Gerolzhofen (Unterfranken/Bayern)

Datei:Gerolzhofen in SW.svg Gerolzhofen ist eine Kleinstadt mit derzeit ca. 7.000 Einwohnern im Südteil des unterfränkischen Landkreises Schweinfurt (Karte Hagar, 2010, aus: commons.wikimedia.org, CC BY-SA 3.0).

Bereits Mitte des 14.Jahrhunderts sollen sich Juden in Gerolzhofen angesiedelt haben. 1425 genehmigte Fürstbischof Johann II. v. Brunn Juden, sich im Orte niederzulassen. In den folgenden Jahrhunderten lassen sich einige wenige jüdische Familien aus den Akten der Stadt nachweisen; ihre Anzahl war jedoch immer begrenzt.

De Merian Frankoniae 055.jpgGerolzhofen – Stich M. Merian, um 1665 (Abb. aus: wikipedia.org, gemeinfrei)

Vermutlich gab es im 18.Jahrhundert eine kleine jüdische Gemeinschaft, denn der jüdische Friedhof soll bereits um 1730 oder sogar schon um 1640 bestanden haben. Er lag am Kapellenberg und war bald zentrale Begräbnisstätte für die umliegenden jüdischen Gemeinden, z.B. Altenschönbach, Gochsheim, Frankenwinheim, Lülsfeld, Prichsenstadt, Rimbach, Traustadt u.a.; das Begräbnisgelände wurde im Laufe der Zeit mehrfach erweitert. Seit 1715 existierte eine Heilige Bruderschaft (Chewra Kadischa), seit 1888 auch eine Heilige Beerdigungs-Schwesternschaft (Chewra Anoschim); zu ihren Mitgliedern gehörten auch Angehörige umliegender Gemeinden.

In einem von der jüdischen Gemeinde erworbenen und umgebauten Hause in der Steingrabenstraße wurde im Jahre 1873 eine Synagoge eingerichtet. Im Amtsblatt vom 12.Aug. 1873 erschien im Nachklang zur Einweihung der Synagoge die folgende Notiz: „Öffentliche Danksagung. Wir fühlen uns verpflichtet, für die so ehrenvolle und zahlreiche Betheiligung des am 8. ds. Mts. abgehaltenen Einweihungsfestes der neuen Synagoge unsern herzlichsten Dank auszusprechen, insbesondere dem Herrn Verwaltungsvorstand, den beiden Herren Referenten, sowie den Herren Justizbeamten, den HH. Geistlichen, dem Herren Stadtvorstand nebst städtischen Behörden, welche durch ihre hohe Gegenwart dem Zuge die Zierde und den Glanz gaben, sowie dem Herrn Distriktsrabbiner Lebrecht für Worte, die so sinnreiche, als anwendbare Predigt nochmals den schönsten Dank; mögen seine Worte in manchem Herzen lange aufbewahrt bleiben. Die Cultusgemeinde Gerolzhofen."

 Synagoge/Schulhaus in Gerolzhofen rechts im Bild (hist. Aufn., Stadtarchiv)

Auch eine Mikwe soll vorhanden gewesen sein. 

Zur Besorgung der religiösen Aufgaben war ein Religionslehrer von der Gemeinde angestellt, der auch die Funktionen des Vorbeters und Schächters innehatte. 1907 wurde die bestehende Religionsschule in eine Israelitische Konfessionsschule umgewandelt.

                                     aus der Zeitschrift „Der Israelit“ vom 14.3.1907

Die jüdische Gemeinde in Gerolzhofen unterstand dem Bezirksrabbinat Schweinfurt.

Juden in Gerolzhofen:

        --- 1821 .........................  37 Juden,

    --- 1838 .........................  41   “  ,

    --- 1869 .........................  58   “  (ca. 3% d. Bevölk.),

    --- 1875 .........................  70   “  ,

    --- 1880 ......................... 144   “  (ca. 5% d. Bevölk.)

