Halle/Saale (Sachsen-Anhalt)

Bildergebnis für halle karte postleitzahl Bildergebnis für halle saale landkarteHalle (Saale) ist eine kreisfreie Großstadt mit derzeit ca. 240.000 Einwohnern im Süden von Sachsen-Anhalt (Karte aus: suche-postleitzahl.org und aus: germany.travel).

Im Schutze der im Jahre 806 gegründeten Burg Halle bildeten sich drei Ansiedlungen, deren Bewohner vom Sieden und Salzhandel lebten. Vermutlich hielten sich bereits um 1000 einige wenige Juden in Halle auf, das damals unter erzbischöflicher Herrschaft stand. Allerdings stammen die ersten gesicherten Quellen über eine jüdische Gemeinde in Halle erst aus dem Jahre 1184; dabei dürfte es sich aber um eine größere Anzahl jüdischer Bewohner gehandelt haben, die im „Judendorf“ gelebt haben. Die Lage des „Judendorfes“ ist durch Grabungen nachgewiesen; vermutlich gab es auch eine Synagoge und eine Mikwe, die wohl am Saaleufer gelegen war. Ebenfalls soll es damals einen jüdischen Friedhof am heutigen Jägerplatz gegeben haben; er wurde zerstört und seine Steine in der Moritzburg und anderen Gebäuden verbaut.

Zu Beginn des 13.Jahrhunderts soll das „Judendorf“ von Christen in Brand gesteckt und seine Bewohner vertrieben worden sein. Unter erzbischöflichem Schutz kehrten die Juden bald wieder nach Halle zurück, die aber nun zu erheblichen Geldzahlungen herangezogen wurden. Als der Rat der Stadt versuchte, „seine“ Juden mit zusätzlichen Steuern zu belasten, begaben sie sich in den Schutz des Klosters Neuwerk; sie standen damit ganz unter der Schutzherrschaft des Erzbischofs von Magdeburg, der diese - je nach seiner wirtschaftlichen Lage - ausbeutete und sie gegenüber der Stadt in Schutz nahm.

Die Pestjahre von 1348/1349 forderten unter den Juden in Halle zahlreiche Opfer. Nach ihrer Vertreibung der Juden ging das „Judendorf“ in den Besitz der Stadt über; schon wenige Jahre später kehrten sie hierher zurück. Gegen Ende des 14.Jahrhunderts gerieten die Juden unter den Verdacht der Brunnenvergiftung; dies hatte zur Folge, dass der Pöbel die Judenhäuser stürmte, diese zerstörte und viele Bewohner umbrachte. Erneut schritt der Magdeburger Erzbischof ein, der den Rat der Stadt Halle mit einem Sühngeld für die Vertreibung „seiner“ Juden belegte und ihre erneute Ansiedlung durchsetzte; allerdings mussten auch hier die Juden hohen Geldbeträge an die Stadt zahlen, um die Genehmigung zum Aufbau neuer Häuser zu erhalten.

Im Spätmittelalter bestand in Halle - nach Erfurt - die größte jüdische Gemeinde Mitteldeutschlands; sie muss recht wohlhabend gewesen sein. Ab dem 15.Jahrhundert entrichteten die Juden Halles nun auch an die deutschen Kaiser Tribute, so z.B. an Kaiser Sigismund eine Summe von 800 Gulden anlässlich seiner Krönung. Als der Hallesche Stadtrat auf Betreiben des Theologen Nikolaus von Kues die hier lebenden Juden zwang, ihre Geldgeschäfte aufzugeben und besondere Abzeichen zu tragen, waren sie ihrer Lebensgrundlage beraubt und kehrten der Stadt den Rücken. Doch Proteste des Magdeburger Erzbischofs, der sich fiskalischer Einnahmen beraubt sah, führten zu deren Rückkehr. Bereits sein Nachfolger, der Erzbischof Ernst von Magdeburg, änderte die Judenpolitik und setzte 1493 durch, dass alle Juden aus seinem Machtbereich, also auch aus Halle, gewaltsam vertrieben wurden. Seitdem haben jahrhundertelang keine Juden mehr in der Stadt Halle gelebt.

Eine zaghafte Wiederansiedlung begann im 17.Jahrhundert, als der brandenburgische Herrscher sich bemühte, in der darniederliegenden Stadt die Wirtschaft wieder aufzubauen; Ende des Jahrhunderts lebten in Halle zwölf „Schutzjuden“ mit ihren Familien, mindestens 70 Personen. 1704 verlieh der preußische König den Hallenser Juden ein Generalprivileg, das ihnen gestattete, ihre Gemeinde unter eigene Organisation zu nehmen und eigene Gerichtsbarkeit auszuüben.

http://www.mitteldeutsche-barockmusik.de/mibamu-wAssets/img/Hal_Halle_Stich_von_Werner.jpg

Halle - Kupferstich von Friedrich Bernhard Werner, um 1740 (Abb. aus: wikipedia.org, CCO)

Aus dieser Zeit stammte auch die Hallesche Synagoge - am Großen Berlin unweit des alten Marktes gelegen; diese wurde 1724 „bei einem Tumulte vom Volk gestürmt“ und dabei fast völlig zerstört; wenige Jahre später wurde die Synagoge an gleicher Stelle wieder eingeweiht.

