des Distriktrabbinats Redwitz (1825) wurde die Lichtenfelser Gemeinde diesem zugewiesen, knapp vier Jahrzehnte später dann Burgkunstadt zugeteilt; ab 1914 war das Bezirksrabbinat Bayreuth zuständig.

Juden in Lichtenfels:

         --- um 1450 .........................   5 jüdische Familien,

    --- 1746 ............................   7   “         “    ,

    --- 1763 ............................  12   “         “   (63 Pers.),

    --- 1790 ............................  11   “         “   (79 Pers.),

    --- 1812 ............................ 155 Juden (ca. 7% d. Bevölk.),

    --- 1820/21 ......................... 137   “ ,

    --- 1824 ............................  20 jüdische Familien (Matrikelinhaber),

    --- um 1830 .........................  81 Juden,

    --- 1837 ............................ 137   “  ,

    --- 1867 ............................  82   “   (ca. 4% d. Bevölk.),

    --- 1888 ............................  81   “  ,

    --- 1900/04 ......................... 111   “   (ca. 3% d. Bevölk.),

--- 1910 ............................  80   “  ,

--- 1925 ............................  74   “  ,

    --- 1933 (Jan.) .....................  69   “   (ca. 1% d. Bevölk.),

    --- 1938 (Sept.) ....................  53   “  ,

    --- 1941 ............................  15   “  ,

    --- 1942 (Sept.) ....................  ein  “ ().

Angaben aus: Baruch Z. Ophir/Falk Wiesemann, Die jüdischen Gemeinden in Bayern 1918 - 1945, S. 141

und                 Josef Motschmann, Als aus Juden Nachbarn und aus Nachbarn Juden wurden, ... , S. 314

 

      Ak Lichtenfels im Obermainland Oberfranken, Der Marktplatz, Tor, Kreuz Marktplatz in Lichtenfels - Bildpostkarte (aus: akpool.de)

Von den 1848 in der Umgebung von Kronach ausgebrochenen Unruhen, die sich vor allem gegen den Adel der Region richteten, war auch Lichtenfels betroffen; hier wandte sich die Stimmung insbesondere gegen die hier lebenden Juden.

Ihren Lebensunterhalt verdienten die Juden zu Beginn des 19.Jahrhunderts ausnahmslos im Kleinhandel und im Viehhandel. Mit der Ansiedlung einiger jüdischer Familien aus umliegenden Dörfern gegen Ende des 19.Jahrhunderts nahm die Flecht- und Korbherstellung und damit auch der Korbhandel in der Region einen derartigen Aufschwung, dass sich hier Betriebe, z.B. die Firma Bamberger, entwickelten, die weit über die Grenzen hinaus Weltruf erlangten.

http://www.alemannia-judaica.de/images/Images%20296/Lichtenfels%20Dok%20460a.jpg Rechnungskopf aus dem Jahre 1936

Anm.: Der Firmengründer David Bamberger (geb. 1811 in Mitwitz) wurde dort 1837 im Handelsregister als Lebküchner, danach als Krämer und 1865 als Einzelhändler geführt. 1875 schickte er seine beiden Söhne nach Lichtenfels, um dort eine Niederlassung seines Jahre zuvor gegründeten Geschäftes zur Herstellung von Körben aufzumachen. Alsbald wurde der Betrieb in Mitwitz geschlossen; das in Lichtenfels neubegründete Unternehmen florierte und entwickelte sich in kurzer Zeit zum größten Betrieb in der Kleinstadt (mit mehr als 100 Beschäftigten und weiteren 100 Heimarbeitern) und zu eine der größten Firmen in Europa für Materialien, die in der Korb- und Möbelindustrie Verwendung fanden. Im Jahre 1939 endete dann die Firmengeschichte, nachdem die Inhaber Alfred und Ludwig Bamberger aus NS-Deutschland emigriert waren.

 