    --- 1900 ......................... 148   “  (ca. 7% d. Bevölk.),

    --- 1925 ......................... 115   “  ,

    --- 1933 ......................... 125   “  ,

    --- 1935 (April) ................. 109   “  ,

    --- 1937 (März) ..................  89   “  ,

    --- 1938 (Jan.) ..................  81   “  ,

    --- 1939 (Mai) ...................  51   “  ,

    --- 1941 (Jan.) ..................  39   “  ,

    --- 1942 (Jan.) ..................  20   “  ,

             (Mai) ...................   6   “  ,

    --- 1943 (Mai) ...................  ein  “ ().

Angaben aus: Baruch Z. Ophir/Falk Wiesemann, Die jüdischen Gemeinden in Bayern 1918 - 1945, S. 300

und                 Martin Pfrang, Die jüdische Gemeinde von Gerolzhofen

Bei der Erstellung der Matrikellisten waren für Gerolzhofen sieben Familienvorstände verzeichnet. Ihren Lebensunterhalt verdienten die Gerolzhofener Juden zu Beginn des 20.Jahrhunderts vor allem im Handel; es gab in der Kleinstadt 21 Kaufleute und zwölf Händler: zwei Holz-, vier Vieh-, zwei Leder-, ein Getreide- und ein Kartoffelhändler.

  Stellenangebote (um 1900)

http://www.alemannia-judaica.de/images/Images%20374/StB%20BezAmtsBlatt%2029031889%20Anzeige%20Selig1.jpg

Eisenhandlung Selig und Schuhhaus M. Schwarz  -  Annoncen aus dem „Bezirksamtsblatt Gerolzhofen“ von 1889 und 1911

   http://www.alemannia-judaica.de/images/Images%20393/Gerolzhofen%20Lewisohn%20001.jpg http://www.alemannia-judaica.de/images/Images%20181/Gerolzhofen%20Israelit%2016091897.jpg

Spitalstraße mit Geschäft von Emanuel Lewisohn, links im Bild (hist. Postkarte)

Erste antisemitische Tendenzen in Gerolzhofen wurden 1925 durch einen Mordfall noch verstärkt; der Täter war ein Jude gewesen.

In der Nacht vom Fastnachtssonntag auf -montag wurde im Stadtrayon von einem jüdischen Mordbuben an einem Christenmädchen ein bestialischer Mord ausgeführt. ... Mit viehischer Grausamkeit ist das arme Mädchen hingeschlachtet worden. ... Leider stand der Täter in vielfachem Verkehr zu unserer Jugend. Das Glöckchen aber läutet weiter und noch ist nicht aller Tage Abend. Es wird abgerechnet werden mit diesen Menschen, wir aber haben unser Augenmerk auf unsere Jugend zu richten. ... Besonders die weibliche Jugend möge sich ihrer Würde als Christin mehr bewußt sein. ...

(aus: „Bote vom Steigerwald”, No.51 vom 3.März 1925)

Bereits zwei Jahre zuvor war in einem jüdischen Geschäft das Schaufenster eingeworfen worden (siehe Anzeige).

     http://www.alemannia-judaica.de/images/Images%20374/Gerolzhofen%20Dok%201923%20StgB.jpg Anzeige aus: „Bote vom Steigerwald“ (1923)