In der 1694 gegründeten preußischen Universität Halle war die Zahl der jüdischen Studenten relativ hoch; dies lag daran, dass die Hochschule eine stark pietistische Ausrichtung hatte und so den Juden ausgesprochen wohlgesonnen war.

Juden in Halle:

    --- 1704 .............................    12 jüdische Familien (ca. 70 Personen),

    --- 1713 .............................    20     “       “    ,

    --- 1725 .............................    39     “       “    ,

    --- 1755 .............................    50     “       “     (ca. 350 Personen),

    --- 1772 .............................   196 Juden,

    --- 1800 .............................    82   “  ,

    --- 1825 .............................    91   “  ,

    --- 1830 .............................   114   “  ,

    --- 1840 .............................   167   “  ,

    --- 1855 .............................   306   “  ,

    --- 1864 .............................   443   “  ,

    --- 1885 .............................   746   “  ,

    --- 1910 ............................. 1.397   “   (0,8% d. Bevölk.),

    --- 1925 ............................. 1.236   “  ,

    --- 1931 ......................... ca. 1.400   “  ,

    --- 1933 ............................. 1.086   “   (0,5% d. Bevölk.),

    --- 1939 (Nov.) ......................   370   “  ,*       * Bezirk Halle

    --- 1941 .............................   283   “  ,

    --- 1946 ......................... ca.    65   “  .

Angaben aus: Jüdische Gemeinde Halle (Hrg.), 300 Jahre Juden in Halle, S. 56

Durch ihre wirtschaftlichen Aktivitäten trugen die Juden im Verlaufe des 18. und besonders des 19.Jahrhunderts dazu bei, dass sich Halle - neben Berlin und Magdeburg - zum bedeutendsten Handels- und auch Industriezentrum Preußens entwickelte; bis zum Jahre 1820 ließen sich in der Saalestadt sechs jüdische Kaufleute, zwei Waffelfabrikanten und je ein Putz- u. Schnitthändler nieder. Mit der wachsenden Wirtschaftspotenz der Saalestadt erlebte die Hallesche Judenschaft in der zweiten Hälfte des 19.Jahrhunderts einen beispiellosen wirtschaftlichen und sozialen Aufstieg; so waren es zahlreiche Kauf- und Warenhäuser jüdischer Besitzer, die die Industriebevölkerung Halles und der Region versorgten.

vgl. dazu: Juden im Wirtschaftsleben der Stadt Halle im 19. u. 20.Jahrhundert, in: J.Dick/M.Sassenberg (Hrg.), Wegweiser durch das jüdische Sachsen-Anhalt, S. 278 - 289

1858 konstituierte sich die neue Synagogengemeinde Halle; der 1831 in Mähren geborene Rabbiner Wilhelm Fröhlich prägte wesentlich die Entwicklung der Gemeinde und ihre Anerkennung in der Stadt. Mitte des 19.Jahrhunderts wuchs die Gemeinde stark an. So wurde auch die 1700 errichtete und 1829 gründlich renovierte Synagoge zu klein. 1870 wurde am alten Platze am Martinsberg (Kleine Brauhausstraße) die neue Synagoge eingeweiht, die im Jahre 1894 erweitert wurde. Vorbild des Neubaus war die repräsentative Berliner Synagoge an der Oranienburger Straße.

                   Aus dem „Halle’schen Tageblatt” vom 21.März 1885:

„ ... Das Vorbild unseres jüdischen Gotteshauses ist die neue Synagoge in Berlin, ... Aus verschiedenfarbigen Ziegelsteinen aufgeführt, erhebt es sich zu beiden Seiten zu kleinen Türmen, welche mit wohlgeformten Kuppeln geziert sind; in dem niedrigen Mittelbau, der sog. Terrasse, befindet sich der Haupteingang. Aus der Mitte des Tempels erhebt sich ein größerer Turm, von zwei mächtigen Eisensäulen getragen, ebenfalls durch ein Kuppeldach geschmückt. ... Die Farbe der Steine als auch der Kuppeln harmonieren prächtig zueinander. Gedeckt sind die Kuppeln mit Zinkblech, welches kupferartig gestrichen ist. Durch eine Vorhalle ... treten wir in den Hörerraum, der ... 288 Männer- und 140 Frauensitze enthält. ...”