Die jüdische Bevölkerung setzte sich 1933 aus knapp 70 Personen zusammen. Nach der NS-Machtübernahme wurde sie Schritt für Schritt aus dem gesellschaftlichen und ökonomischen Leben ausgeschaltet. Der Boykott jüdischer Geschäfte wurde im „Lichtenfelser Tageblatt” am 1.4.1933 mit einem Aufruf in Gang gesetzt. Auf einer „Boykott-Kundgebung“ auf dem Lichtenfelser Marktplatz stimmte der NSDAP-Ortsgruppenleiter die etwa 600 Zuhörer auf den Boykott ein. Allerdings schien der Aufruf zur Meidung jüdischer Geschäfte zunächst von den Lichtenfelsern kaum beachtet worden sein. Die städtischen Behörden versuchten nun den wirtschaftlichen Einfluss der Juden weiter einzuengen, indem sie jüdische Kleinhändler nicht mehr zu den Märkten zuließen. Bis 1938 emigrierten 21 jüdische Bürger aus Lichtenfels; zusammen mit denen, die noch in den beiden folgenden Jahren den Ort verließen, waren es 44 Personen, die vor allem in den USA und in Großbritannien Zuflucht suchten. In der Pogromnacht vom November 1938 wurde die Inneneinrichtung der Synagoge von ca. 20 SA-Angehörigen zerstört. Zusammen mit dem Lichtenfelser Bürgermeister Wilhelm Krautheim leitete der NSDAP-Kreisleiter Lorenz Kraus die Ausschreitungen vor Ort. Wohnungen und Geschäftsräume von Juden wurden aufgebrochen, das Innere verwüstet, Menschen gedemütigt und schwer misshandelt; die Männer wurden ins hiesige Amtsgerichtsgefängnis gebracht; von hier sollten sie ins KZ Dachau eingeliefert werden; doch wegen Überfüllung des Lagers wurde der Häftlingstransport ins Gefängnis nach Hof umgeleitet. Noch während der „Schutzhaft“ in Hof wurde den Juden nahegelegt, ihren Besitz in „arische“ Hände zu übertragen.

                 Aus dem „Lichtenfelser Tageblatt” vom 10.11.1938:

Grenzenlose Empörung über die jüdische Mordtat

Lichtenfels, den 10. November 1938

.... So war es denn kein Wunder, daß sich die empörte Volksseele Luft machte und heute morgen konnte festgestellt werden, daß auch in unserer Stadt den hier wohnenden Juden ein Denkzettel gegeben worden ist, der ihnen den Tag, an dem ihr Rassegenosse Grynszpan hinterhältig die Mordkugeln auf einen deutschen Volksgenossen abgeschossen hat, in steter Erinnerung halten wird. Die Wohnungen der hiesigen Juden und die Synagoge wurden zum Teil schwer beschädigt, und da angenommen werden mußte, daß sich die Wut der Bevölkerung auch gegen die Juden selbst richten würde, wurden diese ... zu ihrer eigenen Sicherheit in Schutzhaft genommen. In den frühen Morgenstunden waren heute die Judenhäuser und die Synagoge von vielen Volksgenossen ... aufgesucht worden, und immer wieder hörte man, welch grenzenlose Empörung und tiefe Abscheu das ganze Volk über den feigen jüdischen Mord in Paris ergriffen hat.

Karl Kraus.png Ein Opfer des Pogroms in Lichtenfels war Karl Kraus, der später an den Folgen der gegen ihn ausgeübten Gewalttätigkeiten verstarb.

Kurz nach dem Pogrom wurden Synagogen- und Schulgebäude an die Kommune verkauft; wenige Jahre nach Kriegsende ging das ehemalige Synagogengebäude in Privatbesitz über; es wurde zunächst als Gebetsraum einer Freikirche, danach als Lagerraum genutzt. 1940 schlossen die NS-Behörden den jüdische Friedhof an der Heide und ebneten das Gelände ein; die allermeisten Grabsteine wurden für Straßenbaumaßnahmen verwendet.

Im Frühjahr 1940 wurden alle noch in Lichtenfels verbliebenen Juden im „Judenhaus“ in der Judengasse 14 zwangsweise einquartiert. Im April bzw. September 1942 wurden sie von hier „in den Osten“ deportiert; keiner von ihnen kehrte von dort wieder zurück

Nach Angaben der Gedenkstätte Yad Vashem/Jerusalem und des "Gedenkbuches - Opfer der Verfolgung der Juden ..." sind 31 aus Lichtenfels stammende bzw. längere Zeit hier ansässig gewesene jüdische Bürger Opfer der Shoa geworden; von den zur israelitischen Gemeinde Lichtenfels gehörenden Juden aus Seubelsdorf kamen fünf gewaltsam ums Leben (namentliche Nennung der betroffenen Personen siehe: alemannia-judaica.de/lichtenfels_synagoge.htm).

1948/1949 standen vier am Pogrom in Lichtenfels aktiv Beteiligte vor dem Landgericht Coburg; drei wurden zu Gefängnisstrafen verurteilt.

 

  Auf dem (fast grabsteinlosen) jüdischen Friedhof in Lichtenfels erinnert ein Gedenkstein-Ensemble an die Opfer der NS-Herrschaft; eingerahmt von zwei mit 25 Namen jüdischer Bürger versehenen Steinen trägt ein weiterer Stein die kurze Inschrift: "Den jüdischen Opfern des Faschismus 1933 - 1945".

