Laudenbach/Main (Unterfranken/Bayern)

Datei:Karlstadt in MSP.svg Laudenbach ist mit seinen derzeit ca. 1.100 Einwohnern seit 1978 ein Ortsteil von Karlstadt - ca. 25 Kilometer nördlich von Würzburg gelegen (Karlstadt auf topografische Kartenskizze, aus: wikiwand.com/de/Leinacher_Bach  und  Kartenskizze 'Landkreis Main-Spessart', Hagar 2010, aus: commons.wikimedia.org, CC BY-SA 3.0).

 

In der ersten Hälfte des 19.Jahrhunderts erreichte der jüdische Anteil an der Dorfbevölkerung zeitweilig nahezu30% der Gesamteinwohnerschaft.

Spätestens seit dem frühen 17.Jahrhundert gab es im Dorfe Laudenbach eine jüdische Gemeinde. Unter den Wertheimer Grafen waren im Laufe des 16.Jahrhunderts (oder schon im 15.Jahrhundert) Juden hier zugewandert; so belegt eine Urkunde von 1486 jüdische Anwesenheit in Laudenbach. In einer weiteren Urkunde (1516) ist vom Verbot des Zugangs im Hochstift Würzburg für die Laudenbacher Juden die Rede. Weitere Unterlagen stammen aus den Jahren 1524, 1526, 1542 und 1579.

Die in Laudenbach und anderen Dörfern lebenden Juden standen teils unter dem Schutz des Hochstifts Würzburg, teils unter dem adliger Geschlechter; besonders letztere versprachen sich durch die Aufnahme der jüdischen Familien handfeste wirtschaftliche Vorteile.

  https://i2.wp.com/www.synagoge-laudenbach.de/wp-content/uploads/2016/02/34-J%C3%BCdische-H%C3%A4user-1871-2.png

Jüdische Kultuseinrichtungen und von jüdischen Familien bewohnte Häuser, um 1920 (Abb. aus: synagoge-laudenbach.de)

Bereits im 17.Jahrhundert verfügte die Judenschaft Laudenbachs über ein am nördlichen Ortsrand gelegenes Bethaus ("alte Schul"), das im Laufe der Zeit baufällig geworden war und 1736 grundlegend saniert werden musste - wie aus einem Schreiben der Gemeinde an den Karlstadter Amtsverweser zum Ausdruck kommt („ daß wir in gnädigsten Schutz zu Laudenbach angesessene Judenschafft von unvordenklichen Jahren her hier unsere eigene Synagog haben. Nun ist aber dmahlen solche Synagog wegen alterthumbs ganr ruinos und baufällig"). Im Laufe des 19.Jahrhunderts wurde dieser Bau abermals mehrfach renoviert bzw. erweitert. Über dem Portal war folgende hebräische Inschrift zu lesen: „Gebaut habe ich ein Haus zur Wohnung dir“ (aus 1. Könige 8,13)

http://www.synagoge-laudenbach.de/wp-content/uploads/2015/10/Zeichnung-G%C3%BCnther-Thoma-1-2.jpghttp://www.alemannia-judaica.de/images/Images%2082/Laudenbach%20MSP%20Synagoge%20210.jpg

  (Mögliche) Außenansicht der Synagoge (Zeichnung Günther Thoma) und Aron ha-Kodesch mit Gebotstafeln (hist. Aufn.)

erhaltengebliebener Hochzeitsstein (Abb. aus: synagoge-laudenbach.de) Hochzeitstein (Chuppastein) mit der Jahreszahl 1736 an der Mauer zur Mühlbacher Straße.