(aus: Jüdische Gemeinde Halle (Hrg.), 300 Jahre Juden in Halle, S. 62)

Synagoge, Kleine Brauhausstraße, Aufn. um 1900 (Stadtarchiv, aus: wikipedia.org, CCO)

                     virtuelle 3D-Rekonstruktion (Bearb. Th. Purgand)

Der zweite alte jüdische Friedhof am Töpferplan - angelegt Ende des 17.Jahrhunderts - befand sich vor dem alten Galgentor, nahe des Leipziger Turms am Martinsberg; um 1870 war dieser belegt. Als bereits abzusehen war, dass der Friedhof künftig nicht mehr ausreichen würde, erwarb die Gemeinde 1864 ein neues Areal, in freiem Gelände weit vor der Stadt, den (dritten) jüdischen Friedhof in der Humboldtstraße (gegenüber dem Wasserturm); dieser wurde im Jahre 1869 seiner Bestimmung übergeben, gegen Ende der 1920er Jahre war mit ca. 800 Gräbern belegt. Jahre nach Ende des Ersten Weltkrieges suchte die Gemeinde einen neuen Begräbnisplatz und fand ihn unmittelbar neben dem Gertraudenfriedhof an der Boelckestraße. Der Leipziger Architekt Wilhelm Haller errichtete hier im Auftrag der Gemeinde eine im expressionistischen Stile gestaltete Trauerhalle, die deutschlandweit als „architektonisches Meisterstück“ galt.

Die jüdische Schule lag neben der Synagoge; 1900 besuchten ca. 150 Kinder im Alter von sieben bis 14 Jahren dort den Religionsunterricht. Ab 1939 wurden dort alle Fächer unterrichtet, nachdem Juden eine Beschulung in den allgemeinbildenden öffentlichen Schulen verboten wurde; allerdings lebten zu dieser Zeit nur noch sehr wenige Kinder in Halle; die Schule wurde im August 1940 geschlossen.

Der Anteil jüdischer Geschäftsleute in Halle war relativ hoch; vor allem im Einzelhandel waren Juden stark vertreten. Ihre Kaufhäuser/Geschäfte lagen zumeist am Markt (Kaufhaus Huth, Kaufhaus Lewin, Kaufhaus A.Michel), in der Leipziger Straße (Konfektionshaus Salomon Weiß, Warenhaus Burghardt & Becher), der Großen Ulrichstraße (Kaufhaus Geschw. Loewendahl, Warenhaus "Leonhardt & Schlesinger", Geschäftshaus "Brummer & Benjamin") und in der Großen Steinstraße.  Demgegenüber besaßen Juden einen eher bescheidenen Anteil im Bankenwesen, in Industrie und Handwerk.

               https://m.halle.de/images/de/Kultur/Tourismus/Sehenswertes/Orte-der-Moderne-ent-09884/Kaufhaus-J-Lewin/kaufhaus-lewin_nf-1215_1300-xLarge.jpg Kaufhaus Lewin (hist. Aufn. um 1930)

Ende März 1933 veröffentlichte das „Zentralkomitee zur Abwehr jüdischer Greuel- und Boykottpropaganda” auf Flugblättern die Anordnungen zum Boykott jüdischer Geschäfte. Verantwortlich für den Inhalt des Flugblattes war die NSDAP-Kreisleitung Halle-Stadt; u.a. wurden fast 120 Adressen jüdischer Geschäfte, Rechtsanwalts- und Arztpraxen genannt. Der eigentliche Boykott begann am Vorabend des 1.April mit mehreren Massenkundgebungen unter Anwesenheit lokaler NS-Größen. Am folgenden Tage ließen zahlreiche jüdische Geschäftsleute ihre Läden geschlossen. Auch vor der Halleschen Universität machte der Boykott nicht halt; verantwortlich war hier der NSDStB. Wie überall in Deutschland wurden auch die Hallenser Juden immer mehr aus dem öffentlichen Leben verdrängt. So war z.B. der Besuch der Städtischen Büchereien für Juden verboten:

„ .. Da den deutschen Volksgenossen, die die städtischen Büchereien der Gaustadt benutzten, nicht länger zugemutet werden kann, daß Juden sie durch ihre Anwesenheit belästigen, ist mit sofortiger Wirkung den Juden der Besuch und die Benutzung unserer Bücher strengstens verboten worden. ...”

