Flörsheim (Hessen)

Datei:Flörsheim am Main in MTK.svg Flörsheim ist heute eine Kleinstadt im Main-Taunus-Kreis mit ca. 20.000 Einwohnern und liegt zentral im Rhein-Main-Gebiet zwischen Frankfurt/M. und Mainz (Karte Hagar, 2009, aus: commons.wikimedia.org, CC BY-SA 3.0).

Ein erster urkundlicher Hinweis auf jüdische Ansiedlung in Flörsheim stammt aus dem Jahre 1290; auch im 15.Jahrhundert sollen am Ort Juden gelebt haben. Doch erst um 1600 erfolgte die erste namentliche Erwähnung von Juden in Flörsheim. Gegen Zahlung jährlicher Schutzgelder und Leibzoll an das Domstift zu Mainz durften sich jüdische Familien im Dorfe ansiedeln; an der Niederlassung ärmerer Familien hatte die Landesherrschaft allerdings kaum Interesse. In der ersten Hälfte des 17.Jahrhunderts waren die Flörsheimer Juden - es waren nie mehr als zehn Familien - vor allem als Pferdehändler tätig; daneben handelten sie mit Getreide; insgesamt lebten sie in bescheidenen wirtschaftlichen Verhältnissen. Immer wieder kam es im Laufe der Zeit zu Streitigkeiten mit christlichen Einwohnern; die Auseinandersetzungen hatten meist wirtschaftliche Motive - es ging um Pacht von Weideland, Schlachtverbote, u.a.

Die Ersterwähnung einer jüdischen Begräbnisstätte bei Flörsheim datiert bereits aus den Jahren 1447/1449; zwischenzeitlich fanden Begräbnisse auch auf dem Judensand in Mainz statt. Zusammen mit der Judenschaft von Hochheim wurde ab Mitte der 1660er Jahre ein Beerdigungsareal am Wickerbach genutzt. Auslöser für die Einrichtung dieses Friedhofes war die Pest; auf Grund der großen Ansteckungsgefahr kappte man damals alle Verkehrsverbindungen in der Region. In Folge der eingeschränkten Reisemöglichkeiten mussten sich deshalb die Flörsheimer Juden nach einer neuen Begräbnisstätte innerhalb der Gemarkung umschauen. Der zunächst kleinflächige Friedhof wurde bis zum 19.Jahrhundert auf ca. 3.500 m² erweitert. (Anm.: Nach Streitigkeiten legten die Hochheimer Juden zu Beginn des 20.Jahrhunderts einen eigenen Friedhof an.)

Erste Hinweise auf eine Synagoge in Flörsheim finden sich in der zweiten Hälfte des 17.Jahrhunderts; hierbei handelte es sich um eine in einem Privathause untergebrachte Betstube, die zwischenzeitlich von durch den Ort ziehenden Truppen zerstört worden war. Mit dem Bau eines kleinen Synagogengebäudes wurde 1710 begonnen; nach achtjähriger Bauzeit wurde es eingeweiht; es verfügte über ca. 35 Männerplätze und eine Empore, auf der ca. 15 Frauen Platz fanden. Damit gehört die Flörsheimer Synagoge zu eine der ältesten im Nassauer Raume.

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Synagoge in Flörsheim (Skizze Johann Weber, 1918) und Innenansicht (hist. Aufn., aus: P. Arnsberg)

1927 wurde die Synagoge nach einer Renovierung erneut eingeweiht; neun Jahre zuvor war das 200jährige Synagogen-Jubiläum feierlich begangen worden. Aus einem Artikel der Zeitschrift „Der Israelit“ vom 14. Juli 1927:

Flörsheim a. M., 1. Juli. Ein Teil des Fleckens stand im Festschmuck. Frohe festlich gekleidete Menschen durcheilten erwartungsvoll die Ortsstraßen. Galt es doch, die Neueinweihung der altehrwürdigen Synagoge zu begehen und den israelitischen Mitbürgern Flörsheims Gegenliebe und Dank zu zollen, für alle die Beweise freundschaftlichen Zusammengehörens, zu danken für die Beweise der Freundschaft, wenn die Israeliten auch ihre Häuser an christlichen Festen schmücken. ... Und so gestaltete sich der Zug der heiligen Thorarollen von der Wohnung des Herrn Joseph Altmaier bis zur Synagogen zu einem wahren Triumphzuge. Tausende Menschen standen in andächtiger und würdiger Haltung Spalier, als die heiligen Thorarollen unter Vorantritt von ca. 50 Kindern mit Fähnchen und in Begleitung der gesamten Festgemeinde und vieler Gäste zum altehrwürdigen Gotteshaus getragen wurden. In der Synagoge hatten sich unterdessen der bürgerliche Gemeindevorstand, der katholische und protestantische Kirchenvorstand versammelt. Beim Eintritt in das mit Blumen reich geschmückte, neu hergerichtete Gotteshaus sang der Herr Kantor aus Wiesbaden das Mah Towu. Danach wurden die Thorarollen in feierlicher Weise wie am Simchas Tora um den Almemor getragne. Nach dem Einheben hielt Herr Bezirksrabbiner von Wiesbaden die Festpredigt. ... Die Synagoge, erbaut in 1718, ist nun ein reines Schmuckkästchen geworden und fand die Bewunderung aller. Tausende von Personen besichtigten die Synagoge, so daß sie am Mittwochnachmittag noch einmal zur Besichtigung offen stand, da am Sonntag nicht alle Einlaß finden konnten. Das Fest zeigte so recht den religiösen Frieden in unserem, von jeglichem Antisemitismus freien Orte. ...

http://www.alemannia-judaica.de/images/Images%20375/Floersheimer%20Zeitung%2020071918.jpg Titelblatt der "Flörsheimer Zeitung" vom 20.Juli 1918

In Flörsheim existierten im Laufe der Jahrhunderte mehrere Mikwen, die sich in Kellern von Privathäusern befanden. Auch eine jüdische Religionsschule gab es seit dem 18.Jahrhundert in Flörsheim. Zur Flörsheimer Gemeinde gehörten auch die wenigen Juden aus Eddersheim, Weilbach und Wicker.

Juden in Flörsheim:

         --- um 1640 ..................... ca.  10 jüdische Familien,

    --- um 1710 ..................... ca.  50 Juden,

    --- um 1750 .........................  18 jüdische Familien,

    --- um 1790 .........................  13     “       “    ,

    --- 1803 ............................  16     “       “    ,

    --- 1833 ............................ 114 Juden,

    --- 1840 ............................  91   “   (knapp 5% d. Bevölk.),

    --- 1855 ............................ 115   “   (24 Familien),

    --- 1867 ............................  69   “   (ca. 3% d. Bevölk.),

    --- 1885 ............................  50   “   (ca. 2% d. Bevölk.),

    --- 1905 ............................  45   “   (ca. 1% d. Bevölk.),

    --- 1910 ............................  41   “  ,

    --- um 1925 ..................... ca.  50   “  ,

    --- 1933 (Jan.) .....................  52   “   (in 12 Familien),

             (Dez.) .....................  43   “  ,

    --- 1943 (März) .....................  ein  “ ().

Angaben aus: Werner Schiele, Juden in Flörsheim am Main

Im 19.Jahrhundert lag der Haupterwerb der Flörsheimer Juden im Hausierhandel mit den Bauern der Region. Ab den 1850er Jahren verließen vor allem jüngere, zumeist ärmere Juden Flörsheim und suchten ihre Zukunft in den USA. In den 1860er Jahren verschlechterte sich die finanzielle Lage der jüdischen Gemeinde beträchtlich, denn die beiden finanzkräftigsten Steuerzahler, die Gebrüder Stern, waren verstorben bzw. hatten Flörsheim verlassen. Trotz der fortschreitenden Emanzipation und Assimilation gab es in Flörsheim weiterhin eine antijüdische Grundstimmung; dies änderte sich erst dann, als jüdische Einwohner Mitglieder lokaler Vereine wurden und auch im Gemeinderat vertreten waren. Hatte in Flörsheim die Zentrumspartei über Jahrzehnte hinweg das politische Geschehen am Orte dominiert und die NSDAP nur ein Schattendasein geführt, so gelang es der NS-Propaganda bereits Ende der 1920er Jahre, einen ‚Stimmungsumschwung’ bei einem Teil der hiesigen Bevölkerung herbeizuführen. Ein Zeitungsartikel der „Flörsheimer Nachrichten” vom 21.9.1929 fand kritische Worte.

... Ein Teil unserer Flörsheimer Bevölkerung ist von dem Bazillus Judenhaß ... angefressen. Schuld daran sind gewisse politische Organisationen im Reich, die ihre unheilvolle Propaganda in den Städten betreiben, auch auf das Land ausdehnen. ... Diese Judenfresser dürfen in Flörsheim kein Tätigkeitsfeld finden, ... Unsere jüdischen Mitbürger erfreuen sich besten Ansehens und zu den besten Söhnen der Gemeinde zählen die Juden. ...