Zur Verrichtung religiöser Aufgaben war seitens der Kultusgemeinde ein Lehrer angestellt. Zu den über viele Jahre hier tätigen Lehrern gehörten Lazarus Blumenthal (1872-1905) und Hirsch Oppenheimer (1905-1932).

http://www.alemannia-judaica.de/images/Images%20274/Laudenbach%20MSP%20Israelit%2020031872.jpg Stellenausschreibung von 1872

Zu den Einrichtungen der jüdischen Gemeinde zählten zudem eine Mikwe und ein bereits um 1665 (möglicherweise bereits noch eher) genutztes großflächiges Friedhofsgelände auf dem Kamm des Burgberges, das auch von anderen jüdischen Dorfgemeinden als Begräbnisstätte genutzt und unterhalten wurde; Eigentümer des Friedhofes waren die Kultusgemeinden Adelsberg, Gössenheim, Heßdorf, Lohr, Urspringen, Veitshöchheim und Laudenbach. Um 1930 wurde der Bezirksfriedhof noch genutzt, und zwar von den Juden aus Adelsberg, Arnstein, Gemünden, Heßdorf, Karlstadt, Laudenbach, Lohr, Thüngen, Urspringen, Veitshöchheim und Wiesenfeld. Aus diesen umliegenden Ortschaften führten sog. „Judenwege“ sternförmig nach Laudenbach; diese wurden jahrhundertelang genutzt, um die Verstorbenen aus den einzelnen, z.T. weit entfernten Gemeinden nach Laudenbach zu tragen; dabei wurde das Durchqueren von Ortschaften vermieden, um die dafür entstehenden Gebühren zu umgehen. Schätzungsweise befinden sich auf dem Friedhofsgelände ca. 3.500 Gräber; die Zahl der sichtbaren Grabsteine beläuft sich auf ca. 2.300.

Der Jüdische Friedhof | Förderkreis ehemalige Synagoge Laudenbach e.V. Aufn. Gerd Brander, aus: Förderkreis ehem. Synagoge Laudenbach e.V.

Aus dem Jahre 1865 ist eine weitreichende Friedhofsschändung bekannt:

                                      aus der Zeitschrift „Der Israelit“ vom 21.Juni 1865

In den 1870er Jahren wurde das Friedhofsgelände mit einer Mauer umfriedet.

Anmerkung: Möglicherweise stand die Friedhofsschändung im Zusammenhang allgemeiner antijüdischer Ausschreitungen – getragen vor allem von jungen Männern, die zumeist mit von ihnen getätigten Sachbeschädigungen die jüdische Einwohnerschaft einschüchtern wollte, Ursache der Übergriffe lag wohl darin, dass die den Juden jüngst zuerkannten Bürgerrechte nicht die allgemeine Zustimmung der christlichen Ortsbevölkerung erhielten (steuerliche Übervorteilung). Um die Ruhe wiederherzustellen, wurde sogar Militär in den Ort verlegt.

Eine (ältere) Mikwe befand sich vermutlich bis zu Beginn des 19.Jahrhunderts im Keller des Synagogengebäudes; danach wurde ein neues Frauenbad am Mühlbach (an der Straße nach Himmelstadt) geschaffen. Möglicherweise wurde die aufgegebene Keller-Mikwe anschließend als Tahara-Raum verwendet (?).

Aus der überregionalen Berichterstattung erfährt man von pogromartigen Ausschreitungen, die sich im Juni 1866 in Laudenbach ereignet haben.

http://www.alemannia-judaica.de/images/Images%20100/Laudenbach%20Israelit%2013061866.jpg http://www.alemannia-judaica.de/images/Images%20100/Laudenbach%20Israelit%2020061866.jpg

zwei Kurzberichte in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 13.Juni 1866 und vom 20.Juni 1866

Bis Anfang der 1930er Jahre unterstand die Laudenbacher Israelitische Kultusgemeinde dem Bezirksrabbinat Würzburg, danach dem von Aschaffenburg.

Juden in Laudenbach (Bayern):

         --- um 1625 .........................   7 jüdische Familien,

    --- um 1655 .........................   7     "        "   ,

    --- um 1740 .........................  15     “        “    ,

    --- 1785 ............................  31     "        "    ,

    --- 1803 ............................  62 Juden,

    --- 1813 ............................ 162   “   (ca. 28% d. Dorfbevölk.),

    --- 1847 ............................ 159   "  ,

    --- um 1870 .........................  32 jüdische Familien,

    --- 1890 ............................ 141 Juden (ca. 15% d. Dorfbev.),

    --- um 1910 ......................... 117   “   (ca. 12% d. Dorfbev.),

    --- 1925/28 .........................  71   “  ,

    --- 1933 ............................  79   “  ,

    --- 1937 ............................  68   “  ,

    --- 1939 ............................  24   “  ,

    --- 1942 (Jan.) .....................  13   “  ,

             (Dez.) .....................  keine.