(aus: „Hallesche Nachrichten” vom 12.Mai 1933)

Die Benutzung der städtischen Bäder wurde 1938 verboten:

„ Vom Oberbürgermeister wird mitgeteilt:  ... Die Einrichtungen der städtischen Bäderverwaltung müssen der Förderung der Gesundheit und der Ertüchtigung des deutschen Volkes, insbesondere der Jugend, in vollem Umfange dienen. Mit dem auf dieses Ziel gerichteten Denken und dem Erleben der völkischen Gemeinschaft der deutschblütigen Rasse ist die weitere Zulassung von Juden zu städtischen Badeeinrichtungen nicht vereinbar. Daher wird den Juden vom 1.Mai 1938 ab der Zutritt und insbesondere die Benutzung der nachbezeichneten Einrichtungen untersagt: Stadtbad (Schwimmhallen, Wannenbäder, Brausebäder, Römische Bäder, medizinische Bäder), Solbad Wittekind, Sommerbad Gesundbrunnen, Flußbad Pulverweiden. “

(aus: „Saale-Zeitung” vom 29.4.1938)

In der Pogromnacht wurde die Hallesche Synagoge am Großen Berlin in Brand gesetzt, ihre Inneneinrichtung völlig vernichtet und das Gemeindehaus geschändet; zuvor waren wertvolle Kultgeräte ‚sichergestellt’ und abtransportiert worden. Der völlig zerstörte Synagogenbau wurde 1940 abgetragen, die Abrisskosten wurden der jüdischen Gemeinde in Rechnung gestellt. Auch die erst 1929 eingeweihte Jüdische Trauerhalle in der Boelckestraße wurde in Brand gesteckt und schwer beschädigt; das Gemeindehaus in der Germarstraße aufgebrochen und die Inneneinrichtung zertrümmert. Jüdische Wohnungen und Geschäfte fielen teilweise dem Pöbel zum Opfer. Etwa 200 jüdische Männer wurden verhaftet und größtenteils ins KZ Buchenwald transportiert; nach einigen Wochen wurden die meisten wieder auf freien Fuß gesetzt.

Die Entlassung von Juden aus ihren Arbeitsverhältnissen und „Arisierung“ bzw. Liquidierung ihrer Geschäfte führten zu einem Anstieg jüdischer Arbeitsloser. Die „einsatzfähigen Juden“ wurden nun zur Zwangsarbeit verpflichtet, erstmals im Oktober 1939, als sie im Tief- und Straßenbau, aber auch bei der Straßenreinigung eingesetzt wurden.

Bestimmte Häuser im Stadtgebiet wurden als „Judenhäuser“ deklariert, wo die Kommunalbehörde ab September 1939 die noch in Halle verbliebenen Juden konzentrierte; sie standen u.a. in der Gr. Berlin 8, Boelckestraße 24, Germarstraße 12, Forsterstraße 13, Hindenburgstraße 34 und 63 und Humboldtstraße 52.

In der Stadt Halle gab es ab Herbst 1939 ein „Rückwandererlager” in der Boelckestraße 24. „Rückwanderer” waren Personen, die 1939/1940 aus den an der Westgrenze des Deutschen Reiches liegenden Regionen „evakuiert“ worden waren und in „Bergungsgauen“ vorläufig Unterbringung fanden; unter diesen Personen waren auch zahlreiche Juden. Knapp 200 Personen sollen sich 1939/1940 in Halle aufgehalten haben; ein Teil von ihnen kehrte aber bald wieder in ihre Heimatorte zurück; von hier aus erfolgte dann zumeist ihre Deportation.

Bis 1941 sind vermutlich zwei Drittel der in Halle ansässigen Juden ausgewandert; die meisten der fast 600 Personen emigrierten nach Shanghai, England, in die USA und nach Palästina.Deportationen Hallenser Juden begannen vermutlich Ende Mai 1942; bereits ab April liefen in der Stadt die Vorbereitungen für diesen ersten Deportationstransport; dazu mussten sich die betroffenen Juden im jüdischen Gemeindehaus einfinden, um hier den Hausrat aufzulisten und eine Vermögenserklärung abzugeben. Insgesamt sollen im April 1942 etwa 100 Juden Halles „in den Osten“ deportiert worden sein; alte Menschen wurden meist nach Theresienstadt gebracht; zwei Transporte gingen Mitte September und Dezember 1942 ab.

Beim Einmarsch der Sowjets lebten 1945 in Halle und nächster Umgebung nur noch 49 Juden; die meisten von ihnen stammten aber nicht aus Halle, sondern waren sog. DPs, die die NS-Lager überlebt hatten und hierher verschlagen worden waren.

1947 wurde die jüdische Nachkriegsgemeinde unter Leitung von Hermann Baden gegründet, sechs Jahre später die Synagoge in der Humboldtstraße eingeweiht; das nun ausgebaute Gebäude hatte zuvor als Trauerhalle des angrenzenden jüdischen Friedhofs (Teil des Gertraudenfriedhofs) gedient.