1929/1930 hatte sich in Gerolzhofen eine Ortsgruppe der NSDAP gebildet, deren Angehörige den jüdischen Friedhof - noch vor der NS-Machtübernahme - schändeten. Die nach 1933 von der NSDAP angestrengten Boykottmaßnahmen führten in Gerolzhofen nicht zum gewünschten Erfolg, obwohl auf Anweisung des Ortsgruppenleiters am Rathaus Namenslisten von „arischen“ Bewohnern ausgehängt wurden, die weiterhin in jüdischen Geschäften eingekauft hatten. Nach der Eröffnung des neuen städtischen Schwimmbades im Juli 1933 teilte der Stadtrat der jüdischen Kultusgemeinde mit, dass es „von heute ... nicht erwünscht ist, daß das städtische Schwimmbad seitens der israelitischen Einwohner benützt wird”. Im September 1933 beschloss der hiesige Stadtrat außerdem den Stopp des Zuzugs auswärtiger Juden nach Gerolzhofen, was in einer Zeitungsanzeige publik gemacht wurde; zudem wurden Plakatierungen in der Stadt mit der Aufschrift angebracht: „Wer bei Juden kauft, ist ein Volksverräter!”. Zwischen 1936 und 1938 waren mehrfach Sachbeschädigungen jüdischen Eigentums verzeichnet worden: auf dem Friedhof wurden Grabsteine umgeworfen, Fenster der Synagoge eingeworfen u.ä. Im Oktober 1938 beschloss der hiesige Stadtrat: „Jenen Volksgenossen in Gerolzhofen, die mit Juden Umgang pflegen, mit solchen Geschäften machen und dergleichen, werden die städtischen Pachtteile mit sofortiger Wirksamkeit und ohne Anspruch auf Entschädigung entzogen. ...” Noch vor dem Novemberpogrom wurde im Oktober 1938 in Gerolzhofen seitens der NSDAP-Anhängerschaft eine Art „Strafaktion“ gegen die einheimischen Juden durchgeführt. Zwar blieb es  zumeist bei nur verbalen Attacken, doch kam es seitens Jugendlicher auch zu Handgreiflichkeiten. Begründet wurden diese von der NSDAP gesteuerten Maßnahmen mit dem angeblich „provozierenden Verhalten” der Juden „zur Zeit der Mobilmachung der Tschechei und der Rückkehr des Sudetenlandes”. In die Lokalgeschichte sind diese pogromartigen Vorgänge als die „Frankenwinheimer Aktion” eingegangen; im Nachbardorf Frankenwinheim verlief die ‚Aktion’ noch gewalttätiger.

Beim Novemberpogrom von 1938 drangen SA- und SS-Angehörige in Wohnungen und Häuser ein, demolierten die Einrichtungen und misshandelten die Bewohner. Auch die Synagoge blieb nicht verschont; Fenster und Inneneinrichtung wurden zerschlagen. Von einer Brandlegung wurde Abstand genommen, da ein Übergreifen des Feuers auf die Nachbargebäude befürchtet wurde. Zerstörte Inneneinrichtungen und Ritualien schleppten Einwohner auf den Sportplatz, um diese unter dem Beifall zahlreicher Bewohner zu verbrennen. Jüdische Bürger wurden inhaftiert; während man Frauen und ältere Männer wieder auf freien Fuß setzte, wurden die anderen nach Würzburg und von dort ins KZ Dachau gebracht.

Bei den nach Kriegsende durchgeführten Synagogenprozessen wurde der Ablauf in Gerolzhofen wie folgt rekonstruiert: „ ... Gegen Mittag (des 10.11.38) traten in Gerolzhofen auf Befehl des Ortsgruppenleiters der NSDAP ... politische Leiter und Angehörige der Gliederungen der Partei im Parteilokal Reissweber an, marschierten zur Synagoge und wurden von dort aus zu Haussuchungen nach Waffen, Munition und Hetzschriften in jüdischen Anwesen eingesetzt. Gleichzeitig wurden Posten vor diesen Anwesen aufgestellt, die fremde Personen am Eindringen und die jüdischen Mitbürger am Verlassen ihrer Wohnungen hindern sollten. Jüdische Mitbürger wurden auch verhaftet und in das Amtsgerichtsgefängnis Gerolzhofen gebracht, wo sie zum Teil über eine Woche verblieben. Bei allem wirkten Gendarmeriebeamte in Uniform mit. Dabei kam es auch zu Mißhandlungen ... und ersten Zerstörungen in der Synagoge. Am Nachmittag begaben sich ... politische Leiter und Angehörige der Gliederungen aus Gerolzhofen in Uniform mit Kraftwagen nach Frankenwinheim, wo zunächst ebenfalls Haussuchungen stattfanden und Posten aufgestellt wurden. ... Dazu stießen noch SA-Männer aus Volkach. ... Schließlich drangen die Uniformierten ... in die Synagoge ein, deren Inneneinrichtung schon kurz vor Mittag von nicht mehr feststellbaren Tätern zerstört worden war, und zwangen die jüdischen Mitbürger ..., die Trümmer auf einen Platz auf der Hauptstraße zu einem Haufen zusammenzutragen, um sie dort zu verbrennen. Um die jüdischen Mitbürger von anderen Frankenwinheimer Einwohnern zu unterscheiden und zu verhöhnen, wurden sie mit Bändern und Tüchern behängt. ... Selbst alte und kranke Personen wurden davon nicht verschont. ... Nach Gerolzhofen zurückgekehrt traten die Uniformierten erneut zu einem Zug von 30 - 40 Mann an und marschierten zur Synagoge. Dort wurden die Einrichtungsgegenstände mit Beilen zerschlagen, mit Hilfe der inzwischen zahlreich herbeigekommenen Gerolzhofener Einwohner in Zivil auf Wagen verladen und unter dem Gejohle der Menge zum Sportplatz gefahren. Dort wurden die Trümmer im Beisein von einigen hundert Personen verbrannt.(aus der Urteilsbegründung des Landgerichts Schweinfurt vom 10.8.1950)

