Alsfeld (Hessen)

Datei:Mittelhessen Vogelsberg Als.png Alsfeld ist eine Stadt mit derzeit ca. 17.000 Einwohnern im mittelhessischen Vogelsbergkreis – ca. 35 Kilometer östlich von Marburg gelegen (Karte: Andreas Trepte, 2006, aus; wikipedia.org, CC BY-SA 2.5).

Ansicht von Alsfeld – Stich M. Merian, um 1655 (Abb. aus: wikipedia.org, gemeinfrei)

Bereits Mitte des 14.Jahrhunderts haben vereinzelt Juden in Alsfeld gelebt. Ein Grund dafür mag in der günstigen Verkehrslage des Ortes an der Handelsstraße zwischen Leipzig und Frankfurt bestanden haben. Über die Größe der jüdischen Gemeinde ist nichts bekannt, doch kann davon ausgegangen werden, dass sie relativ groß gewesen ist, da es sowohl eine Synagoge als auch eine Schule gegeben hat. Später müssen die Juden aus der Stadt vertrieben worden sein. Nach mehreren Jahrhunderten erfolgte im 17.Jahrhundert eine Neuansiedlung weniger Schutzjuden; dabei kam es wiederholt zu Konflikten zwischen der Metzgerzunft und Juden, die als Schächter arbeiteten. Zwischenzeitlich mussten die Juden Alsfeld dann wieder verlassen, da ihnen auf Grund von Landtagsbeschlüssen nur ein Wohnrecht in den ländlichen Gemeinden eingeräumt wurde. Nur sehr wenigen Schutzjuden hatten gegen Zahlung eines jährlichen Schutzgeldes an den Landesfürsten die Erlaubnis erhalten, in der Stadt Alsfeld zu wohnen. Mitte des 19.Jahrhunderts stieg die Zahl der jüdischen Familien in Alsfeld an; sie waren aus den umliegenden Ortschaften hierher umgezogen. Nach der Gründung einer Gemeinde (um 1810) richtete man zwei Jahrzehnte später in der Metzgergasse eine Synagoge ein, die 1904/1905 durch einen Neubau in der Lutherstraße ersetzt wurde; mit ca. 350 Plätzen war das Gebäude für die damalige Gemeindegröße überdimensioniert.

http://www.alemannia-judaica.de/images/Images%20339/Alsfeld%20Synagoge%20090.jpg Festordnung zur Synagogeneinweihung vom 29./30. Dez. 1905

 Über die Einweihung der Alsfelder Synagoge, die nach den Worten der israelitischen Gemeinde eine „Pflanzstätte bürgerlicher und menschlicher Tugenden“ sein und dem „Anbeten des gemeinsamen großen Gottes dienen“ sollte, berichtete die Oberhessische Zeitung am 1. Januar 1905 mit einem ausführlichen Artikel.

Zu einem feierlichen, imposanten Akte gestaltete sich am Freitag die offizielle Feier der Weihe der neuen Synagoge. Überaus groß war die Beteiligung der hiesigen und auswärtigen israelitischen Bevölkerung, ferner nahmen teil zahlreiche Vertreter der Staats- und städtischen Behörden sowie als Gäste geladene Vertreter anderer Konfessionen. Die Feier nahm nach vorausgegangenem Abschiedsgottesdienst in der alten Synagoge ihren Anfang in der Vorhalle des neuen Gotteshauses. ... Die neue Synagoge präsentiert sich von außen als ein stilvolles, imponierendes Bauwerk mit geschmackvollen, eigenartigen Formen, das unserer Stadt zur Zierde gereicht. Das gleiche harmonische, solide Gepräge trägt die innere Einrichtung und Ausstattung, prächtig der Anblick des Innern des Gottesdienstraumes und der darin aufgestellten heiligen Lade. ... In opferwilliger Weise haben fast alle Gemeindemitglieder durch größere Geldspenden den Bau gefördert. ... Mit Stolz stellte die israelitische Gemeinde ihr Haus der Öffentlichkeit vor. ...