            Synagoge in Halle (Aufn. A. Koch, aus: wikipedia.org, CC BY-SA 4.0)

Der vierte jüdische Friedhof in Halle (Neuer Friedhof) – eingeweiht 1929 als ein Teil des Gesamtareals des Gertraudenfriedhofs – besitzt auch ein Denkmalfeld mit ca. 180 Grabmalen, die teilweise noch aus dem Spätmittelalter von der alten Begräbnisstätte am Töpferplan stammen. Als man 1937 diesen alten (zweiten) jüdischen Friedhof zwangsweise auflassen musste, wurden die besterhaltenen Grabmale in die Anlage des neuen jüdischen Friedhofs integriert.

Vom (dritten) jüdischen Friedhof in Halle – er wurde erstmals 1869 belegt - sind heute noch die meisten der 800 dort errichteten Grabsteine erhalten.

http://www.alemannia-judaica.de/images/Images%20344/Halle%20Friedhof%20032.jpg

Teilansichten des jüdischen Friedhofs, Humboldtstraße (Aufn. J. Hahn, 2013 und A. Koch, 2015, aus: wikipedia.org, CC BY-SA 4.0)

Am früheren Standort der Synagoge am Großen Berlin errichteten 1965 DDR-Behörden ein Mahnmal, das jedoch ca. 20 Jahre später einer Neubebauung des Geländes weichen musste. 1984 wurde an der Ostseite des Großen Berlins ein Mahnmal in Form einer Rekonstruktion eines Portals geschaffen.

Anfang der 1970er Jahre bestand die jüdische Gemeinde Halle nur noch aus wenigen alten Menschen; erst durch die Anfang der 1990er Jahre einsetzende Zuwanderung aus den GUS-Staaten stieg die Zahl der Gemeindemitglieder an. 2005 waren es ca. 700 Personen, die in Orten des Regierungsbezirks Halle - in der Stadt Halle (Saale), in Bad Dürrenberg, in Merseburg, in Weißenfels und in anderen Kommunen des Saalekreises leben.

Im Herbst 1999 wurde in Halle der Förderverein „Haus des Lebens” e.V. gegründet, der es sich zur Aufgabe gestellt hat, die Trauerhalle auf dem jüdischen Friedhof als Ort der Erinnerung an die Opfer des Holocaust zu nutzen.

Neben der traditionell ausgerichteten Gemeinde wurde in Halle 1996 eine liberale jüdische Gemeinde gegründet, die allerdings dem Landesverband nicht angehört und vom Zentralrat bisher auch nicht als Gemeinde anerkannt ist. Die etwa 300köpfige Gemeinde setzt sich aus Mitgliedern aus ganz Sachsen-Anhalt zusammen; deren Synagoge befindet sich in der Trothaer Straße.

Der Landesrabbiner von Sachsen-Anhalt Meir Rohberg spricht vor Gemeindeangehörigen (dpa 2011)

An der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg wird seit 1992 das Fach „Judaistik“ gelehrt; dessen Schwerpunkte liegen auf dem rabbinischen Judentum und der jüdischen Kultur- und Geistesgeschichte des 16. bis 20.Jahrhunderts.

Im Jahre 1998 erfolgte von der Stiftung LEUCOREA (in Wittenberg) die Gründung des Leopold-Zunz-Center zur Erforschung des europäischen Judentums in Wittenberg. Leopold Zunz (1794-1886) - herausragender Repräsentant des deutschen Judentums und Mitbegründer der "Wissenschaft des Judentums" - ist Namensgeber dieser Forschungseinrichtung. Auf Grund der engen Zusammenarbeit mit dem Seminar für Judaistik/Jüdische Studien an der Martin-Luther-Universität hat das Leopold-Zunz-Center seit einigen Jahren nun in Halle seinen Sitz.

vgl. dazu: Detmold (Nordrhein-Westfalen)

2003 schloss sich die Stadt Halle dem sog. „Stolperstein“-Projekt an; inzwischen wurden bisher insgesamt ca. 250 dieser Steine verlegt (Stand: 2019), weitere sollen noch folgen.

Brüderstraße/Am Steintor  

  August-Bebel-Str. und Rathenau-Platz

         und in der Rannisch-Straße 

Alle Abbildungen der "Stolpersteine" aus: Verein Zeit-Geschichte(n) Halle (Hrg.), Hundertundein STOLPERSTEIN in Halle a.d.Saale

Seit 2010 erinnert im Innenhof des Häuserblocks am Großen Berlin (Große Brauhausstraße) ein Gedenkstein mit den Worten:

An diesem Ort befanden sich nacheinander vier Gotteshäuser

der im Jahre 1702 gegründeten Jüdischen Gemeinde zu Halle (Saale).

Die letzte Synagoge wurde in der Nacht vom 9. zum 10. November 1938

von den Nationalsozialisten geschändet und niedergebrannt.

            Bürger von Halle wehret den Anfängen, bleibt wachsam!