Mahnmal (beide Aufn. S., 2012, aus: wikipedia.org, CC BY-SA 3.0

Seit 1995 erinnert eine Tafel am Schulbrunnen in der Lichtenfelser Fußgängerzone an die Geschehnisse mit folgenden Worten:

Zur steten Mahnung an die Verbrechen der Pogromnacht vom 09. und 10.11. 1938 und das Unrecht gegenüber ihren jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürgern im Dritten Reich benennt die Stadt Lichtenfels diesen Brunnen nach der damals im gegenüberliegenden Anwesen Judengasse 14 befindlichen israelitischen Volksschule.

 http://www.alemannia-judaica.de/images/Images%2084/Lichtenfels%20Synagoge%20140.jpg

Das ehem. Synagogengebäude vor der Sanierung (Aufn. H.-Chr. Haas, 2006, aus. hdbg.eu/juedisches_leben/synagoge/lichtenfels  und  Aufn. J. Hanke)

Der im Jahre 2007 gegründete Verein „Förderer der ehemaligen Synagoge in Lichtenfels e.V.“ hatte es sich als Ziel gesetzt, das in seiner Bausubstanz völlig erhaltene Synagogengebäude bei dessen Sanierung und künftigen kulturellen Nutzung unterstützend zu begleiten. 2010 wurde per Ratsbeschluss die weitgehende Restaurierung in Gang gesetzt, ein Jahr später abgeschlossen. Neben stattfindenden Kulturveranstaltungen wird hier auch über die Geschichte des Gebäudes und das Schicksal der jüdischen Lichtenfelser informiert.

nach der Restaurierung (Aufn. Gliwi, 2013, aus: wikipedia.org, CC BY-SA 3.0)

Vor der ehemaligen Synagoge wurde ein Platz angelegt, in dessen Mittelpunkt eine Kopfweide das Wirken der früheren jüdischen Korbhändlerfamilien symbolisiert.

2018 wurden in Lichtenfels an vier Standorten die ersten 13 sog. „Stolpersteine“ verlegt, die an das Schicksal jüdischer Verfolgter erinnern; weitere elf Steine kamen im Frühjahr 2019 hinzu. Vier Jahre später erfolgte eine weitere Verlegeaktion an sechs Standorten.

                   Stolperstein Lichtenfels Judengasse 11 Betty Oppenheimer.jpgStolperstein Lichtenfels Judengasse 11 Alfred Oppenheimer.jpgStolperstein Lichtenfels Judengasse 11 Anni Oppenheimer.jpgverlegt in der Bamberger Str. (Aufn. M.Kramer, 2019, aus: wikipedia.org, CC BY-SA 3.0)

Johanna Marx.pngSigmund Marx.pngAlfred Marx.pngFrieda Marx.png Ellen Marx.png

verlegt für Angehörige der Familie Marx in der Bamberger Straße (Aufn. Egareis, 2021, aus: wikipedia.org, CC BY-SA 4.0)

Jüngst wurde mit der Benennung des „Sofie-Seliger-Weg“ stellvertretend an die hiesigen jüdischen Opfer der NS-Gewaltherrschaft gedacht.

 

 

In dem heute zu Lichtenfels zählenden Stadtteil Mistelfeld gab es bis in die zweite Hälfte des 19.Jahrhunderts eine kleine jüdische Gemeinde.

[vgl. Mistelfeld (Bayern)]

 

 

 

Weitere Informationen:

A.Eckstein, Geschichte der Juden im ehemaligen Fürstbistum Bamberg, Bamberg 1898

Heinrich Meyer, Die Lichtenfelser Juden. Ein Beitrag zur Stadtgeschichte, in: "Geschichte am Obermain", Heft 5/1968/1969, S. 135 - 166

Baruch Z. Ophir/Falk Wiesemann, Die jüdischen Gemeinden in Bayern 1918 - 1945. Geschichte und Zerstörung, R.Oldenbourg-Verlag, München/Wien 1979, S. 141 - 143

Erwin Vollmuth, Der 9.November 1938 (“Reichskristallnacht”) in Lichtenfels, in: "Fränkische Heimat am Obermain", 18/1981, S. 20 ff.

Josef Motschmann, Der Leidensweg der Juden am Obermain - Das Ende der Jüdischen Gemeinden in Lichtenfels, Burgkunstadt und Altenkunstadt in den Jahren 1933 - 1942, Lichtenfels 1983

Harm-Hinrich Brandt, Zwischen Schutzherrschaft und Emanzipation. Studien zur Geschichte der mainfränkischen Juden im 19.Jahrhundert, in: "Mainfränkische Studien", No. 39, Würzburg 1987

Josef Motschmann, Als aus Juden Nachbarn und aus Nachbarn Juden wurden. Jüdische Gemeinden im 19. und 20.Jahrhundert, in: G.Dippold/J.Urban (Hrg.), Im oberen Maintal, auf dem Jura, an Rodach und Itz, Lichtenfels 1990, S. 314 f.