Am 1.April 1933 fanden auch Flörsheim Boykottaktionen der wenigen jüdischen Geschäfte statt. In den Monaten danach rief der regionale NS-Bauernverband seine Mitglieder auf, die geschäftlichen Beziehungen zu jüdischen Händlern abzubrechen.

Bis 1938 blieben Flörsheimer Juden von Gewalttätigkeiten verschont; Schmierereien, eine Brandstiftung und die Schändung des jüdischen Friedhofs waren aber Vorboten des Pogroms.

Ein letzter Bericht über eine gottesdienstliche Zusammenkunft in der Flörsheimer Synagoge liegt von Ende 1937 vor, als eine „Weihestunde“ in der festlich geschmückten Synagoge abgehalten wurde:

Flörsheim. 20. Dez. Am 19. ds. versammelten sich in der festlich geschmückten Synagoge die Juden von Flörsheim und Umgebung zu einer Weihestunde, zu der Herr Altmaier geladen und die er sorgfältig vorbereitet hatte. Der zahlreiche Besuch und die Anteilnahme der Erschienenen zeigten, dass die Veranstaltung einem inneren Bedürfnis entsprach. Die mahnenden und belehrenden Worte, die Herr Rabbiner Dr. Bamberger, Mainz, in solch wundervoller Weise an die Versammlung richtete, sind gewiß auf guten Boden gefallen, und ebenso gewiß haben die liturgischen Gesänge, die Herr Oberkantor Lomnitz, Mainz, mit so viel Wärme und Tiefe und mit seiner herrlichen Stimme vortrug, die Herzen erhoben."

(aus: „Der Israelit“ vom 23. Dezember 1937)

Bereits vor den Novembertagen 1938 hatten Flörsheimer Juden ihren Besitz - oft weit unter Wert - verkauft und ihren Heimatort verlassen. Die Ausschreitungen in Flörsheim - zumeist waren vermutlich aus Rüsselsheim kommende SA-Angehörige beteiligt - begannen in den Vormittagsstunden des 10.November mit der Zerstörung zweier jüdischer Geschäfte; dann wurde die Inneneinrichtung der Synagoge demoliert - auch Schulkinder waren dabei aktiv beteiligt. Die Kultgegenstände waren zuvor auf den Totenwagen geladen, durch die Straßen der Stadt gezerrt und zerstört worden; danach landeten die Überreste im Main. Am Abend setzte die hiesige SA ihre gewalttätigen Übergriffe fort. Fünf jüdische Männer wurden festgenommen und ins KZ Buchenwald verfrachtet. Aus dem Polizeibericht vom 13.11.1938: "... An der Synagoge wurden alle Fenster und Türen eingeschlagen, die gesamte Inneneinrichtung und das Mobilar zerstört. Der bei der Synagoge untergestellte Totenwagen wurde von der erregten Volksmenge an den Main gefahren und dort zerschlagen."  Kurze Zeit nach dem Novemberpogrom ging das Synagogengrundstück in Privathand über; im Frühjahr 1939 wurde das Synagogengebäude dann fast vollständig niedergerissen. Die wenigen in Flörsheim zurückgebliebenen jüdischen Bewohner wurden im Laufe des Jahres 1942 deportiert; nur zwei von ihnen überlebten. Am 31.März 1943 meldete der Flörsheimer Bürgermeister dem Landrat: „ ... Der Jude Siegfried Israel Weill ist am 31.3.1943 nach Frankfurt am Main verzogen. Die Gemeinde Flörsheim ist jetzt judenfrei.“ Mindestens 30 gebürtige bzw. länger in Flörsheim lebende Juden wurden Opfer des Holocaust.

In der NS-Zeit war das jüdische Friedhofsgelände zweckentfremdet und landwirtschaftlich genutzt worden; die Grabsteine wurden zerschlagen.

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Eingang zum Begräbnisgelände (Aufn. T., 2016, aus: wikipedia.org, CC BY-SA 4.0) und Blick auf das freie Areal (Aufn. J. Hahn, 2008)

1947 wurde der Friedhof erneut geweiht, nachdem überlebende Angehörige einige neue Grabsteine hatten anfertigen lassen. Gleichzeitig wurde eine Gedenktafel angebracht, die an die ehemaligen jüdischen Einwohner von Flörsheim und Umgebung erinnert; ihr Inschriftentext lautet:

Hier ruhen die Angehörigen der jüdischen Religionsgemeinschaftvon Flörsheim, Hochheim, Eddersheim und Weilbach.

Ihre letzten Männer, Frauen und Kinder wurden unter der Herrschaft der Gewalt

um ihres Glaubens und ihrer Rasse willen geächtet, verfolgt, beraubt und vertrieben,

ihr Gotteshaus zerstört und dieser 600jährige Gottesacker geschändet.