 

Synagoge in Alsfeld (hist. Postkarte und hist. Aufn., um 1905, aus: wikipedia.org, gemeinfrei)

Anm.: 1930 beging die Gemeinde das 25jährige Synagogenjubiläum; aus diesem Anlass wurde das Gebäude gründlich renoviert.

Für religiös-rituelle Aufgaben hatte die Gemeinde einen Lehrer in Anstellung. Fast vier Jahrzehnte war in Alsfeld M. Spier tätig (bis 1911); letzter Lehrer der Gemeinde war Leopold Kahn.

  http://www.alemannia-judaica.de/images/Images%20321/Alsfeld%20CV-Ztg%2031011924.jpg

Stellenausschreibungen aus: „Der Israelit“ vom 20.7.1911 und "CV-Zeitung" vom 31.1.1924

Ein neues Badehaus an der Burg war bereits in den 1820er Jahren errichtet worden und ersetzte drei vorhandene „Judenbäder“, die sich in Privathäusern befunden hatten.

Diente bis ca. 1875 der jüdische Friedhof von Angenrod als Begräbnisstätte für die Juden aus Alsfeld und anderen Ortschaften, so wurde Ende der 1870er Jahre in Alsfeld an der Reibertenröder Straße - neben dem christlichen Friedhof - ein Begräbnisplatz für die Alsfelder Juden angelegt - eine Stiftung von Leopold und Hermann Wallach hatte dies ermöglicht; kurz vor dem Ersten Weltkrieg kam auch eine Leichenhalle hinzu. Die letzten Beerdigungen auf dem jüdischen Friedhof fanden 1938 statt. 

Die Kultusgemeinde Alsfeld gehörte dem orthodoxen Provinzialrabbinat Gießen an.

Juden in Alsfeld:

        --- 1742 ............................   3 jüdische Familien,

    --- 1770 ............................   4   “         “   ,

    --- um 1810 .........................   2   “         “   ,

    --- 1824 ............................  37 Juden (8 Familien),

    --- 1830 ............................  61   “  ,

    --- 1840 ........................ ca.  70   “  ,

    --- 1861 ............................  67   “  ,

    --- 1871 ............................  81   “   (ca. 2% d. Bevölk.),

    --- 1880 ............................ 178   “   (4,5% d. Bevölk.),

    --- 1895 ............................ 213   “  ,

    --- 1905 ............................ 228   “   (ca. 5% d. Bevölk.),

    --- 1910 ............................ 252   “  ,

    --- 1933 ............................ 220   “  ,

    --- 1935 ............................ 167   “  ,

    --- 1938 (Nov.) ................. ca. 100   “  ,

    --- 1939 (Sept.) ................ ca.  70   “  ,

    --- 1940 ............................   6   “  ,

    --- 1941 ............................   2   “  .

Angaben aus: Paul Arnsberg, Die Jüdischen Gemeinden in Hessen. Anfang - Untergang - Neubeginn, Bd. 1, S. 31

und                 H.Dittmar/H.Jäkel, Geschichte der Juden in Alsfeld, S. 110 und S. 129

Im Wirtschaftsleben der Kleinstadt spielten die Juden seit Mitte des 19.Jahrhunderts eine bedeutende Rolle; so befand sich der größte Teil der Industrieunternehmen - eine Brauerei, ein Sägewerk, eine Kleiderfabrik - in jüdischer Hand; zudem gab es zahlreiche Textilgeschäfte und Viehhandlungen.