Angaben aus: Leonard Scherg, Jüdisches Leben im Main-Spessart-Kreis. Orte, Schauplätze, Spuren., S. 24/25

und                 Werner Zapotetzky, Jüdische Spuren in Laudenbach - Informationen für Lehrer, Karlstadt, 1997

 

http://www.alemannia-judaica.de/images/Images%20198/Laudenbach%20Israelit%2007081902.jpg http://www.alemannia-judaica.de/images/Images%20100/Laudenbach%20Israelit%2012031903.jpg zwei Kleinanzeigen von 1902/1903

In Laudenbach betrieb Jakob Hirschberger in der Rathausstraße eine Mazzenbäckerei, die den Laudenbacher Juden und denen im Umkreis das ungesäuerte Brot für das Pessach-Fest lieferte.

Wenige Wochen nach der NS-Machtübernahme wurden auch in Laudenbach antijüdische Maßnahmen ergriffen, die auf eine Ausgrenzung der knapp 80 jüdischen Bewohner zielten. 1936 überfielen maskierte Männer vier jüdische Laudenbacher Viehhändler, die ihre Tiere zum Karlstädter Bahnhof trieben; die später ermittelten Täter wurden auf Anweisung der NSDAP-Gauleitung Würzburg nicht vor Gericht gestellt. Wochen vor der „Kristallnacht“ im November 1938 brachen ortsansässige Jugendliche - aufgehetzt durch NS-Propaganda - in zehn Häuser jüdischer Bewohner ein und zertrümmerten die Fenster; auch die Synagogenfenster wurden eingeworfen. Am frühen Morgen des 10.11.1938 begannen SA-Angehörige aus Karlstadt und Wiesenfeld, aber auch aus Laudenbach, ihre „Aktionen“; unter Beteiligung zahlreicher Ortsbewohner wurden Wohnungen geplündert und Hausrat auf die Straße geworfen. Auch die Einrichtung des Synagogengebäudes - mitsamt der Ritualien - wurde zerschlagen, die Trümmer herausgeschleppt, auf einen Haufen geworfen und angezündet. Das Synagogengebäude ging danach in Privatbesitz über. Bis zu ihrer Deportation 1942 lebten noch 13 jüdische Bewohner in Laudenbach.

Nach Angaben der Gedenkstätte Yad Vashem/Jerusalem und des "Gedenkbuches - Opfer der Verfolgung der Juden ..." wurden 28 gebürtige bzw. über einen längeren Zeitraum in Laudenbach ansässig gewesene Juden Opfer des Holocaust (namentliche Nennung der betroffenen Personen siehe: alemannia-judaica.de/laudenbach_msp_synagoge.htm).

 

In einem in den Jahren 1948 - 1951 geführten Prozess waren zahlreiche am Novemberpogrom in Laudenbach aktiv beteiligte Männer angeklagt. Vom Landgericht Würzburg wurde aber nur ein einziger der Beschuldigten wegen Landfriedensbruch, Hausfriedensbruch und Religionsbeschimpfung zu einer neunmonatigen Gefängnisstrafe verurteilt, alle anderen bestritten die ihnen zur Last gelegten Taten; ihre Verfahren wurden eingestellt.

 

Nur ein einziger ehemaliger jüdischer Bewohner kehrte nach Kriegsende wieder in seine Heimatgemeinde zurück.

Das einstige Synagogengebäude wird derzeit als Lagerraum genutzt. Eine Gedenktafel weist auf die ursprüngliche Funktion des Gebäudes hin:

In LAUDENBACH bestand eine jüdische Kultusgemeinde,

Synagoge Bandwörthstraße.

Sie wurde in der Pogromnacht im November 1938 verwüstet.

Die Gemeinde gedenkt ihrer ehemaligen jüdischen Mitbürger.

ZUR ERINNERUNG UND MAHNUNG.

https://www.alemannia-judaica.de/images/Images%20423/Laudenbach%20Synagoge%20192.jpgAm Gemäuer des inzwischen maroden Gebäudes findet man noch den Chuppastein, den Hochzeitsstein (Abb. Stadt Karlstadt).