Am 9.10.2019 ereignete sich in Halle ein antisemitischer Anschlag, der zwei Menschen das Leben kostete. Der Einzeltäter wollte am wichtigsten jüdischen Feiertag, Jom Kippur, die Hallenser Synagoge stürmen und die dort versammelten Gläubigen umbringen.

  Der im Jahre 1883 in Halle geborene Alfred Wolfenstein entstammte einer jüdischen Kaufmannsfamilie, die seit 1901 in Berlin lebte. Als expressionistischer Lyriker, Dramatiker, Essayist und Übersetzer wurde er in den 1920er Jahren bekannt; 1929 verfasste er ein gegen die Todesstrafe gerichtetes Theaterstück „Die Nacht vor dem Beil“. 1930 wurde ihm der erste Deutsche Übersetzerpreis zugesprochen. 1933 verließ er Deutschland; über die Zwischenstation Prag erreichte er 1939 Paris. Während der deutschen Okkupation war er ständig auf der Flucht. Im Jahre 1945 beging er in Paris Selbstmord. In seiner Geburtsstadt Halle ist seit langem eine Straße nach ihm benannt.

 Der Philosoph und Rabbiner Emil Ludwig Fackenheim wurde 1916 in Halle als Sohn eines Rechtsanwaltes geboren. Zu seinen Lehrern gehörte auch Martin Buber; Emil Fackelheim war einer der letzten Absolventen der von Leo Baeck geleiteten Jüdischen Theologischen Hochschule in Berlin. Fackenheim wurde 1938 zum Rabbiner ordiniert. In der Reichspogromnacht wurde er verhaftet und war bis Anfang 1939 im KZ Sachsenhausen inhaftiert. Anschließend floh er nach Großbritannien und lebte später in Kanada. In Toronto hatte er die Funktion eines Rabbiners inne; seit 1960 besaß er eine Professur an der dortigen Hochschule. Seit 1983 lebte Emil Fackelmann in Israel, wo er in Jerusalem als Rabbiner und Professor an der dortigen Hebräischen Universität tätig war. Er verstarb dort 2003. - Noch vier Jahre vor seinem Tode verlieh ihm die Martin-Luther-Universität Halle die Ehrendoktorwürde. - Seit 2003 verleiht die Jüdische Gemeinde zu Halle den nach Emil Ludwig Fackenheim benannten Preis.

In der Franckestraße erinnert seit 2011 eine Gedenktafel an Martin Mosche Feuchtwanger (geb. 1886 in München), der ein Vierteljahrhundert in Halle wirkte: zunächst als Volontär einer Regionalzeitung, später dann als deren Chefredakteur und danach als Gründer und Leiter des Fünf-Türme-Verlags. 1933 flüchtete er nach Prag; sechs Jahre später emigrierte er nach Palästina. 1952 verstarb er in Tel Aviv. Martin F. war der jüngere Bruder von Lion Feuchtwanger.

 

Im der ca. zehn Kilometer südlich von Halle liegenden Kleinstadt Merseburg/Saale soll eine der ältesten jüdischen Gemeinde des Mittelalters beheimatet gewesen sein; erstmals sind Juden hier 973/974 urkundlich erwähnt. Ihre Synagoge stand vermutlich im „kleinen Gäßlein“, der späteren Apothekergasse (nördlich der Maximi-Kirche). Der „Jueden Kirchhoff“ befand sich vor dem Sixtitor. Den Judenschutz übten die Stadt und der Bischof von Merseburg zunächst gemeinsam aus. Nach Verfolgungen während der Pestzeit wurden die jüdischen Bewohner - die ersten waren wieder seit 1362 bezeugt - im beginnenden 16. Jahrhundert für lange Zeit vertrieben; Klagen der Stadtbewohner Merseburgs wegen „jüdischen Wuchers“ veranlassten den Bischof Adolf von Anhalt, die wenigen Juden aus der Stadt zu vertreiben.

Erst Ende des 18.Jahrhunderts erhielten zwei Juden die Erlaubnis, Märkte in Merseburg aufzusuchen und dort Handel zu treiben. Im Laufe des 19.Jahrhunderts bildete sich in der Stadt eine kleine Gemeinschaft, die der Kultusgemeinde im nahen Weißenfels angeschlossen war.

                    Die Gartenlaube (1886) b 913.jpg Blick auf Merseburg und den Dom, um 1885 (Abb. aus: wikipedia.org, gemeinfrei)

Zu Beginn der 1930er Jahre lebten etwa 50 jüdische Bewohner in Merseburg; die sieben von Juden betriebenen Geschäfte waren am 1.4.1933 vom Boykott betroffen. Den allermeisten Merseburger Juden gelang noch rechtzeitig die Abwanderung; im Oktober 1942 wohnten nur noch vier jüdische Personen in der Stadt. 