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Bereits am Tag der NS-Machtübernahme begannen erste Gewalttätigkeiten gegenüber jüdischen Mitbürgern: Fensterscheiben und Schaufenster mehrerer Juden wurden eingeworfen. Erstes jüdisches Opfer in der Stadt Alsfeld wurde Adolf Cahn, der vom Kreditgeschäft - meist mit Bauern als Kreditnehmern - lebte und wegen unredlichen Geschäftsgebahrens unbeliebt war. Mitte März 1933 kam es zu einer gewalttätigen Aktion gegen ihn. Um ihn vor einer aufgebrachten Menge zu schützen, „wurde er von der Polizei in Schutzhaft genommen und ins Gefängnis transportiert. Ein Glück für den Juden, daß nicht die von ihm von Haus und Hof vertriebenen Bauern sich unter der Menge befanden. Die hätten ihn höchstwahrscheinlich trotz der polizeilichen Bedeckung gelyncht”.

Auch in Alsfeld wurde dann der reichsweit angeordnete Boykott jüdischer Geschäfte durchgeführt; SA-Posten vor jüdischen Geschäften und Hetzplakate markierten die Standorte jüdischer Geschäfte. Bereits wenig später verließen die ersten jüdischen Familien Alsfeld; sie emigrierten meist nach Palästina und in die USA. In den Jahren bis 1937 haben dann jährlich etwa 30 bis 40 jüdische Einwohner ihre Heimatstadt verlassen. Die meisten verzogen in andere deutsche Städte mit größeren jüdischen Gemeinden, vor allem nach Frankfurt/Main.

In der Pogromnacht von 1938 wurden fast alle Fensterscheiben der Synagoge eingeschlagen, dann wurde der Innenraum in Brand gesetzt; dabei soll eine große Menschenmenge schweigend zugesehen haben; anschließend löschte man das Feuer. Der damalige Bürgermeister verhinderte durch sein Eingreifen weitere Zerstörungen, doch war auch er machtlos, als SA-Trupps durch die Stadt zogen und in den meisten von Juden bewohnten Häusern die Fensterscheiben einwarfen, Geschäfte verwüsteten und die Auslagen auf die Straßen warfen. Einige Kultgegenstände, u.a. zwei große Thora-Rollen, konnten noch in Sicherheit gebracht werden und wurden nach dem Krieg an die Gemeinde in Haifa übergeben.

Anm.: Das beschädigte Synagogengebäude verkaufte die jüdische Gemeinde an die Sparkasse Alsfeld, die es 1939 teilweise abreißen und zu einem Wohnhaus umbauen ließ.

Im Jahr 1940 hatten fast alle jüdischen Einwohner Alsfelds die Stadt verlassen. Ein Aktenvermerk hält fest:„Die Jüdin Loeser hat sich endgültig nach Bebra abgemeldet, und die Jüdin Rothschild ist am 14.11.1941 nach Bad Nauheim verzogen. Alsfeld ist jetzt frei von Juden.” Etwa 100 Alsfelder Juden fanden in Ghettos und Vernichtungslagern in Osteuropa einen gewaltsamen Tod; ca. 50 von ihnen wurden direkt von  ihrem  letzten Wohnsitz in Alsfeld deportiert.

Am Standort der ehemaligen Synagoge in der Lutherstraße erinnert seit 1978 eine Gedenktafel an die einstige jüdische Gemeinde der Stadt; unter einer stilisierten Menora findet man den Text:

Hier stand die Synagoge, 1905 eingeweiht, am 9.November 1938 durch nationalsozialistischen Terror zerstört.

Die Leiden des jüdischen Volkes rufen auf zur Verteidigung der Menschenrechte, zum Widerstand gegen Gewalt und die rechtlose Verfolgung Andersdenkender.