Das sanierungsbedürftige ehemalige Synagogengebäude im Karlstadter Ortsteil Laudenbach – es ist das älteste Gebäude seiner Art im Landkreis - wurde von der Kommune gekauft. Im Innern des bereits einsturzgefährdeten Gebäudes sollte auf Initiative des 2013 gegründeten Förderkreises "Ehemalige Synagoge Laudenbach e.V.“ zeitnah mit der Sanierung begonnen werden; doch der Beginn der eigentlichen Bausanierung setzte erst 2019 zögerlich ein. Inzwischen hat der Bund aus dem Denkmalschutz-Sonderprogramm 2020 für die kostenintensive Restaurierung des Synagogengebäudes 250.000,- € zugesagt. Bei den ersten Arbeiten kamen Genisafunde zum Vorschein. Nach Fertigstellung der Sanierung (vermutlich 2024) soll das Gebäude anschließend als Stätte der Begegnung (Dorfgemeinschaftshaus) einer kulturellen Nutzung zugeführt werden.

http://www.alemannia-judaica.de/images/Images%2081/Laudenbach%20aM%20Synagoge%20125.jpg http://www.alemannia-judaica.de/images/Images%2081/Laudenbach%20aM%20Synagoge%20123.jpg Ehem. Synagogengebäude (Aufn. Hans L. Müller, 2006)

http://www.alemannia-judaica.de/images/Images%20398/Laudenbach%20102015%20Infotafeln.jpg

heutiger Zustand der ehem. Synagoge, von außen und innen (Aufn. Georg Schirmer, 2015 und Hans L. Müller, 2012)

http://www.synagoge-laudenbach.de/wp-content/uploads/2014/01/P1190686-2.jpg Der Sockelstein des ehemaligen Thoraschreins befindet sich wieder an seinem ursprünglichen Ort in Laudenbach, nachdem er bislang im Stadtgeschichte-Museum Karlstadt aufbewahrt worden war. Der Förderkreis „Ehemalige Synagoge Laudenbach e.V.“ wird den Sockelstein zusammen mit weiteren Fragmenten lokaler jüdischer Geschichte hier zeigen (obige Aufn. aus: synagoge-laudenbach.de).

http://www.synagoge-laudenbach.de/wp-content/uploads/2014/01/P1130149-Kopie-2.jpg Bis in die Gegenwart haben sich Relikte des aus dem 19.Jahrhundert stammenden winzigen Mikwen-Gebäudes erhalten, das unmittelbar am Bach an der Straße nach Himmelstadt liegt (Aufn. aus: Förderkreis Ehem. Synagoge Laudenbach e.V.).

 

Im Jahre 2009 wurden die ersten sog. „Stolpersteine“ in Laudenbach und Karlstadt verlegt; derzeit zählt man in den Gehwegen von Laudenbach ca. 25 messingfarbene Steinquader (Stand 2023), die an verschiedenen Standorten an Angehörige jüdischer Familien erinnern; die meisten befinden sich in der Rathausstraße, Mühlbacher Straße und im Brunngrabenweg (vgl. dazu Namensliste in: synagoge-laudenbach.de/juedisches-leben-in-laudenbach/stolpersteine-in-laudenbach/).

     Die beiden Stolpersteine für Ida und Moses Birk werden am 23. September in der Mühlbacher Straße 13 in Laudenbach verlegt.verlegt in der Mühlbacher Straße für das Ehepaar Birk (Aufn. Georg Schirmer, 2022)

Auch Laudenbach nimmt am unterfränkischen Projekt „DenkOrt Deportationen 1941-1944“ mit mehreren Kofferskulpturen teil (Aufn. M. Dittmeier, 2021, aus: denkort-deportationen.de).