Bis 1942 wanderten fast 100 Gerolzhofener Juden ab, mehr als die Hälfte suchte ihr Heil in der Emigration. Ende April 1942 wurden die noch wenigen in Gerolzhofen lebenden Juden - mit einem Zwischenaufenthalt in Würzburg - vermutlich ins Vernichtungslager Belzec deportiert. Nur drei „in Mischehe“ lebende Juden verblieben noch in der Kleinstadt, bis auch sie Mitte September 1942 nach Theresienstadt deportiert wurden. Ab dem 19.September 1942 war Gerolzhofen „judenrein”.

Von den 30 vom NS-Regime im Jahre 1942 verschleppten Gerolzhofener Juden hat keiner überlebt.

1988 stellte die Stadt Gerolzhofen in der Nähe der früheren Synagoge einen steinernen Gedenkblock auf, der die folgende Inschrift trägt: "Die Stadt gedenkt ihrer ehemaligen jüdischen Mitbürger. Zur Erinnerung und Mahnung"

Im Januar 2007 weihte man in Gerolzhofen in der Schuhstraße die erweiterte Gedenkstätte für die Angehörigen der einstigen jüdischen Gemeinde ein. In die Pflasterung ist eine Steintafel mit den Worten „Friede. Friede den Nahen und Fernen” eingelassen.

2014 wurden erste sog. „Stolpersteine“ verlegt, die an während der NS-Zeit verfolgte und ermordete jüdische Familien erinnern.

http://www.alemannia-judaica.de/images/Images%20374/Geolzhofen%20Stolpersteine%20011.jpg verlegt für Fam. Henle, Marktstraße (Aufn. Evamaria Bräuer, 2014)

           ... und verlegt für das Ehepaar Hermann u. Amalie Kohn

Seit 2019 befindet sich in der Marktstraße ein „Kleindenkmal“ eines Koffers, das an die Deportationen der Gerolzhofener Juden vom April 1942 erinnern soll. Eine Doublette wird dann in der zentralen Deportationsgedenkstätte in Würzburg zu finden sein.

Auf dem am östlichen Stadtrand von Gerolzhofen liegenden jüdischen Friedhof sind heute noch mehr als 600 Grabstätten vorhanden.

        

Teilansichten des jüdischen Friedhofs in Gerolzhofen (Aufn. Norbert Finster und Jürgen Hanke)

                         Taharahaus (Aufn. S., 2013, aus: wikipedia.org, CC BY-SA 3.0)