  Synagogenmodell im Alsfelder Regionalmuseum (Hans-Heinrich Graue, 2012/2013)

  Auf dem jüdischen Friedhof findet man heute noch etwa 130 Grabsteine.

 http://www.alemannia-judaica.de/images/Images%20150/Alsfeld%20Friedhof%20224.jpg http://www.alemannia-judaica.de/images/Images%20150/Alsfeld%20Friedhof%20239.jpg

Teilansicht des jüdischen Friedhofs und ehemalige jüdische Friedhofshalle (Aufn. J. Hahn, 2008)

Zum Gedenken an die jüdischen Opfer der NS-Zeit verlegte die Initiative „Stolpersteine Alsfeld“ an sieben verschiedenen Örtlichkeiten im Oktober 2009 die ersten 16 sog. „Stolpersteine“; weitere 13 Steine fanden 2011 ihren Platz im Gehwegpflaster; insgesamt sind im Stadtgebiet mittlerweile mehr als 50 "Stolpersteine" verlegt (Stand 2019). 

File:Stolpersteine Alsfeld Rittergasse 4.jpg  File:Stolpersteine Alsfeld Mainzer Gasse 1.jpg

verlegt in der Rittergasse und in der Mainzer Gasse (Aufn. gmbo, 2014, aus: wikipedia.org, CCO)

Das frühere „Judengässchen“, das heute den Namen „Burggässchen“ trägt, weist möglicherweise auf den Standort der früheren mittelalterlichen Judengemeinde Alsfelds hin. Seit 2005 erinnert in Alsfeld unweit des ehemaligen Synagogenstandortes die „Samuel-Spier-Gasse“ an den berühmten Sohn der Stadt.

  Samuel Spier wurde 1838 als Sohn einer jüdischen Kaufmannsfamilie in Alsfeld geboren. Nach einem Lehramtsstudium in Gießen unterrichtete er seit 1862 am „Brüsselschen Institut“ in Segnitz/b.Würzburg, seit 1864 an der Samsonschule in Wolfenbüttel.  Ende der 1860er Jahre schloss sich Spier der Ideologie von Lassalle an und begründete in Wolfenbüttel eine Ortsgruppe des Allgemeinen Deutschen Arbeitervereins. Wenig später trennte er sich vom ADAV und gehörte - mit August Bebel, Wilhelm Liebknecht u.a. - zu den Gründungsvätern der Sozialdemokratischen Arbeitspartei. Auf das Programm der SDAP nahm Spier wesentlich Einfluss. Braunschweig/Wolfenbüttel wurde zum Sitz der Partei. 1870/1871 wurde die Braunschweiger Parteiführung wegen angeblichem „Landesverrat“ verhaftet und für mehrere Monate inhaftiert. Nach seiner Entlassung ließ sich Samuel Spier als Privatgelehrter in Segnitz nieder und übernahm dort die Leitung des „Brüsselschen Instituts“. 1881 nahm Spier seinen Wohnort in Frankfurt/Main; hier verstarb er 1903. Seit 2005 erinnert in Alsfeld die „Samuel-Spier-Gasse“ an den berühmten Sohn der Stadt.

Im Alsfelder Regionalmuseum befinden sich Exponate zur jüdischen Geschichte, so u.a. einer der wenigen erhaltenen Thoraschreine Hessens, Thorarollen, der Davidstern vom Turm der Synagoge u.a.

 

Im heutigen Ortsteil Angenrod existierte ebenfalls eine selbstständige, mehrheitlich orthodox ausgerichtete jüdische Gemeinde, die 1933 etwa 60 Angehörige hatte. Die Gemeinde besaß einen um 1750 entstandenen Friedhof, auf dem auch Juden aus Alsfeld und Romrod bestattet wurden. [vgl. Angenrod (Hessen)]

 

Um die Wende vom 19. zum 20.Jahrhundert gab es in dem Gebiet des heutigen Vogelsberg-Kreises 18 israelitische Religionsgemeinden, die alle dem Provinzialrabbinat Gießen unterstanden. Neben den überwiegend religiös-orthodox ausgerichteten Gemeinden wie Angenrod, Crainfeld, Einartshausen, Kestrich, Kirtorf, Lauterbach, Schlitz, Schotten und Storndorf sind die mehr liberal eingestellten Kultusgemeinden von Bobenhausen, Grebenau, Homberg, Nieder-Gemünden, Romrod und Ulrichstein zu nennen. Weiterhin gab es je eine jüdische Gemeinde in Nieder-Ohmen und Ober-Gleen.