 

Das große Friedhofsgelände mit mehr als 2.300 Grabsteinen - das größte in Unterfranken - legt heute noch Zeugnis ab von der langen jüdischen Vergangenheit der Region; vermutlich hat das Areal  ursprünglich über mehr als 3.000 Grabsteine verfügt. Die letzte Bestattung war Anfang Januar 1941 erfolgt. Die Verwüstungen, unter denen der Friedhof während der NS-Zeit und bei Kampfhandlungen 1945 zu leiden hatte, konnten wenige Jahre nach Kriegsende weitgehend beseitigt werden, sodass sich das Gelände heute in einem würdigen Zustand befindet. Unmittelbar am Haupteingang steht ein aus Fachwerk gebautes Tahara-Haus.

undefinedhttps://www.alemannia-judaica.de/images/Images%20223/Laudenbach%20Friedhof%2009052.jpg

jüngeres Gräberfeld (Aufn. M. 2018, aus: commons.wikimedia.org, CC BY-SA 4.0)  und  Familiengrab im Vordergrund (Aufn. J. Hahn, 2009)                        

https://www.alemannia-judaica.de/images/Images%20223/Laudenbach%20Friedhof%2009056.jpgEin Gedenkstein auf dem Friedhof trägt die Inschrift:

Zum ewigen Gedenken an die Opfer des Naziterrors aus den ehemaligen Kultusgemeinden
 Adelsberg - Hessdorf - Thüngen - Karlstadt - Laudenbach - Wiesenfeld.

Ihre Namen mögen nie vergessen werden.

Lass ihre Seelen  aufgenommen sein im Bund des ewigen Lebens.
 Gedenkstein errichtet 9. November 2007,
  28. Cheschwan 5768.

 

 

 

In Karlstadt selbst gab es nur eine kleine jüdische Gemeinde, die sich nach Zuzügen aus den umliegenden Dörfern gegen Ende des 19.Jahrhunderts gebildet hatte. Ihren Höchststand erreichte die Gemeinde mit ca. 90 Angehörigen im Jahre 1910; danach war die Mitgliederzahl stark rückläufig. Ab Mitte der 1930er Jahre löste sich die Gemeinde langsam auf; 1939 lebten hier nur noch sechs jüdische Einwohner; von ihnen wurden zwei von Würzburg aus deportiert.

[vgl. Karlstadt und Wiesenfeld (Bayern)]

 

In Karlburg – heute ein Stadtteil von Karlstadt – ist erstmals ein jüdischer Viehhändler im Jahre 1631 nachweisbar. In den Folgejahrzehnten sind weitere Familien ansässig geworden, die vermutlich unter dem Schutz des Würzburger Juliusspitals standen; um 1700 sind sieben jüdische Haushaltungen im Ort verzeichnet. Gemeinsam mit den Glauabensgenossen aus Mühlbach suchten sie zu Gottesdiensten die Synagoge in Laudenbach auf. Verstorbene wurden ebenfalls in Laudenbach beerdigt. Die kleine jüdische Gemeinschaft löste sich vermutlich gegen Ende des 18.Jahrhunderts auf.

 

Hinweis: Im württembergischen Laudenbach (heute ein Ortsteil von Weikersheim) gab es ebenfalls eine israelitische Kultusgemeinde. [vgl. dazu: Laudenbach/Württemberg)]

 

 

Weitere Informationen:

B.Ophir/F.Wiesemann, Die jüdischen Gemeinden in Bayern 1918 - 1945, Geschichte und Zerstörung, München 1979, S. 346/347

Andrea Gehring, Die Karlstadter Juden unter dem Hakenkreuz. Analyse einer antisemitischen Politik. Seine Auswirkungen und Folgen auf das Leben der Juden in Karlstadt, in: "Beiträge zur Geschichte der Stadt Karlstadt und des Umlandes", Heft 8/1985

G.Kokott/A.Sperle, Jüdische Friedhöfe in Unterfranken. Erfassung der Friedhöfe und Analyse der Gestaltungsmerkmale mit besonderer Behandlung der symbolischen Darstellungen auf den Grabsteinen (Diplomarbeit), Weihenstephan 1985

"Im Land des Vergessens – Erinnerungen an jüdisches Leben in Unterfranken", Dokumentarfilm im Auftrag des Bayrischen Rundfunks (1985)

Gerhard Wilhelm Daniel Mühlinghaus, Der Synagogenbau des 17. u. 18.Jahrhunderts im aschkenasischen Raum, Dissertation, Philosophische Fakultät Marburg/Lahn, 1986, Band 2, S. 238 - 240