In Gerolzhofen wurde 1869 Benzion Kellermann - Sohn des dortigen jüdischen Lehrers – geboren, der sich in der Wilhelminischen Ära und in den Anfangsjahren der Weimarer Republik als Rabbiner und Philosoph einen Namen machte. Nach mehrjährigem Besuch der Präparandenschule in Höchberg und der Israelitischen Lehrerbildungsanstalt in Würzburg begann er ein Studium an den Universitäten Marburg und Gießen, wo er 1896 promovierte. Sein beruflicher Werdegang führte ihn über Konitz (Westpreußen) nach Berlin; hier leitete er von 1901 bis 1914 eine der Religionsschulen der jüdischen Gemeinde. In seinen letzten Lebensjahren amtierte er als liberaler Rabbiner in Berlin; 1923 verstarb er; seine letzte Ruhe fanden er und seine Frau auf dem jüdischen Friedhof in Berlin-Weißensee. Zu seinen philosophischen Hauptwerken zählen: „Der wissenschaftliche Idealismus und die Religion“ (1908), „Der ethische Monotheismus der Propheten“ (1917), „Das Ideal im System der Kantischen Philosophie“ (1920) und „Die Ethik Spinozas“ (1922)

2017 erfuhr Benzion Kellermann durch seinen Geburtsort ein ehrendes Gedenken, indem eine Treppenanlage nun seinen Namen (Dr. Benzion Kellermann-Stiege) trägt.

 

In Frankenwinheim, heute Ortsteil der Verwaltungsgemeinschaft Gerolzhofen, existierte auch eine jüdische Landgemeinde, die allerdings bereits im beginnenden 19.Jahrhundert ihren Zenit erreicht hatte und nach 1880 nur noch aus wenigen Familien bestand. [vgl. Frankenwinheim (Bayern)]

 

In Traustadt gab es eine israelitische Gemeinde bis ca. 1900. Bei der Erstellung der Matrikel wurden dem Dorf Stellen für 14 Familien zugewiesen. Lebenserwerb für das Gros der Familien war der Viehhandel in Verbindung mit dem Schlachtgewerbe. Einen Betraum (mit Schulzimmer) und eine Mikwe gab es am Ort. Zur Verrichtung der religiös-rituellen Aufgaben hatte die kleine Gemeinde zeitweise einen Lehrer angestellt. Ein eigener Friedhof war hier nicht vorhanden; Verstorbene wurden in Gerolzhofen beerdigt. Die beiden letzten jüdischen Bewohnerinnen verließen das Dorf um 1930.

 

Im Dörfchen Bischwind - heute Teil der Kommune Dingolshausen - existierte bis ins ausgehende 19.Jahrhundert eine nur aus wenigen Familien bestehende jüdische Gemeinde. Laut der Matrikellisten von 1817 waren in Bischwind acht jüdische Familien beheimatet, die vor allem vom Vieh- und Landproduktenhandel lebten. In einem zweigeschossigen Fachwerkhaus waren Betraum und eine Mikwe untergebracht. Nach 1850 wanderten die jüdischen Familien ab; die Gemeinde löste sich gänzlich auf.

In Lülsfeld, einem Ortsteil der Verwaltungsgemeinschaft Gerolzhofen, gab es ebenfalls bis in die 1930er Jahre eine kleine israelitische Gemeinde. [vgl. Lülsfeld (Bayern)]

Weitere Informationen:

Baruch Z. Ophir/Falk Wiesemann, Die jüdischen Gemeinden in Bayern 1918 - 1945. Geschichte und Zerstörung, Oldenbourg-Verlag, München/Wien 1979, S. 300 - 302

Herbert Schultheis, Juden in Mainfranken 1933 - 1945 unter besonderer Berücksichtigung der Deportationen Würzburger Juden, in: Bad Neustädter Beiträge zur Geschichte und Heimatkunde Frankens, Band 1, S. 227 f.

Michael Pfrang, Die jüdische Gemeinde von Gerolzhofen: Darstellung zu ihrer Geschichte und ihrem Ende, Hrg. Historischer Verein in Gerolzhofen e.V., Gerolzhofen 1985

Martin Frey, “Das Glöcklein aber läutet weiter ...” - Nationalsozialismus und Antisemitismus in Gerolzhofen, in: Quellen und Materialien zur Stadtgeschichte

--- Nr. 1: Antisemitismus und Nationalsozialismus in G. 1919 - 1933

--- Nr. 2: Unter der neuen Fahne

--- Nr. 3: Das Pogrom von Oktober 1938 und die “Frankenwinheimer Aktion” (Nr.2 + 3 noch unveröffentlichte Manuskripte )