Die Gemeinde Flörsheim hat ihn im Jahre 1946 wieder hergerichtet;

den Lebenden zur Mahnung, den Vertriebenen zum Trost und Allen zum Frieden !

Die Gemeinde Flörsheim am Main

Am Fuße des schlichten gemauerten Denkmals sind unterhalb einer Inschriftentafel Relikte alter Grabsteine eingefügt.

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Denkmal auf dem ehem. Friedhofsgelände und im Sockel zusammengefügte Grabsteinfragmente (Aufn. J. Hahn, 2008)

Anfang der 1990er Jahre wurde der jüdische Friedhof erneut geschändet.

1968 ließ die Stadtverwaltung zum Gedenken an den 250.Jahrestag der Einweihung der Synagoge eine Tafel an der Mauer vor dem einstigen Synagogengrundstück anbringen mit dem folgenden Text:

Hier stand von 1718 - 1938 die Synagoge der jüdischen Gemeinde Flörsheim am Main.

Zur Erinnerung an den 250.Jahrestag der Errichtung

und anläßlich der 30.Wiederkehr des Tages der Zerstörung dieses Gotteshauses

wurde von der Bürgerschaft der Stadt am 9.11.1968 dieser Gedenkstein gesetzt.

http://www.alemannia-judaica.de/images/Images%20171/Floersheim%20Synagoge%20172.jpg Gedenktafel von 1968 (Aufn. J. Hahn, 2008)

Hinweis:

An einer noch erhaltenen Innenwand des ehem. Synagogengebäudes ist in hebräischer Sprache der Text des Psalms 29 zu entziffern, der in Übersetzung lautet: "Psalm von David. Spendet dem Ewigen, Söhne der Mächtigen, spendet dem Ewigen Ehre und Triumph. Spendet dem Ewigen seines Namens Ehre, bücket euch vor dem Ewigen im heiligen Schmucke. Die Stimme des Ewigen erschallt über den Wassern, der Gott der Ehre donnert, der Ewige über mächtigen Wassern. Die Stimme des Ewigen erschallt mit Macht, die Stimme des Ewigen mit Majestät. Die Stimme des Ewigen zertrümmert Zedern, und es zertrümmert der Ewige die Zedern des Libanon; und läßt sie hüpfen wie Kälber, Lebanon und Schirjon wie junge Re'emim. Die Stimme des Ewigen wirft zuckende Feuerflammen. Die Stimme des Ewigen macht erbeben Wüste, erbeben macht der Ewige die Wüste Kadesch. Die Stimme des Ewigen macht zittern die Eichen, und entblättert die Wälder, und in seinem Palaste spricht Alles: Ehre! Der Ewige thronte bei der Flut, und es thronet der Ewige als König immerdar. Der Ewige gibt Macht seinem Volke, der Ewige segnet sein Volk mit Frieden."

Anlässlich des 70. Jahrestages der Reichspogromnacht wurden in der Synagogengasse bronzene Gedenktäfelchen angebracht; diese tragen die Namen sowie die Geburts- und Sterbedaten der von den Nationalsozialisten ermordeten Angehörigen der ehemaligen jüdischen Gemeinde. 2016 wurden acht weitere hinzugefügt.

In der Hauptstraße erinnert heute noch eine restaurierte Mikwe an das frühere jüdische Leben in Flörsheim. Diese Badeanlage wurde 1983 anlässlich von Renovierungsarbeiten wiederentdeckt und in den Folgejahren auf Grund einer privaten Initiative restauriert. Das Tauchbad war vermutlich im 17./18. Jahrhundert angelegt worden.

Das im 19.Jahrhundert als jüdisches Schulhaus genutzte Gebäude wurde in den letzten Jahren aufwändig restauriert.

1984 wurde eine Straße in Flörsheim nach Dr. Max Schohl benannt; er war Besitzer einer örtlichen chemischen Fabrik gewesen; er wurde 1943 in Auschwitz ermordet.

Ob sog. „Stolpersteine“ verlegt oder eine Gedenkwand (mit Namenstafeln der jüdischen Opfer) in Flörsheim erstellt werden würden, war einer Entscheidung des Stadtrates (2017) vorbehalten. Im Mai 2018 wurden dann die ersten fünf "Stolpersteine" in der Flörsheimer Albanusstraße verlegt, die dem Angedenken der Familie Schohl gewidmet sind.

                      Aufn. aus: stolpersteine-floersheim.de

Weitere fünf Steine wurden ein Jahr später an drei Standorten verlegt.