Israel Schwierz, Steinerne Zeugnisse jüdischen Lebens in Bayern - Eine Dokumentation, Hrg. Bayrische Landeszentrale für politische Bildungsarbeit, München 1992, S. 227 f.

Walter S. Kohn, 50 Jahre nach der Deportierung der letzten Lichtenfelser Juden. Gedanken zum 9.November 1988, in:  Stadtarchiv Lichtenfeld (Hrg.), "Lichtenfelser Hefte zur Heimatgeschichte 2", Lichtenfels 1995

Klaus Bamberger, Aus der Geschichte der Familie Bamberger. Kindheitserinnerungen an Lichtenfels, in: Stadtarchiv Lichtenfels (Hrg.), "Lichtenfelser Hefte zur Heimatgeschichte - Sonderheft 3"

Günter Dippold, Die jüdischen Friedhöfe in der Umgebung von Burgkunstadt, in: J. Motschmann/S. Rudolph, "Guter Ort" über dem Maintal - Der jüdische Friedhof bei Burgkunstadt, Reihe: "Colloquium Historicum Wirsbergense", Lichtenfels 1999, S. 129 - 134

A. Hager/H.-Chr. Haas, Lichtenfels, in: Mehr als Steine ... Synagogengedenkband Bayern, Band 1, Kunstverlag Josef Fink, Lindenberg/Allgäu 2007, S. 193 - 200

Lichtenfels, in: alemannia-judaica.de (mit zahlreichen Dokumenten zur jüdischen Ortshistorie)

Hans-Peter Süss, Jüdische Archäologie im nördlichen Bayern. Franken und Oberfranken, in: Arbeiten zur Archäologie Süddeutschlands Band 25, Büchenbach 2010, S. 83 – 85

Guido Geelen Red.), Begegnungsort und mahnende Zeitzeugin: Grünes Licht für aufwändige Sanierung der ehemaligen Synagoge, in: „Obermain-Tageblatt“ vom 14.10.2010

N.N. (Red.), 120.000 Euro von der EU. Die ehemalige Synagoge in Lichtenfels wird ein Kulturtreff , in: „Fränkischer Tag“ vom 23.3.2011

Andreas Welz/Bianca Fischer (Red.), Synagoge wird Stätte der Begegnung, in: „Neue Presse Coburg“ vom 29.10.2011

Christine Wittenbauer (Hrg.), Die Lichtenfelser Synagoge. Festgabe zur Eröffnung der ehemaligen Synagoge als Kunst-, Kultur- und Begegnungsstätte, in: Stadtarchiv Lichtenfels (Hrg.), "Lichtenfelser Hefte zur Heimatgeschichte", Heft 12, Lichtenfels 2011

Markus Drossel (Red.), Lichtenfels. Den Weg für Stolpersteine geebnet, in: „Obermain-Tagblatt“ vom 1.6.2017

Jochen Berger (Red.), Lichtenfels: Stolpersteine als Erinerungen auf dem Weg, in: inFranken.de vom 2.11.2017

Steffen Huber (Red.), Lichtenfels. 13 Stolpersteine für 13 Menschenleben verlegt, in: „Obermain-Tagblatt“ vom 17.11.2018

Stadtarchiv Lichtenfels, „13 Führerscheine – 13 jüdische Schicksale“ - Sonderausstellung, Nov. 2018 (erstellt von SchülerInnen des P-Seminars „Geschichte“ des Meranier-Gymnasiums)

Ramona Popp (Red.), Stolpersteine. Lichtenfels setzt Zeichen gegen das Vergessen, in „Fränkischer Tag“ vom 4.4.2019

Corinna Tübel (Red.), Stolpersteine gegen das Vergessen, in: „Fränkischer Tag“ vom 2.6.2019

Auflistung der in Lichtenfels verlegten Stolpersteine, online abrufbar unter: wikipedia.org/wiki/Liste_der_Stolpersteine_in_Lichtenfels_(Oberfranken)

Stadtverwaltung Lichtenfels (Hrg.), Stolpersteine Lichtenfels, online abrufbar unter: stssoslpersteine.lichtenfels.de (Anm. mit biografischen Angaben von Angehörigen der betroffenen Familien, incl. diverser Bildmaterialien)

N.N. (Red.), Veranstaltungen in Lichtenfels zum Festjahr 2021 „Jüdisches Leben in Deutschland“, in: „Der Wiesentbote“ vom 9.10.2021

Heinz Fischer (Red.), Jüdisches Gedenken: Ein Filmprojekt gegen das Vergessen, in: „Fränkischer Tag“ vom 21.8.2023

Carolin Gißibl (Red.), Lichtenfels – Stolpersteine zum Gedenken an NS-Opfer verlegt, in: „Obermain-Tagblatt“ vom 1.9.2023