 

Weitere Informationen:

Paul Arnsberg, Die Jüdischen Gemeinden in Hessen. Anfang - Untergang - Neubeginn, Societäts-Verlag Frankfurt/M. 1971, Bd. 1, S. 31 ff.

Paul Arnsberg, Die jüdischen Gemeinden in Hessen. Bilder - Dokumente, Eduard Roether Verlag, Darmstadt 1973, S. 10

Anni Bardon, Synagogen in Hessen um 1900, in: Neunhundert Jahre Geschichte der Juden in Hessen, Schriften der Kommission für die Geschichte der Juden in Hessen VI, Wiesbaden 1983, S. 361

Heinrich Dittmar/Herbert Jäkel, Die Geschichte der Juden in Alsfeld, Hrg. Geschichts- und Museumsverein Alsfeld, Alsfeld 1988

Herbert Jäkel, Statistische Zusammenstellung über Einwohner und Juden in Alsfeld, in: H.Dittmar/H.Jäkel, Geschichte der Juden in Alsfeld, Geschichts- u. Museumsverein Alsfeld, Alsfeld 1988, S. 129

Thea Altaras, Synagogen in Hessen - Was geschah nach 1945 ?, Königstein 1988

Herbert Jäkel, Vor 100 Jahren: Der politische Antisemitismus überrollt Oberhessen ..., in: Heimatchronik, Monatsbeilage der ‘Oberhessischen Zeitung Alsfeld’, Heft 1 - 3/Febr./März 1990

Herbert Jäkel, Samuel Spier (1838 - 1903). Ein Alsfelder Jude im ersten großen Sozialistenprozeß angeklagt, in: Heimatchronik, Monatsbeilage der ‘Oberhessischen Zeitung Alsfeld’, Heft 12/Oktober 1992

Kulturverein Lauterbach e.V. (Hrg.), Fragmente ... jüdischen Lebens im Vogelsberg, Lauterbach 1994, S. 30 ff. und S. 66 ff.

Heinrich Dittmar, Spurensuche im Vogelsberg - Wegweiser zu den jüdischen Stätten im Vogelsberg, Alsfeld 1994

Heimatgeschichtlicher Wegweiser zu Stätten des Widerstandes und der Verfolgung 1933 - 1945, Hessen II - Regierungsbezirke Gießen und Kassel, Hrg. Studienkreis Deutscher Widerstand, VAS-Verlag, Frankfurt/M. 1996, S. 190 f.

The Encyclopedia of Jewish Life before and during the Holocaust (Vol. 1), New York University Press, Washington Square, New York 2001, S. 31/32

Monika Kingreen, Michael Maynard – Erinnerungen eines jüdischen Jungen an die Jahre 1933 – 1939, in: Mitteilungen des Oberhessischen Geschichtsvereins, Neue Folge Band 86, Gießen 2002, S. 69 – 88

www.judaica-vogelsberg.de

Alsfeld, in: alemannia-judaica.de (mit zahlreichen Dokumenten u. Bildmaterial zur jüdschen Gemeindehistorie)

N.N. (Red.), 16 neue Stolpersteine an 7 Stellen, in: "OsthessenNews" vom 18.10.2009

Auflistung der Stolpersteine in Alsfeld, online abrufbar unter: wikipedia.org/wiki/Liste_der_Stolpersteine_in_Alsfeld

Geschichts- und Museumsverein Alsfeld (Hrg.), Wasserhäuschen David Levi - Dokumentation der Restaurierung, 2014

Rolf Schwickert (Red.), Stolpersteine mahnen, in: "Alsfelder Allgemeine" vom 2.3.2018