Israel Schwierz, Steinerne Zeugen jüdischen Lebens in Bayern - eine Dokumentation, Hrg. Bayrische Landeszentrale für politische Bildungsarbeit, München 1992, S. 62/63

Theodor Harburger, Die Inventarisation jüdischer Kunst- und Kulturdenkmäler in Bayern, Band 2: Adelsdorf - Leutershausen, Hrg. Jüdisches Museum Franken - Fürth & Schnaiitach, Fürth 1998, S. 228

Michael Trüger, Der jüdische Friedhof Gerolzhofen, in: Der Landesverband der Israelitischen Kultusgemeinden in Bayern, No. 81/Dezember 1999, S. 15/16

Martin Frey, Das Glöcklein aber läutet weiter ... Antisemitismus und Nationalsozialismus in Gerolzhofen 1919 - 1933, in: Historisches Archiv der Stadt Gerolzhofen, Gerolzhofen 2000, No. 1, S. 173 - 204

Werner Steinhauser, Juden in und um Prichsenstadt, Selbstverlag, Prichsenstadt 2002, S. 83 - 86

Der 9. November 1938 in Gerolzhofen. Ein dunkler Fleck in der Stadtgeschichte, in: geo-net. Netzwerk für Gerolzhofen, 2003 (online abrufbar mit demografischen Daten)

Dirk Rosenstock (Bearb.), Die unterfränkischen Judenmatrikeln von 1817. Eine namenkundliche und sozialgeschichtliche Quelle, in: Veröffentlichungen des Stadtarchivs Würzburg, Band 13, Würzburg 2008, S. 130 (Bischwind), S. 132 (Gerolzhofen) und S. 134 (Traustadt) 

Gerolzhofen, in: alemannia-judaica.de (mit zahlreichen Text- u. Bild-Dokumenten zur jüdischen Ortshistorie)

Lothar Mayer, Jüdische Friedhöfe in Unterfranken, Petersberg 2010, S. 60 - 63

Der jüdische Friedhof in Gerolzhofen, in: alemannia-judaica.de (mit zahlreichen Bildern der Beerdigungsstätte)

Traustadt (Gemeinde Donnersdorf), in: alemannia-judaica.de

Bischwind (Gemeinde Dingolshausen), in: alemannia-judaica.de

STOLPER STEINE - STUMBLING STONES in Gerolzhofen" - ein Flyer, hrg. von der Initiative Stolpersteine für Gerolzhofen, Kulturforum e.V., 2014/2015

Kulturforum Gerolzhofen (Bearb.), Stolpersteine in Gerolzhofen, online anrufbar unter: kulturforum-gerolzhofen.de/index.php/neuigkeiten/13-stolpersteine-in-gerolzhofen

Gerolzhofen. Suche nach den Wurzeln der eigenen Familie, in: "Main-Post" vom 14.7.2015

Norbert Vollmann (Red.), Die Henles – Erstmals wird jetzt auf diese Weise auch in Gerolzhofen an einst von den Nazis verschleppte und ermordete jüdische Mitbürger erinnert, in: „Main-Post“ vom 11.11.2015

Karin Sauer (Red.), Ohne Name ist der Mensch wertlos, in: "Main-Post" vom 22.7.2016

Torsten Lattki, Benzion Kellermann. Prophetisches Judentum und Vernunftreligion (Dissertation), Göttingen 2016

Angaben von Evamaria Bräuer

Norbert Vollmann (Red.), Straßenschild „Dr. Benzion Kellermann-Stiege“ enthüllt, in: „Main-Post“ vom 11.12.2017

Norbert Vollmann (Red.), Gerolzhofen. Der Koffer für die Reise in den Tod, in: „Main-Post“ vom 23.12.2018

Karin Sauer (Red.), Gerolzhofen. Ein Leben auf einen Koffer reduziert. Ein neues Kleindenkmal erinnert an die Opfer des Nationalsozialismus, in: „Main-Post“ vom 2.2.2019

Norbert Vollmann (Red.), Gerolzhofen. Der Koffer für die Reise in den Tod, in: „Main-Post“ vom 2.4.2019