Weitere Informationen:

Paul Arnsberg, Die jüdischen Gemeinden in Hessen. Anfang - Untergang - Neubeginn, Societäts-Verlag, Frankfurt/M. 1971, Bd. 1, S. 181 - 185

Paul Arnsberg, Die jüdischen Gemeinden in Hessen. Bilder - Dokumente, Eduard Roether Verlag, Darmstadt 1973, S. 53

Gerhard Wilhelm Daniel Mühlinghaus, Der Synagogenbau des 17. u. 18.Jahrhunderts im aschkenasischen Raum, Dissertation, Philosophische Fakultät Marburg/Lahn, 1986, Band 2, S. 123 - 124

Franz Luschberger, Juden in Hochheim - Eine heimatgeschichtliche Exkursion, Hochheim am Main 1988 (Anmerkung: hier finden sich an verschiedenen Stellen auch Angaben aus Flörsheim)

Werner Schiele, Ausgestoßen - Das Schicksal der Flörsheimer Juden im Nationalsozialismus, in: Flörsheimer Zeitung, Sonderausgabe “40 Jahre Stadterhebung”, 1993

Heimatgeschichtlicher Wegweiser zu Stätten des Widerstandes und der Verfolgung 1933 - 1945, Hessen I: Regierungsbezirk Darmstadt, VAS-Verlag, Frankfurt/M. 1995, S. 232 f.

Werner Schiele, Die jüdischen Friedhöfe bei Flörsheim am Main, in: ‘Zwischen Main und Taunus - Jahrbuch des Main-Taunus-Kreises’, Hofmann (Taunus), 1999, S. 52 f.

Werner Schiele, Juden in Flörsheim am Main. Die Geschichte einer Minderheit auf dem Lande, Hrg. Heimatverein Flörsheim a.M. 1924 e.V., Flörsheim 1999

Flörsheim am Main mit Weilbach u. Wicker sowie Eddersheim, in: alemannia-judaica.de (mit diversen Dokumenten zur jüdischen Ortshistorie)

Jüdischer Friedhof in Flörsheim, in: alemannia-judaica.de (mit zahlreichen Aufnahmen)

Werner Schiele (Red.), Die neu entdeckte Mikwe in Flörsheim am Main, in: Jahrbuch des Main-Taunus-Kreises 2003, S. 185 - 190

David Clay Large, Einwanderung abgelehnt. Wie eine deutsche Familie versuchte, den Nazis zu entkommen (Originaltitel: And the World Closed its Doors), Blessing Verlag 2004 (dargestellt wird die Geschichte der Familie des Chemiefabrikanten Max Schohl) 

Andrea Remsperger (Red.),  Von Nazis ermordet und vertrieben – Flörsheim gedenkt seiner jüdischen Mitbürger, in: „Wiesbadener Kurier“ vom 28.1.2008

Sascha Kröner (Red.), Gedenktafel an der Synagoge – Selbstmord durch Einsamkeit, in: „Höchster Kreisblatt“ vom 16.3.2016

Jens Etzelsberger (Red.), Flörsheim: Diskussion um Stolpersteine, in: „Main-Spitze“ vom 9.2.2017

Jens Etzelsberger (Red.), Stolperstein-Verein gegründet, in: „Main-Spitze“ vom 8.11.2017

Sascha Kröner (Red.), Stolperstein: Das tragische Schicksal der jüdischen Familie Schohl, in: „Frankfurter Neue Presse“ vom 14.4.2018

Sascha Kröner (Red.), Verlegung von Stolpersteinen wird vor Bürgermeisterwahl zum Politikum, in: „Höchster Kreisblatt“ vom 3.5.2018

Jens Etzelsberger (Red.), Flörsheim. Tiefbewegt verfolgen Nachfahren die Verlegung der Stolpersteine für die Flörsheimer Familie Schohl, in: „Main-Spitze“ vom 16.5.2018

Barbara Schmidt (Red.), Die Synagoge ist verschwunden, aber nicht vergessen, in: „Höchster Kreisblatt“ vom 5.6.2018

Barbara Schmidt (Red.), Vor 300 Jahren wurde die erste Synagoge im Kreis eingeweiht, in: „Höchster Kreisblatt“ vom 24.7.2018

Stolpersteine Flörsheim e.V. (Red.), Stolpersteine in Flörsheim, in: stolpersteine-floersheim.de

Jens Etzelsberger (Red.), Flörsheim: Fünf Stolpersteine gegen das Vergessen, in: „Wiesbadener Kurier“ vom 27.6.2019