Gisela Krug, Die Juden in Mainfranken zu Beginn des 19.Jahrhunderts: Statistische Untersuchungen zu ihrer sozialen und wirtschaftlichen Situation, in: "Mittelfränkische Studien", Band 39/1987, Würzburg 1987, S. 19 ff

Martin Harth, Gedenkbuch - Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft im Gebiet des Landkreises Main-Spessart 1933 - 1945, hrg. vom Förderkreis Synagoge Urspringen, 1991

Israel Schwierz, Steinerne Zeugnisse jüdischen Lebens in Bayern - eine Dokumentation, Hrg. Bayrische Landeszentrale für politische Bildungsarbeit, München 1992, S. 90 f.

Werner Zapotetzky, Jüdische Spuren in Laudenbach - Informationen für Lehrer, Hrg. Stadtarchiv Karlstadt, 1997

Theodor Harburger, Die Inventarisation jüdischer Kunst- und Kulturdenkmäler in Bayern, Band 2: Adelsdorf - Leutershausen, Hrg. Jüdisches Museum Franken - Fürth & Schnaiitach, Fürth 1998, S. 374 - 378

Alfons Breitenbach, Laudenbach am Main: ein Ortsportrait. 750 Jahre Laudenbach, hrg. von der Gemeinde Laudenbach, 1999

Leonard Scherg, Jüdisches Leben im Main-Spessart-Kreis. Orte, Schauplätze, Spuren, Hrg. Förderkreis SynagogeUrspringen e.V., Haigerloch 2000, S. 24 - 27

M.Brocke/Chr. Müller, Haus des Lebens - Jüdische Friedhöfe in Deutschland, Reclam Verlag, Leipzig 2001, S. 131/132

Georg Schnabel, Der israelitische Leichenhof zu Laudenbach, in: Gerhard Kralik (Hrg.), "Jahrbuch Karlstadt 2004/05 - Beiträge zu Geschichte und Gegenwart", Laudenbach 2004, S. 174 - 179

Georg Schnabel, Die Mazzebäckerei von Jakob Hirschenberger, in: Gerhard Kralik (Hrg.), "Jahrbuch Karlstadt 2008/09 - Beiträge zu Geschichte und Gegenwart", Laudenbach 2008, S. 195 - 202

Georg Schnabel, Mikwe – Das rituelle Bad in Laudenbach, in: Gerhard Kralik (Hrg.), "Jahrbuch Karlstadt 2009/10 - Beiträge zu Geschichte und Gegenwart", Laudenbach 2009, S. 180 - 184

Michaela Moldenhauer (Red.), Stolpersteine – Zeichen für eine offene Stadt, in: „Main-Post“ vom 10.3.2009

Lothar Mayer, Jüdische Friedhöfe in Unterfranken, Michael Imhof Verlag, Petersberg 2010, S. 106 − 111 (mit zahlreichen Fotos)

Georg Schnabel, Sie waren unsere Nachbarn: Judenfamilien in der Nazizeit, in: Gerhard Kralik (Hrg.), "Jahrbuch Karlstadt 2011/12. Beiträge zu Geschichte und Ggegenwart", Karlstadt 2011, S. 199 – 220

Georg Schnabel, Jüdische Traditionen und Bräuche in Laudenbach, in: Gerhard Kralik (Hrg.), "Jahrbuch Karlstadt 2012/13 – Beiträge zu Geschichte und Gegenwart", Karlstadt 2012, S. 183 - 192

Laudenbach, in: alemannia-judaica.de (mit zahlreichen Dokumenten/Bildern zur jüdischen Gemeindehistorie und den Bemühungen des 'Förderkreises Ehemalige Synagoge Laudenbach e.V.'  um die Sanierung der Synagoge)

Geschichte der jüdischen Gemeinde in Laudenbach, hrg. vom Förderkreis ehemalige Synagoge Laudenbach, online abrufbar unter: synagoge-laudenbach.de (sehr informative Internetpräsentation)

Historie des jüdischen Friedhofs in Laudenbach (mit drei Aufn. von Gerd Brander), in: synagoge-laudenbach.de

Förderkreis ehemalige Synagoge Laudenbach e.V., Ehemalige jüdische Gemeinde Laudenbach: Friedhof, Mazzenbäckerei, Mikwe und „Judenwege“ und „Judenhof“, Flyer o.J.