Weitere Informationen zu Merseburg  vgl. dazu: Weißenfels/Saale (Sachsen-Anhalt)

Weitere Informationen:

H. Tykocinski, Die ältesten Nachrichten über Juden in Halle, Berlin 1913

Siegbert Neufeld, Die halleschen Juden im Mittelalter, Dissertation Straßburg (Berlin) 1915

Siegmar Baron v. Schultze-Galléra, Die Juden zu Halle im Mittelalter. Ein Beitrag zur Geschichte und Topographie Halles, Halle 1922

Guido Kisch, Die Anfänge der jüdischen Gemeinde zu Halle, in: Jahrbuch der Historischen Kommission für die Provinz Sachsen und für Anhalt, Band 5, Magdeburg 1928

Guido Kisch, Kleinere Beiträge zur Kultusgeschichte der Juden in Halle. Ausgewählte Urkunden aus dem 18.Jahrhundert, in: Sachsen und Anhalt. Jahrbuch der Historischen Kommission für die Provinz Sachsen und Anhalt, Band 5, Magdeburg 1929, S. 332 - 346

Guido Kisch, Entwicklung und Verfassung der jüdischen Gemeinde Halle. Ein Beitrag zur Sozial- und Rechtsgeschichte der Juden in Halle in der ersten Hälfte des 18.Jahrhunderts, in: Sachsen und Anhalt. Jahrbuch der Historischen Kommission für die Provinz Sachsen und für Anhalt, Band 6, Magdeburg 1930

Germania Judaica, Band II/1, Tübingen 1968, S. 319 – 322 und Band III/1, Tübingen 1987, S. 498 - 507

Guido Kisch, Rechts- und Sozialgeschichte der Juden in Halle 1686 - 1730, Veröffentlichungen der Historischen Kommission zu Berlin beim Friedrich-Meinecke-Institut der FU Berlin, Band 32, Berlin 1970

Werner Gericke/Friedrich Masch, Die israelitische Kultusgemeinde, in: W.Gericke/F.Masch (Hrg.), Minderheiten in Halle, Stiftung Mitteldeutscher Kulturrat, Bornheim-Sechten 1985

Helmut Eschwege, Geschichte der Juden in Halle/Saale, in: Wissenschaftliche Zeitschrift der Universität Halle 37. Jg. Heft 5/1988, S. 29 ff.

Juden in Halle und jüdische Sakralkunst. Zur Erinnerung an die Opfer des faschistischen Pogroms ..., in: Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (Hrg.), Wissenschaftliche Zeitschrift. Gesellschafts- und Sprachwissenschaftliche Reihe 37/1988

Herlinde Koelbl, Jüdische Portraits, Frankfurt/M. 1989

Helmut Eschwege, Geschichte der Juden im Territorium der ehemaligen DDR, Dresden 1990, Band I, S. 379 ff.

Jüdische Gemeinde Halle (Hrg.), 300 Jahre Juden in Halle. Leben - Leistung - Leiden - Lohn, Mitteldeutscher Verlag, Halle 1992

Zeugnisse jüdischer Kultur - Erinnerungsstätten in Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Berlin, Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen, Tourist Verlag GmbH, Berlin 1992, S. 188 - 192

Wolfram Kaiser, Die Fakultät wurde ‘judenfrei’. Eine Chronologie zum Schicksal jüdischer Mediziner in Halle 1933 - 1945, in: ‘Tribüne’, Heft 124 (Jg. 31), Frankfurt/M. 1992, S. 153 f.

Susanne Meinicke/Clemens Krause, ‘Kristallnacht’ und Judenverfolgung. Zur Geschichte d. Jüdischen Gemeinde Halle, in: B.Brentjes (Hrg.), Wissenschaft unter dem NS-Regime, Berlin/New York 1992, S. 170 f.

Werner Piechocki, Artikelserie zum 300.Jubiläum der Jüdischen Gemeinde Halle im Halleschen Tageblatt in den Jahren 1992/93

M.Brocke/E.Ruthenberg/K.U.Schulenburg, Stein und Name. Die jüdischen Friedhöfe in Ostdeutschland (Neue Bundesländer/DDR und Berlin), in: Veröffentlichungen aus dem Institut Kirche und Judentum, Hrg. Peter v.d.Osten-Sacken, Band 22, Berlin 1994, S. 404 - 412

Hendrik Budde/Mordechay Lewy (Hrg.), Von Halle nach Jerusalem. Halle - ein Zentrum der Palästinakunde im 18. und 19.Jahrhundert, Halle 1994

Lothar Mertens, Halle - Salzhandel und Schutzbriefe, in: W.Jasper/J.H.Schoeps (Hrg.), Deutsch- jüdische Passagen. Europäische Stadtlandschaften von Berlin bis Prag, Hamburg 1996, S. 157 - 165