Karin Keßler (Red.), Laudenbach. Eine Perle jüdischer Kultur in Unterfranken -  Laudenbach, Germany. A Pearl of Jewish Culture in Lower-Franconia, in: bet-tfila.org/2/2014, S. 6/7

Auflistung der in Karlstadt, Laudenbach und Wiesenfeld verlegten Stolpersteine, online abrufbar unter: wikipedia.org/wiki/Liste_der_Stolpersteine_in_Karlstadt

Förderkreis Ehemalige Synagoge Laudenbach e.V. (Hrg.), Die Mikwe, online abrufbar unter: synagoge-laudenbach.de/juedisches-leben-in-laudenbach

Hans Schlumberger/Hans-Christof Haas (Bearb.), Laudenbach, in: W.Kraus/H.-Chr.Dittscheid/G.Schneider-Ludorff (Hrg.), Mehr als Steine ... Synagogen-Gedenkband Bayern, Band III/1 (Unterfranken), Kunstverlag Josef Fink, Lindenberg/Allgäu 2015, S. 234 - 256

N.N. (Red.), Laudenbach: Genisa-Fund in ehemaliger Synagoge, in: „Main-Post“ vom 1.5.2016

Lukas Will (Red.), Laudenbacher Synagoge in einem schlechten Zustand, in: „Main-Post“ vom 15.3.2017

N.N. (Red.), Christina Plass schrieb Arbeit über Juden in Laudenbach, in: „Main-Post“ vom 11.11.2017

Karlheinz Haase (Red.), Laudenbach: Sanierung der Synagoge könnte starten, in: „Main-Post“ vom 23.1.2019

Karlheinz Haase (Red.), Synagoge Laudenbach: Auffallender Schandfleck, in: „Main Post“ vom 26.5.2019

Joachim Spies (Red.), Bund fördert Synagoge Laudenbach und die Burgruine Homburg, in: „Main-Post“ vom 6.5.2020

Sylvia Schubart-Arand (Red.), Wichtige Funde in der ehemaligen Laudenbacher Synagoge, in: BR24 vom 10.11.2020

Sylvia Schubart-Arand (Red.), Jüdischer Friedhof in Laudenbach wird dokumentiert, in: BR24 vom 18.11.2020

Michael Czygan (Red.), Laudenbach: Wie dieses Dorf 600 Jahre jüdische Geschichte in Franken erzählt, in: „Main-Post“ vom 23.5.2021

Karlheinz Haase (Red.), Kleinode jüdischer Vergangenheit in Laudenbach, in: „Main-Post“ vom 8.7.2021

Georg Schirmer (Red.), Laudenbach. Das Landjudentum: Eine einst blühende Kultur in der Region, in: „Main-Post“ vom 24.9.2021

Alfred Dill (Red.), Die Judenwege auf der Marktheidenfelder Platte, in: „Main-Post“ vom 12.12.2021

Björn Kohlhepp (Red.), Laudenbach/Wiesenfeld. Übergriffe gegen Juden in Laudenbach und Wiesenfeld machten Schlagzeilen, in: „Main-Post“ vom 21.5.2022

Georg Schirmer – Förderkreis Synagoge Laudenbach (Red.), Stolpersteinverlegung für Ida und Moses Birk, in: "Mitteilungen des Förderkreises" vom 2.9.2022

Armin Marschall (Red.), Weitere Stolpersteine in Laudenbach, in: „Main-Post“ vom 26.9.2022

Förderkreis „Ehemalige Synagoge Laudenbach e.V.“, Die Mikwe, in: synagoge-laudenbach.de/juedisches-leben-in-laudenbach

Förderkreis „Ehemalige Synagoge Laudenbach e.V.“, Stolpersteine in Laudenbach, online abrufbar unter: synagoge-laudenbach.de/juedisches-leben-in-laudenbach/stolpersteine-in-laudenbach/

Stefanie Koßner (Red.), Laudenbach. Sanierung für 775.000 Euro: So sehen die Pläne für die Synagoge Laudenbach aus, in: „Main-Post“ vom 23.1.2023