Lothar Mertens, Davidstern unter Hammer und Zirkel - Die jüdischen Gemeinden in der SBZ/DDR und ihre Behandlung durch Partei und Staat 1945 - 1990, Georg Olms Verlag, Hildesheim/Zürich/New York 1997

Geschichte jüdischer Gemeinden in Sachsen-Anhalt - Versuch einer Erinnerung, Hrg. Landesverband Jüdischer Gemeinden Sachsen-Anhalt, Oemler-Verlag, Wernigerode 1997, S. 137 - 151

Lothar Mertens, Halle , in: Jutta Dick/Marina Sassenberg (Hrg.), Wegweiser durch das jüdische Sachsen-Anhalt, Verlag für Berlin-Brandenburg, Potsdam 1998, S. 98 - 113

Cornelia Zimmermann, Juden im Wirtschaftsleben der Stadt Halle im 19. und 20.Jahrhundert, in: Jutta Dick/Marina Sassenberg (Hrg.), Wegweiser durch das jüdische Sachsen-Anhalt, Verlag für Berlin-Brandenburg, Potsdam 1998, S. 278 f.

Holger Brülls, Synagogen in Sachsen-Anhalt, Arbeitsberichte des Landesamtes für Denkmalpflege in Sachsen-Anhalt 3, Verlag für Bauwesen, Berlin 1998, S. 154 - 167 und S. 180 - 185

Gedenkstätten für die Opfer des Nationalsozialismus - Eine Dokumentation II, Hrg. Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn 1999, S. 544 f.

M.Brocke/Chr. Müller, Haus des Lebens - Jüdische Friedhöfe in Deutschland, Reclam Verlag, Leipzig 2001, S. 209 f.

Jüdische Gemeinde in Halle, in: “ ... mitten in der Stadt” - Halle, Verlag der Franckschen Stiftung zu Halle, Halle 2001, S. 172 - 177

Klaus Peter Rauen, Die Bedeutung der Juden in der Stadtgeschichte von Halle (Saale), in: Halle im Wandel, Halle/S.. 2001, S. 172 - 181

Martina Springer (Red.), Hallesche Juden: Gedenken an Familie Lewin, in: „Mitteldeutsche Zeitung“ vom 17.1.2002

www.haus-des-lebens.halle-aktuell.de

Ein Gedenkbuch für die halleschen Toten des Holocaust. Schülerprojekt des Südstadt-Gymnasiums Halle/Saale (Neuaufl. 2004)

Cornelia Zimmermann, Juden, Bürger, Hallenser. Zur Rolle der Juden im Wirtschaftsleben der Stadt Halle im 19. und 20. Jahrhundert, in: Jahrbuch für hallische Stadtgeschichte 2005, Halle 2005, S. 87 - 110

Fritz Backhaus, Die Juden in Halle im Mittelalter, in: Geschichte der Stadt Halle, Band 1: Halle im Mittelalter und der Frühen Neuzeit, Mitteldeutscher Verlag, Halle/Saale 2006, S. 193 ff.

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Heike Specht, Die Feuchtwangers: Familie, Tradition und jüdisches Selbstverständnis im deutsch-jüdischen Bürgertum des 19. und 20. Jahrhunderts, Wallstein-Verlag, Göttingen 2006

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Auflistung der Stolpersteine in Halle/Saale, online abrufbar unter: wikipedia.org/wiki/Liste_der_Stolpersteine_in_Halle_(Saale)

Das Leben in der Boelckestraße 24. Auf den Spuren von Frieda und Isidor Hirsch“ - ein Film von Inga Deuter/Doreen Hoyer u. Elisabeth Scheuer, erstellt im Rahmen des Masterstudiengangs "MultiMedia & Autorenschaft" an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (2014)

Silvia Zöller (Red.), Jüdisches Leben in Halle - Synagoge eröffnet Museum, in: „Mitteldeutsche Zeitung“ vom 16.4.2015

Jüdische Gemeinde zu Halle (Saale) - Körperschaft des öffentlichen Rechts, online abrufbar unter: jghalle.de/wordpress/

Anne Barbara Werner (Red.), Mittelalterliches jüdisches Leben an der Saale: Die Salzstadt Halle und die Bischofsresidenz Merseburg, in: Merseburger Kreiskalender, Band 2017/2018, S. 34 - 40

Peter Maxwill (Red.), Antisemitischer Anschlag in Halle. Der Einzeltäter, der nicht allein war, in: SPIEGEL online vom 10.10.2019

Marion Gunkel (Red.), Nach dem Anschlag. Halle rückt zusammen, in: MDR vom 10.10.2019

N.N. (Red.), Antisemitischer Terror in Halle – EU dringt auf besseren Schutz von Synagogen, in: SPIEGEL online vom 11.10.2019